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AZV Hersfeld-Rotenburg: Umbau der Sickerwasserreinigungsanlage (SiWa RA)
VO: VOB/A Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Abfallwirtschafts-Zweckverband Landkreis Hersfeld-Rotenburg (AZV)
Kleine Industriestraße 6
36251
Bad Hersfeld
Deutschland
DE244904486
DAGEFÖRDE Öffentliches Wirtschaftsrecht Rechtsanwaltsgesellschaft mbH; Podbielskistraße 344, 30655 Hannover
+49 (0) 511 590975-60
+49 (0) 511 590975-66
vergabe@kanzlei-dagefoerde.de
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YBLMB8H

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YBLMB8H/documents

Auftragsgegenstand

Art des Auftrags
Ausführung von Bauleistungen
Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist der Umbau der Sickerwasserreinigungsanlage (SiWa RA) zur Abreinigung der anfallenden Sickerwässer am Standort der Deponie "Am Mittelrück".

Folgendes Durchführungskonzept zur Abreinigung der anfallenden Sickerwässer über die SiWa RA ist vorgesehen:
- Förderung der voraufbereiteten Sickerwässer aus einem bestehenden Vorlagebehälter/ -beckens nach der Denitrifikations- und einer Nitrifikationsstufe über eine Druckrohrleitung zu den
neu einzurichtenden Verfahrenskomponenten (Kies- und Wasseraktivkohlefiltration) der SiWa RA
- Reinigung der Sickerwässer über eine 2-stufige Wasseraktivkohleeinheit inkl. vorgeschalteter Kiesfiltration
- Ableitung der gereinigten Sickerwässer in das öffentliche Kanalnetz.

Die Ausschreibung umfasst sämtliche Leistungen, die für den Umbau der bestehenden SiWa RA erforderlich sind. In diesem Zusammenhang sind folgende Hauptleistungen zu erbringen:

- Anlieferung und betriebsbereite Herstellung von verbindenden Rohrleitungen und Kabeln zwischen dem bestehenden Vorlagebehälter/ -becken und den neuen Verfahrenskomponenten
und dem Einleitpunkt in das öffentliche Kanalnetz
- Anlieferung und betriebsbereite Einrichtung einer Einhausung für die Erweiterungskomponenten der SiWA RA (inkl. Bodenplatte / Fundament, Haustechnik, Anbindung an Medienleitungen,
etc.)
- Anlieferung und betriebsbereite Installation der Erweiterungskomponenten der SiWA RA (inkl. allen zugehörigen Nebeneinrichtungen wie Anlagen- und Behältertechnik, E/MSR-Technik, etc.)
- Inbetriebnahme und Probetrieb der Erweiterungskomponenten der SiWA RA (Rohr- und Kabelleitungen, Verfahrens-/ Behälter-/ E/MSR-Technik etc.) inkl. Erstbefüllung mit Betriebsmitteln
- Austausch von Betriebsmitteln im Regelbetrieb

Die einzelnen Leistungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen, insbesondere der Leistungsbeschreibung (Teil B der Vergabeunterlagen) und dem Leistungsverzeichnis (Anlage 9 zur Leistungsbeschreibung).

Angaben über den Zweck der baulichen Anlage oder des Auftrags, wenn auch Planungsleistungen gefordert werden

Haupterfüllungsort

Entsorgungszentrum Hersfeld-Rotenburg / Deponie "Am Mittelrück"
Deponie "Am Mittelrück", Hersfelder Straße/Forsthausweg
36251
Ludwigsau

Die Deponie liegt ca. 2 km östlich der Gemeinde Friedlos im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Sie liegt in der Gemeinde Ludwigsau, Gemarkung Meckbach, Flur 28, Flurstück 20/3, an einem ca. 330 m hohen Höhenrücken östlich der Fulda. Die Zufahrt erfolgt über die B 27, Bad Hersfeld - Bebra, und eine, innerhalb der Ortslage Friedlos abzweigende Forststraße.

Der vorgesehene Standort für die Erweiterung der SiWa RA befindet sich unmittelbar angrenzend zu den bestehenden Betriebsgebäuden und ist nahezu vollständig mit Pflastersteinen versiegelt und
nimmt eine Gesamtfläche von ca. 250 m² ein.

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Siehe Ziff. 7 der Leistungsbeschreibung. Die nachfolgend aufgeführten Fristen zur Inbetriebnahme / Beginn des Probebetriebs
der SiWa RA am 01.11.2026 und zum Start des Regelbetriebs am 01.12.2026 sind zwingend einzuhalten:

- Bau-/Liefer- und Installationsarbeiten: April bis Oktober 2026,
- Inbetriebnahme und Probebetrieb (4 Wochen): November 2026,
- Regelbetrieb: Ab Dezember 2026.

Laufzeit bzw. Dauer

01.04.2026
01.12.2026

Nebenangebote

Ja

Hauptangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Verlangte Nachweise für die Beurteilung der Eignung des Bieters

1. Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Unterlagen und Unbedenklichkeitsbescheinigungen für die Prüfung der Befähigung und Erlaubnis der Berufsausübung.

Mit dem Angebot sind folgende Unterlagen einzureichen:
- Gewerbeanmeldung,
- Handelsregisterauszug,
- Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder bei der Industrie- und Handelskammer,
- aktuelle (gültige) Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, falls das Unternehmen beitragspflichtig ist,
- aktuelle (gültige) Bescheinigung der Krankenkasse über die ordnungsgemäße Abführung der Sozialversicherungsbeiträge,
- aktuelle (gültige) Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG,
- aktuelle (gültige) qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft des zuständigen Versicherungsträgers.

2. Zertifizierter Fachbetrieb
Angabe (Eigenerklärung) und Nachweis über das Vorliegen von aktuell gültigen Qualifikationen und Zertifizierungen im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Im Falle des Einsatzes von Nachunternehmen sind die Nachweise für die jeweiligen Leistungsbereiche auch für die einzusetzenden
Nachunternehmen vorzulegen.

Folgende Nachweise/Zertifikate sind mit dem Angebot vorzulegen:
- Nachweis / Zertifikat Fachbetrieb gem. § 62 WHG (ehem. § 19 WHG): Anforderungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen,
- Arbeiten an Gas- und Wasser-Rohrleitungen nach DVGW GW 301 PEHD,
- Schweißaufsicht nach DVGW GW 331.

3. Jahresumsatz
Eigenerklärung über den Umsatz des Bieters in den Jahren 2022 bis 2024 (insgesamt und aus vergleichbaren Bauleistungen).

Jahresumsatz aus vergleichbaren Bauleistungen mindestens 1.000.000 EUR netto im Durchschnitt in den Jahren 2022 bis 2024.

4. Haftpflichtversicherung
Eigenerklärung zum Bestehen bzw. der Bereitschaft zum Abschluss einer branchenüblichen Betriebshaftpflichtversicherung. Auf entsprechende Anforderung Nachweis des Bestehens der Versicherung.

Deckungssumme für Personen- und Sachschäden je Schadensfall mindestens 2,5 Mio. EUR. Deckungssumme für Vermögensschäden (inkl. Umweltschäden) je Schadensfall mindestens 2,5 Mio. EUR. Diese Deckungssummen müssen pro Jahr mindestens 2-fach zur Verfügung stehen.

5. Referenzleistungen
Eigenerklärungen über mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare frühere Aufträge. Der Auftraggeber behält sich vor, die Angaben
durch Nachfrage bei den als Referenz genannten Auftraggebern zu überprüfen.

Für jeden Projekttyp (A und B) ist mindestens eine vergleichbare Referenzleistung vorzulegen. Eine Referenzleistung kann für beide Projekttypen herangezogen und jeweils gewertet werden, sofern sie sämtliche Anforderungen beider Projekttypen vollständig erfüllt. Vergleichbar sind Aufträge, bei denen die nachfolgenden Merkmale vorliegen:

Projekttyp A):
- Bau von Grundwasser- und/oder Sickerwasseraufbereitungsanlagen mit einem Mindest-Durchsatz von 8 m³/h über Wasseraktivkohlefiltration mit vorgeschalteter Kiesfiltration.
- Abschluss der Referenz nach dem 01.01.2022.

Projekttyp B):
- Bau von Grundwasser- und/oder Sickerwasseraufbereitungsanlagen zur Abreinigung von AOX und/ oder Ammonium Stickstoff oder vergleichbarer Schadstoffe über Wasseraktivkohlefiltration mit vorgeschalteter Kiesfiltration
- Abschluss der Referenz nach dem 01.01.2022.

6. Personalstand
Eigenerklärung zum Personalstand im Jahresdurchschnitt in den Jahren 2023 bis 2025, gegliedert nach Büroinhabern/Geschäftsführern, Ingenieuren/Technikern/Mechanikern und kaufmännischen Mitarbeitern.

7. Projektleitung
Eigenerklärung zum vorgesehenen Projektleiter unter Angabe von Name, berufliche Qualifikation und Berufserfahrung in Jahren.

Für die als Projektleiter/in und stellv. Projektleiter/in vorgesehenen Personen ist ein Nachweis der Berufszulassung als Ingenieur/in, Techniker/in und/oder Mechaniker/in entsprechend des jeweils einschlägigen Landesrechts zu erbringen.

8. Technisches Fachpersonal
Nachweis über das Vorliegen von beruflichen Qualifikationen.

Für mindestens einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin ist folgender Nachweis mit dem Angebot vorzulegen:
- Sachkundenachweis DGUV Regel 101-004 bzw. ehem. BGR128, oder gleichwertig.

9. Benennung der Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Benennung der Maßnahmen des Bieters zur internen Qualitätssicherung (z. B. Qualitätsmanagement nach EN ISO 9001:2008, Umweltmanagementsystem nach ISO 14:001:2009).

10. Angaben zum Nachunternehmereinsatz
Eigenerklärung dazu, ob und ggf. welche Leistungen an Nachunternehmer übertragen werden sollen.

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

Siehe Vergabeunterlagen.

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

Siehe Vergabeunterlagen.

gegebenenfalls Rechtsform, die die Bietergemeinschaft nach der Auftragsvergabe haben muss

Bei Bildung einer Bietergemeinschaft ist Bietergemeinschaftserklärung (Anlage C04) abzugeben , wonach die Mitglieder erklären, dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt, zur Entgegennahme der Zahlungen mit befreiender Wirkung berechtigt ist und alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.

Verfahren

Verwaltungsangaben

Maßnahmen zum Schutz vertraulicher Informationen

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

27.03.2026 10:00 Uhr

Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen

Nachforderung

Bindefrist des Angebots

24.04.2026

Bedingungen für die Öffnung der Angebote

13.03.2026 10:00 Uhr

Hannover, Bad Hersfeld, elektronische Öffnung der Angebote im 4-Augen-Prinzip über DTVP.

Der Auftraggeber wird von der Kanzlei DAGEFÖRDE Öffentliches Wirtschaftsrecht Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Podbielskistraße 344, 30655 Hannover, im Rahmen des Vergabeverfahrens
unterstützt. Die Öffnung der Angebote erfolgt im 4-Augen-Prinzip über Mitarbeiter der Rechtsanwaltsgesellschaft.

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

I. Verpflichtende Ortsbesichtigung (Teil A, Abschnitt S der Vergabeunterlagen)

Jedes Unternehmen, das ein Angebot abgeben will, muss während der Angebotsfrist eine Ortsbesichtigung auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Hersfeld-Rotenburg / Deponie
"Am Mittelrück" des AZV Hersfeld-Rotenburg durchführen.
Angebote, denen keine Ortsbesichtigung vorausgegangen ist, werden nicht berücksichtigt. Zum Nachweis der Besichtigung ist mit dem Angebot ein unterzeichnetes Besichtigungsprotokoll (Anlage C05) einzureichen.

Darüber hinaus eröffnet der Auftraggeber den Bietern die Möglichkeit, die Sickerwasserqualität am Standort zu prüfen. Benötigen Bieter weitere Informationen zur Sickerwasserqualität am Standort, die zur Kalkulation der Leistungen nötig sind, so haben sie dies rechtzeitig mitzuteilen. In diesem Fall wird den Bietern Gelegenheit gegeben, Untersuchungen nach eigenem Bedarf durchzuführen und zu diesem Zweck Sickerwasserproben am Standort zu entnehmen. Die Probenentnahme kann mit der verpflichtenden Ortsbesichtigung verbunden werden.

Die Termine für die verpflichtende Ortsbesichtigung sowie für eine etwaige Prüfung der Sickerwasserqualität sind ausschließlich zu den Öffnungszeiten des Entsorgungszentrums möglich. Sie sind mindestens 48 Stunden im Voraus mitzuteilen und mit folgendem Ansprechpartner abzustimmen:

Jan-Niclas Heß
Stellv. Geschäftsführer Entsorgungszentrum
Tel.: 06621 9237-59
E-Mail: jan-niclas.hess@azv-hef-rof.de

II. Weitere Informationen zu Nebenangeboten (Teil A, Abschnitt P der Vergabeunterlagen)
Der Auftraggeber lässt Nebenangebote grundsätzlich zu. Nebenangebote sind gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b VOB/A jedoch nur zulässig, sofern sie in Verbindung mit einem Hauptangebot eingereicht werden. Nebenangebote müssen sämtliche Anforderungen der Vergabeunterlagen, insbesondere
der Leistungsbeschreibung (Teil B) sowie des Leistungsverzeichnisses (Teil B, Anlage 9), vollständig erfüllen. Abweichungen von den vorgegebenen Anforderungen sind nur zulässig, soweit sie ausschließlich eine Erweiterung und eine qualitative Verbesserung der im Hauptangebot vorgesehenen Leistungen darstellen und die Vergleichbarkeit der Angebote
nicht beeinträchtigen.

III. Optionale Positionen
Der Auftraggeber sieht an folgenden Positionen des Leistungsverzeichnisses optionale Positionen (Bedarfspositionen) vor:

- 3.1.10. bis 3.1.30.
- 3.2.10. bis 3.2.50.
- 6.3.20.

Die Beauftragung der optionalen Positionen richtet sich nach dem tatsächlichen Verlauf der Arbeiten und erfolgt nur, soweit und sobald sich deren Ausführung im Zuge der Leistungserbringung als erforderlich erweist. Die optionalen Positionen werden bei der Angebotswertung im Rahmen des Angebotspreises vollständig berücksichtigt.

IV. Wahlpositionen
Der Auftraggeber sieht an folgenden Positionen des Leistungsverzeichnisses Wahlpositionen vor:

- 4.1.20. als Wahlposition (Alternative) zu 4.1.10. (Grundposition).
- 4.1.40. als Wahlposition (Alternative) zu 4.2.30. (Grundposition).

Die Bieter haben jeweils sowohl die Grundposition als auch die zugehörige Wahlposition anzubieten. Der Auftraggeber entscheidet nach Angebotsöffnung und vor Zuschlagserteilung, ob die Grundposition oder die jeweilige Wahlposition zur Ausführung gelangt. Die jeweils berücksichtigte Position wird bei der Angebotswertung im Rahmen des Angebotspreises berücksichtigt.

Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren

Name und Anschrift der Stelle, an die sich der Bewerber oder Bieter zur Nachprüfung behaupteter Verstöße gegen Vergabebestimmungen wenden kann

Regierungspräsidium Kassel
Am Alten Stadtschloss 1
34117
Kassel
Deutschland
0561 106 - 0
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