Die AG ist ein regionaler Netzbetreiber für Strom, Wärme, Wasser und Internetservice. Aufgrund einer aktuellen Zielnetzplanung erwartet die AG einen zusätzlichen Leistungsbedarf ab 2029 in Itzehoe-Nord von ca. 50 MW (n-1), der über einen Netzanschluss im UW Itzehoe-West von SH-Netz bereitgestellt werden kann. Zur weiteren Verteilung dieser Leistung muss die AG neben dem Bau einer 110 kV-Erdkabeltrasse (die nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist) auch ein neues Umspannwerk ("UW Itzehoe-Nordwest") errichten. Darüber hinaus werden am Industriestandort in Lägerdorf weitere Netzanschlusskapazitäten im Zuge der Dekarbonisierung des Zementwerks der Industrie ab 2029 benötigt. Die Errichtung der 110 kV-Erdkabelverbindung ist Bestandteil einer Gesamtmaßnahme zur Umsetzung einer CO2-Wertschöpfungskette mit dem Ziel, eines der ersten klimaneutralen Zementwerke in Europa bis 2030 in Betrieb zunehmen. Die benötigten Kapazitäten können über die bestehenden Kapazitäten am Umspannwerk in Lägerdorf ("UW Lägerdorf") nicht allein zur Verfügung gestellt werden, wohl aber über das UW Itzehoe-West von weiteren bis zu 134 MW (n-1) Netzanschlusskapazität. Daher muss die AG für die Stromversorgung des Industriestandorts eine neue 110 kV-Erdkabeltrasse vom UW Itzehoe-West über das UW Itzehoe-Nordwest bis zum UW Lägerdorf 110/20 herstellen. Das Vorhaben wird nach § 43h EnWG als 110 kV-Erdkabel umgesetzt. Der Antrag auf Planfeststellung soll spätestens Ende 2026 eingereicht werden.
Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind die weiteren Planungsleistungen nach Einreichung des Planfeststellungsantrags, insbesondere Ausführungsplanung (vornehmlich offene Bauweise einschließlich Integration der Planungsergebnisse der geschlossenen Bauweisen) und Bauüberwachung (in Anlehnung an HOAI LPH 5-9), d.h.
1. Ausführungsplanung Trasse2. Erstellung von Ausschreibungsunterlagen für den Tiefbau-GU3. Mitwirkung bei der Vergabe4. Bauüberwachung von Tiefbauarbeiten und Kabelmontage nebst Oberbauleitung Sonderbauwerke5. Objektbetreuung
für den Bau der 110kV-Kabeltrasse vom Umspannwerk Itzehoe-West bis zum Umspannwerk Lägerdorf 110/20kV. Der Abruf der Leistungen erfolgt stufenweise.
Weitere Einzelheiten zum Gesamtprojekt sind den folgenden Unterlagen zu entnehmen:
- Organisationskonzept (Anlage 3)- Terminplan für das Gesamtprojekt (Anlage 4).
Die Unterlagen, die den aktuellen Entwurfsstand darstellen, sollen dem AN lediglich zur Verdeutlichung des Gesamtprojekts dienen. Sie stellen weder eine Planungsgrundlage noch eine Planungsvorgabe dar und sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Einzelheiten sowie ein konkretes Leistungsbild für die benötigen Planungsleistungen werden mit der Aufforderung zur Erstangebotsabgabe zur Verfügung gestellt.
s. Vergabeunterlagen
s. Angebotsunterlagen (wird im nächsten Verfahrensschritt zur Verfügung gestellt)
Das Vergabeverfahren wird europaweit als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß § 15 SektVO durchgeführt.
Die AG behält sich ausdrücklich vor, den Zuschlag gemäß § 15 Abs. 4 SektVO bereits auf Grundlage der Erstangebote zu erteilen, ohne in Verhandlungen einzutreten. Die Bieter werden daher gebeten, bereits mit ihrem Erstangebot ein zuschlagsfähiges Angebot einzureichen.
Das deutsche Vergaberecht enthält Rügeobliegenheiten der Bieter, deren Verletzung zur Unzulässigkeit von Nachprüfungsantragen führt. Bitte beachten Sie die Rügeobliegenheiten des § 160 Abs. 3 GWB. Dort heißt es: "Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt."
Nachforderung gemäß § 51 SektVO
s. §§ 123, 124 GWB
Nachweis der Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister des Niederlassungsstaates durch Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszugs oder eines gleichwertigen Nachweises. Detaillierte Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Nachweis bestehende Berufshaftpflichtversicherung: Nachweis (zum Ablauf der Teilnahmefrist nicht älter als 12 Monate) einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung oder unwiderrufliche Erklärung des Versicherers (nicht Versicherungsmakler), dass im Auftragsfalle der für den Leistungserbringer erforderliche Versicherungsschutz gewährt wird mit folgenden Deckungssummen: - Mind. 3,0 Mio. EUR Personenschäden (zweifach maximiert) - Mind. 3,0 Mio. EUR Sonstige Schäden (zweifach maximiert). Detaillierte Informationen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Erklärung über den Umsatz, jeweils bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre. Soweit der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft auf Kapazitäten Dritter zurückgreift (Eignungsleihe), sind die vorstehenden Angaben und Erklärungen auch von diesen vorzulegen. Der Bewerber muss folgende Mindestanforderungen erfüllen, um nicht vom Verfahren ausgeschlossen zu werden: Der durchschnittliche Mindestumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren muss mindestens 1,0 Mio. EUR netto betragen. Detaillierte Informationen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Es müssen mindestens zwei wertbare Projektreferenzen über vergleichbare und erbrachte Planungsleistungen mit mind. folgenden Parametern (kumulativ) nachgewiesen werden: - Bau einer mind. 110 kV-Erdkabeltrasse - mind. eine Referenz beinhaltet den Bau einer geschlossenen Querung - mindestens eine Referenz beinhaltet die Erbringung der Ausführungsplanung (in Anlehnung an HOAI-LPH 5) - mindestens eine Referenz beinhaltet die Erbringung der Bauüberwachung (in Anlehnung an HOAI-LPH 8) - Trassenlänge größer 3 km - Abschluss der Planungsleistung nicht vor dem 01.01.2016 (maßgeblich ist die Abnahme der Bauleistung) - Mindestbausumme (Projektkosten) von mind. 7,5 Mio. EUR netto. Detaillierte Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Angaben zu Mitarbeiterzahlen in den Jahren 2024, 2025 und 2026 (aktueller Stand), mit jeweiliger Angabe der Gesamtanzahl der Beschäftigten (davon Partner/Geschäftsführer; davon Architekt/Ingenieur) im Formblatt Teilnahmeantrag (Anlage 1). Soweit der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft auf Kapazitäten Dritter zurückgreift (Eignungsleihe), sind die vorstehenden Angaben und Erklärungen auch von diesen vorzulegen. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist müssen mindestens 5 fest angestellte Mitarbeiter mit der Qualifikation Architekt oder Ingenieurbeschäftigt werden (einschließlich Führungsebene/Partner). Detaillierte Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.