Das Gebäudemanagement der Stadt Mönchengladbach (gmmg) errichtet auf einem unbebauten Grundstück südlich der Stadtmitte von Mönchengladbach, in unmittelbarer Nähe zum Hochschulcampus und zum Grenzlandstadion, nördlich der Breite Straße, einen Neubau für eine Gesamtschule für eine 6-zügige Sekundarstufe I und eine 3-zügige Sekundarstufe II. Das Projekt umfasst ein Schulgebäude, welches in zwei Bauabschnitten realisiert wird. Gegenstand dieser Ausschreibungen sind die Erstellung von Baugrube und Verbau sowie Tiefgründung und Wasserhaltung einschl. Planungsleistungen für den 1. Bauabschnitt auf Basis einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Die Bauleistungen sind im Zeitraum vom 30.10.2026 bis zum 19.07.2027 auszuführen. Die Wasserhaltung ist bis voraussichtlich März 2028 vorzuhalten.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Erstellung von Baugrube und Verbau sowie Tiefgründung und Wasserhaltung einschl. Planungsleistungen (insbesondere Lph. 5) für den 1. Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme. Die Baugrube für die Gebäude des 1. Bauabschnitts ist entsprechend der geplanten Höhenstaffelung der Untergeschosse mit zwei unterschiedlichen Aushubsohlen auszuführen. Der tieferliegende Bereich der Baugrube wird mittels einer überschnittenen Bohrpfahlwand als Dichtwand hergestellt. Es ist eine Einbindung der überschnittenen Bohrpfahlwand in die tertiären Feinsande vorgesehen. Das Grundwasser steht in gespannter Form unter Deckschicht an. Zur Druckentspannung wird das Wasser innerhalb der technisch wasserdichten Baugrube bis in die Terrassenablagerungen abgesenkt (Entspannungswasserhaltung). Der höherliegende Bereich ist als geböschte Baugrube mit offener Grundwasserhaltung konzipiert. Aufgrund der anstehenden Bodenverhältnisse und den zu erwartenden Setzungen ist die Ausführung einer Tiefgründung mit Ortbetonbohrpfählen notwendig, die zeitversetzt zur Herstellung der Baugrube auszuführen ist. Ziel der anzubietenden und - im Auftragsfalle - auszuführenden Leistungen ist die vollständige Erstellung der Baugrube einschl. Bohrpfahlwänden als dichter Trog, Tiefgründung und die Wasserhaltung während der Bauzeit.
Bewertet wird der Angebotspreis für die ausgeschriebenen Leistungen.
Bewertet wird ein mit dem Angebot vorzulegendes Realisierungskonzept einschl. Ausführungsterminplan, Grobkonzept zur Baustelleneinrichtung und Konzept zur internen Projektstruktur des Bieters.
Bewertet wird die Qualifikation / Erfahrung des im Auftragsfall eingesetzten Schlüsselpersonals (Gesamtprojektleitung, Schlüsselperson Spezialtiefbau / Verbau und Tiefengründung, Schlüsselperson aktive Wasserhaltung bzw. Grundwasserabsenkung).
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Westfalen eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 16a EU VOB/A.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB
Mit dem Angebot einzureichen sind Angaben zum Netto-Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen Mindestanforderung: Für den Zeitraum der letzten 3 Geschäftsjahre ist ein Gesamtumsatz von im Durchschnitt mind. 10 Mio. EUR netto nachzuweisen.
Mit dem Angebot einzureichen ist eine Eigenerklärung über die Bereitschaft zum Abschluss a) einer projektbezogenen Betriebs- und Bau-Haftpflichtversicherung mit Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von jeweils mind. 10 Mio. EUR, zweifach maximiert, b) einer projektbezogene Planungshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme für Planungsschäden (Personen-, Sach- und Vermögensschäden infolge von Planungsfehlern) in Höhe von mind. 10 Mio. EUR je Schadensfall, welche insbesondere folgende Risiken erfasst: - Fehler in der Ausführungsplanung Baugrube, Verbau und Tiefgründung (LPH 5); - Fehler im BIM-Modell einschließlich IFC-Übergabedaten; - Planungsfehler bei der Ausführungsplanung für die Wasserhaltung; c) einer projektbezogenen Umwelthaftpflichtversicherung und Umweltschadensversicherung (USV) mit einer Deckungssumme von mind. 10 Mio. EUR je Schadensfall, welche folgende Risiken abdecken: - Gewässerschäden durch Einleitung von Bauwasser oder sonstigen Stoffen in die Alte Niers oder Grundwasservorkommen; - Bodenkontamination und sonstige Umweltschäden im Sinne des Umweltschadensgesetzes (USchadG) und des Umwelthaftungsgesetzes (UmweltHG); - graduelle Umwelteinwirkungen durch den Baubetrieb.
MIt dem Angebot einzureichen sind Angaben über die Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023 - 2025) jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal; Mindestanforderung: In den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren muss die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten jeweils mindestens 20 Personen betragen haben.
Mit dem Angebot einzureichen sind Angaben zu seit 2015 erbrachten Leistungen vergleichbarer Art mit Benennung des Auftraggebers nebst Ansprechpartner, des Leistungszeitraums, der Kosten sowie näherer Beschreibung. Mindestanforderungen: Für den Zeitraum ab 01/2015 sind drei Referenzaufträge über vollständig im eigenen Betrieb oder mit Nachunternehmern erbrachte Leistungen nachzuweisen, die mit der zu vergebenden Leistung nach Art und Umfang vergleichbar sind. Das ist jeweils der Fall, wenn im eigenen Betrieb und/oder mit Nachunternehmern Leistungen des Spezialtiefbaus mit Inhalten des Verbaus und Pfahlgründung mit einem Auftragswert in Höhe von jeweils mind. 2.500.000,00 EUR netto erbracht wurden. Die Projekte (Leistungen zur Baugrube) dürfen nicht vor 2015 begonnen sein und müssen bis spätestens zum Ablauf der Angebotsfrist abgeschlossen sein. Mindestens zwei dieser drei Referenzen müssen darüber hinaus jeweils sämtliche folgende Anforderungen erfüllen:- Auftrag umfasste neben Aushub auch einen wasserdichten Verbau von mind. 4.000 m² (Dichtwand im Sinne einer wasserundurchlässigen Bohrpfahlwand),- Auftrag umfasste einen Aushub von mind. 25.000 m³,- Auftrag umfasste neben dem Aushub auch eine Tiefgründung. Weiter müssen die eingereichten Referenzen mit Leistungen des Spezialtiefbaus mit In-halten des Verbaus und Pfahlgründung mit einem Auftragswert in Höhe von jeweils mind. 2.500.000,00 EUR netto zumindest kumulativ folgende Anforderungen erfüllen (jeweils mindestens in einer Referenz): - Auftrag umfasste auch die Ausführungsplanung, - Auftrag wurde mit der Methode BIM realisiert,- Referenzprojekt betraf Baugrube mit Grundwasserbezug bzw. geschlossener Wasserhaltung,- Auftragssumme betrug netto mind. 5 Mio. EUR,- muss in den letzten 5 Jahren abgeschlossen worden sein.
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878.