Die Rheinland Klinikum Neuss GmbH beabsichtigt am Standort Lukaskrankenhaus in Neuss einen viergeschossigen Erweiterungsbau (Untergeschoss zzgl. drei Obergeschosse) zu errichten. Geplant ist die Einrichtung eines "Zentrums für Operative Medizin und Intensivmedizin" sowie eines "Zentrums für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie" zur strukturellen und funktionalen Stärkung des Standorts als Maximalversorger. Das mit öffentlichen Fördermitteln finanzierte Bauvorhaben mit geschätzten Brutto-Baukosten von ca. 107 Mio. EUR (KG 200-500 nach DIN 276) soll bis spätestens Anfang Oktober 2031 fertiggestellt sein. Gegenstand der Vergabe sind sämtliche Grundleistungen und ausgewählte Besondere Leistungen der Leistungsbilder Objektplanung Gebäude und Innenräume, Objektplanung Freianlagen, Fachplanung Technische Ausrüstung, Tragwerksplanung, Verbauplanung, Planung Tiefendrainage (Wasserhaltung), Bauphysik und Planung Betriebsorganisation. Grundlage der weiteren Planung sind die vorliegenden Förderantragsunterlagen. Die Planungsleistungen werden stufenweise beauftragt.
Siehe Ziff. 2.1 sowie die im elektronischen Projektraum bereitgestellte Projekt- und Verfahrensbeschreibung.
Bewertet wird die Berufserfahrung und Erfahrung mit möglichst vergleichbaren Planungsaufgaben (persönliche Referenzlage) folgender Mitglieder des im Auftragsfall vorgesehenen Planungsteams: Projektleitung, Leitung Bauüberwachung, Leitung Fachplanung ELT, Leitung Fachplanung HLS, Leitung medizinische Fachplanung, Leitung Tragwerksplanung.
Bewertet werden die im Auftragsfall vorgesehene Arbeitsweise/Projektabwicklung sowie die Angaben des Bieters zur Einschätzung der besonderen Aufgaben und Lösungsansätze, zur Terminplanung sowie zur örtlichen Präsenz und Erreichbarkeit.
Bewertet wird das voraussichtliche Gesamthonorar für alle auftragsgegenständlichen Leistungen.
Die Auftragsvergabe erfolgt im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach den Bestimmungen der Vergabeverordnung (VgV). Am Auftrag interessierte Unternehmen haben sich anhand eines im elektronischen Projektraum bereitgestellten Bewerbungsbogens um Teilnahme am Verhandlungsverfahren zu bewerben. Bei einer hinreichenden Anzahl geeigneter Bewerber werden mind. 3 und höchstens 5 Bewerber/ Bewerbergemeinschaften mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe am Verhandlungsverfahren beteiligt. Maßgebliches Auswahlkriterium ist die anhand entsprechender Referenzprojekte belegte Erfahrung mit Planungsaufgaben möglichst vergleichbarer Art. Nähere Angaben zur Methodik der Bewerberauswahl enthält eine im elektronischen Projektraum bereitgestellte Projekt- und Verfahrensbeschreibung.
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Rheinland eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/ Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen der Vergabeverordnung (VgV). Bezüglich der Nachforderung von im Teilnahmeantrag oder im (endgültigen) Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 56 Abs. 2 und Abs. 3 VgV.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB
Der Bewerber/ jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft bzw. Eignungsverleiher hat zur Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit mit dem Teilnahmeantrag im Rahmen eines vom Auftraggeber vorgegebenen Bewerbungsbogens Angaben zum Netto-Umsatz in den letzten 3 Kalenderjahren (2023, 2024, 2025) mit Leistungen a) der Objektplanung Gebäude und Innenräume, b) der Fachplanung Technische Ausrüstung (TA) in den Anlagengruppen 1-6 und 8, c) der Fachplanung Technische Ausrüstung in der Anlagengruppe 7, d) der Tragwerksplanung, getrennt nach Jahren zu machen. Mindestanforderungen: Gefordert wird ein durchschnittlicher Netto-Jahresumsatz der letzten drei Jahre mit Leistungen a) der Objektplanung Gebäude und Innenräume von mind. 2.000.000 EUR, b) der TA-Planung AG 1-6 / 8 von mind. 1.000.000 EUR, c) der TA-Planung AG 7 von mind. 300.000 EUR und d) der Tragwerksplanung von mind. 500.000 EUR.
Der Bewerber/ jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat zur Beurteilung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit mit dem Teilnahmeantrag im Rahmen eines vom Auftraggeber vorgegebenen Bewerbungsbogens eine Erklärung zum Bestehen oder zur Bereitschaft zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mindestens 5 Mio. EUR für Personenschäden und 5 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden, dreifach maximiert pro Jahr, abzugeben. Auf gesondertes Verlangen ist die Bestätigung eines Versicherungsgebers zum Bestehen/ zur Bereitschaft zur Bereitstellung eines entsprechenden Versicherungsschutzes vorzulegen.
Der Bewerber/ jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat zur Beurteilung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit mit dem Teilnahmeantrag im Rahmen eines vom Auftraggeber vorgegebenen Bewerbungsbogens zu erklären, dass im Auftragfall je mind. eine Person a) für die Gesamtprojektleitung mit der Berufsqualifikation Architekt oder Ingenieur, für die stellv. Gesamtprojektleitung mit der Berufsqualifikation Architekt oder Ingenieur, für die Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Architekt oder Ingenieur, für die stellv. Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Architekt oder Ingenieur, weiter b) für die Fachplanung TA (AG 1-6 & 8) je mind. eine Person für die Projektleitung mit der Berufsqualifikation Ingenieur, für die stellv. Projektleitung mit der Berufsqualifikation Ingenieur oder Techniker, für die Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Ingenieur, für die stellv. Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Ingenieur oder Techniker, c) für die Fachplanung TA (AG 7 Medizintechnische Planung) je eine Person für die Projektleitung mit der Berufsqualifikation Ingenieur, für die stellv. Projektleitung mit der Berufsqualifikation Ingenieur oder Techniker, für die Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Ingenieur, für die stellv. Bauüberwachung mit der Berufsqualifikation Ingenieur oder Techniker und schließlich für die Tragwerksplanung zwei Personen mit der Berufsqualifikation Ingenieur zur Verfügung stehen.
Der Bewerber/jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft hat zur Beurteilung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit mit dem Teilnahmeantrag im Rahmen eines vom Auftraggeber vorgegebenen Bewerbungsbogens Angaben zu in den letzten zehn Jahren erbrachten Leistungen möglichst vergleichbarer Art zu machen. Mindestanforderungen: 1) Für Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume i.S.d. § 34 HOAI müssen Referenzen nachgewiesen werden, welche jeweils sämtliche folgende Kriterien erfüllen: a) Leistungserbringung erfolgte innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Stichtag 31.03.2026, wobei mindestens die LPH 3 vollständig abgeschlossen ist, b) Referenz umfasst einen Erweiterungsbau bzw. Neubau oder eine Kernsanierung eines Hochbauprojekts, c) Referenz mit Baukosten der KG 300+400 von mind. 15.000.000 EUR (brutto). Mit den eingereichten Referenzen müssen weiterhin folgende Mindestkriterien erfüllt werden: Mind. 1 Referenz wurde für einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht. Mind. 1 Referenz umfasst einen 40 % Anteil der KG 400 an den Baukosten (KG 300+400). Mind. 1 Referenz mit Baukosten KG 300+400 von mind. 60.000.000 EUR (brutto). 2) Für Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI der Anlagengruppen 1-6 und 8 müssen Referenzen nachgewiesen werden, welche jeweils sämtliche folgende Kriterien erfüllen: a) Leistungserbringung erfolgte innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Stichtag 31.03.2026, wobei mindestens die LPH 3 vollständig abgeschlossen ist, b) Referenz umfasst einen Erweiterungsbau bzw. Neubau oder eine Kernsanierung eines Hochbauprojekts, c) Die Fachplanung TA erfolgte für mind. 3 Anlagengruppen der AG 1-6 & 8 in den Leistungsphasen 2-5 nach HOAI. 3) Für Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI der Anlagengruppe 7 müssen Referenzen nachgewiesen werden, welche jeweils sämtliche folgende Kriterien erfüllen: a) Leistungserbringung erfolgte innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Stichtag 31.03.2026, wobei mindestens die LPH 3 vollständig abgeschlossen ist, b) Referenz umfasst einen Erweiterungsbau bzw. Neubau oder eine Kernsanierung eines Hochbauprojekts, c) Referenz mit Baukosten der KG 470 / KG 620 von mind. 2.000.000 EUR (brutto). Mit den eingereichten Referenzen müssen weiterhin folgende Mindestkriterien erfüllt werden: Mind. 1 Referenz wurde für einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht. Mind. 1 Referenz mit Baukosten KG 470 / KG 620 von mind. 8.000.000 EUR (brutto). 4) Für Leistungen der Tragwerksplanug gem. § 51 HOAI g müssen Referenzen nachgewiesen werden, welche jeweils sämtliche folgende Kriterien erfüllen: a) Leistungserbringung erfolgte innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Stichtag 31.03.2026, wobei mindestens die LPH 3-5 vom vorgesehenen Büro erbracht wurde. b) Referenz umfasst einen Erweiterungsbau bzw. Neubau oder eine Kernsanierung eines Hochbauprojekts. Mit den eingereichten Referenzen müssen weiterhin folgende Mindestkriterien erfüllt werden: Mind. 1 Referenz wurde für einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 99 GWB erbracht. Mind. 1 Referenz mit Baukosten KG 300+400 von mind. 60.000.000 EUR (brutto).
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabesetz NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878.