Der Unterhaltungsverband Schunter beabsichtigt die Renaturierung der Schunter zwischen Heiligendorf und Flechtorf. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Leistungsphasen 1-9 auf Grundlage der HOAI 2021. Über die Grundleistungen der HOAI 2021 Leistungsphasen 1-9 hinaus sind zusätzliche/besondere Leistungen zu erbringen.
Die Schunter wird auf einer Länge von rund 4,1 km renaturiert und wieder erlebbar gemacht. Hierzu sollen Varianten eines Laufverlegungs- bzw. eigendynamischen Entwicklungskonzepts sowie die Wiederanbindung eines Totarms bei Heiligendorf geprüft werden.Durch die Renaturierungsmaßnahmen werden die Wiederherstellung der biologisch ökologischen Durchgängigkeit und die Verbesserung der Gewässergüte angestrebt, um einen guten ökologischen Zustand bzw. ein gutes ökologisches Potenzial zu erreichen. Maßnahmen wie die Neupflanzung standorttypischer Gehölze, die Aufweitung der Uferbereiche und der Einbau einer Niedrigwasserrinne sollen gezielt zur Verbesserung der Gewässerstruktur beitragen. Ergänzend ist die Herstellung einer Überlaufschwelle zur Schaffung von Rückhaltevolumen und zur Verbesserung der Wasserqualität vorgesehen.
Betroffen ist der Fluss Schunter zwischen 38444 Heiligendorf und 38165 Flechtorf auf einer Länge von insgesamt 4,1 km
Mit dem Angebot ist ein Durchführungskonzept mit einer detaillierten Aufgaben-/ Leistungsbeschreibung mit direktem Bezug auf den vorliegenden Projektzeitraum einzureichen. Die Vergabestelle prüft in erster Linie anhand des Durchführungskonzeptes die Qualität und die Zweckmäßigkeit der angebotenen Leistung. Im Durchführungskonzept ist die Herangehensweise der Leistungserbringung darzulegen.
Das Honorar für die Erbringung der Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9, nach § 39 und § 43 der HOAI, soll auf Grundlage der vorgegebenen Grundleistungen und besonderen Leistungen angeboten werden. Für die Honorierung von Nebenkosten, die bei der Erbringung der angefragten Leistungen anfallen, ist vom Bieter ein konkretes Angebot zu unterbreiten.
Insbesondere ist es Ziel des Verhandlungsgespräches, folgende Kriterien abzuprüfen:- Das Verständnis der Funktion des Planers im Rahmen der anstehenden Aufgabe - Die Herangehensweise an das Projekt
Der Auftraggeber beabsichtigt, das Vergabeverfahren als europaweites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß §§ 14 Abs. 3, 17 und 74 VgV durchzuführen. In der ersten Angebotsstufe werden bis zu drei geeignete Bewerber auf Grundlage der in der EU-Auftragsbekanntmachung festgelegten Kriterien zur Angebotsabgabe aufgefordert. Nach Auswertung der Angebote nach den Zuschlagskriterien erfolgt die Einladung zur zweiten Angebotsstufe mit Verhandlungsgesprächen über die Erstangebote. Etwaige Änderungen der Vergabeunterlagen werden den Bietern bekanntgegeben, die daraufhin ein überarbeitetes finales Angebot vorlegen. Der Zuschlag wird auf das gemäß den Zuschlagskriterien wirtschaftlichste Angebot erteilt.
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YYUMCXT
Die Fristen des § 160 Abs. 3 Ziff. 1-4 GWB sind zu beachten. Danach ist ein Nachprüfungs-antrag unzulässig, soweit1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich (d.h. innerhalb von 10 Kalendertagen) gerügt hat,2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Der Auftraggeber behält sich vor, Bewerber oder Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen (insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise) fristgebunden nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen. Die Unterlagen sind vom Bewerber oder Bieter nach Aufforderung durch den Auftraggeber innerhalb einer angemessenen, nach dem Kalender bestimmten Frist vorzulegen. Der Auftraggeber behält sich vor, Bewerber oder Bieter vom Verfahren auszuschließen, die auf einmalige Nachforderung innerhalb der Frist keine oder nur unvollständige Unterlagen nachreichen.
Alle erforderliche formale Angabe und Erklärungensind als Anlagen in den Beschaffungsunterlagen verfügbar. Nachfolgende Erklärungen und Unterlagen sind vom Bieter / jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft vorzulegen:- Auszug (nicht älter als 1 Jahr) aus dem Gesellschaftsregister (für jur. Personen), Nachweis der Mitgliedschaft in einer Ingenieur- oder Architektenkammer (für natürliche Personen)- Firmen- und mitarbeiterbezogene Auskünfte - Erklärung, dass keine Ausschlussgründe vorliegen . - Weitere Erklärungen Alternativ hierzu kann eine aktuelle Bescheinigung einer Präqualifikation, die nicht älter als 1 Jahr ist, vorgelegt werden, welche die abgeforderten Anforderungen vollständig erfüllt. Die Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens soll als Organigramm dargestellt werden. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft hat mit dem Teilnahmeantrag eine Eigenerklärung über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung im Auftragsfall mit Deckungssummenfür Personenschäden: 2.000.000 EUR und für Vermögens- und Sachschäden: 300.000 EUR vorzulegen. Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Gesamtleistung aller Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres mindestens das Zweifache der je Versicherungsfall vereinbarten Deckungssumme beträgt. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Gemittelter jährlicher Gesamtumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Nettobauvolumen (KG 500) der drei abgefragten Kompetenzbereiche in den letzten acht abgeschlossenen Geschäftsjahren (EUR). Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Qualitätsmanagement. Beschreibung des internen Systems oder Zertifizierung. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Jährliches Mittel der vom Bewerber in den letzten drei Jahren Beschäftigten Ingenieure in den abgefragten Kompetenzbereichen. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Qualifikation des für die Dienstleistungen vorgesehenen Führungspersonals (Projektleiter/ PL und vorgesehener stellvertretender Projektleiter/ stv. PL), Referenzen und Berufserfahrung in den abgefragten Kompetenzbereichen. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Qualifikation des für die Dienstleistungen vorgesehenen Projektpersonals (Projektbearbeiter/ PB bzw. das für die Dienstleistungen vorgesehene Projektteam). Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Vergleichbare Planungsleistungen im Bereich der Renaturierung von Fließgewässern. Bitte beachten Sie die Angaben in den Vergabeunterlagen für weitere Details.
Bedingungen für die Auftragsdurchführung folgen insbesondere aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz Niedersachsen. Die Erfüllung aller in den Vergabeunterlagen angegebenen Mindestanforderungen und formalen Kriterien ist ebenfalls von Relevanz.