Das Zentrum für Experimentelle Tierhaltung (ZET) des UKJ ist derzeit über mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt. Das ZET soll künftig im Forschungszentrum Lobeda (FZL) im Gebäude F4 (Bauteil 6430 Ebene 20) zusammengeführt werden.Zudem beinhaltet das Standortkonzept die Idee einer Fusionierung der Nager-Tierhaltungen zweier Institutionen (UKJ und FSU) zu einer gemeinsamen Versuchstierhaltung am Standort FZL / F4.Damit sollen die aktuellen tierschutzrechtlichen Anforderungen effizient und nachhaltig ver-folgt und Nutzeranforderungen, soweit wie möglich umgesetzt werden.Voraussetzung für die Neustrukturierung des Zentrums Experimentelle Tierhaltung (ZET) am Standort in Jena-Lobeda ist eine entsprechende planerische Vorbereitung und bauliche Um-setzung der Sanierung der Ebene 20 im Gebäude F4.Gegenstand des Vergabeverfahren ist die Generalplanung für diese Leistung.
Am UKJ werden Tierversuche zum Verständnis komplexer Zusammenhänge im Körper als Grundlagenforschung oder translationale Forschung eingesetzt. Vor der Durchführung von Tierversuchen erfolgt stets eine Prüfung, ob Alternativmethoden verfügbar sind, mit denen das wissenschaftliche Forschungsziel auch erreicht werden kann. An jeder Einrichtung, an der Versuchstiere gehalten werden, sind Tierschutzbeauftragte bestellt.
Eine Reihe von weitreichenden Ereignissen in der jüngsten Vergangenheit haben das Bild vom Arbeiten in einer Tierexperimentellen Anlage wesentlich verändert. Dazu zählen nicht nur Veränderungen im Tierschutz oder der stetig größer werdende Einsatz von Ersatzmetho-den zu Tierversuchen, sondern auch der immer sicherere Gebrauch von Kryo-Technologien, die Vorratshaltungen an transgenen Nagern weniger notwendig werden lassen. Darüber hin-aus wird stetig daran gearbeitet, Verbesserungsmöglichkeiten im Hinblick auf Ressourcen- und Energieeinsparungen bei allen Wirtschaftswegen innerhalb einer Versuchstierhaltung zu finden. Trotzdem bleiben tierexperimentelle Einrichtungen ein wichtiger Punkt im Rahmen von präklinischer und klinischer Forschung.Sanierung und Umbau Ebene 20 im Gebäude F4 waren bereits Gegenstand einer im Jahr 2022 vergebenen Generalplanungsleistung. Die dafür erbrachten Leistungen liegen bis zur abgeschlossenen Leistungsphase 2 vor.Die Zentralisierung der Tierhaltung war dabei nicht Gegenstand der seinerzeitigen Aufgabenstellung. Es wurde ein abschnittsweiser Umbau in mehreren Bauabschnitten ohne vollständi-ge Auslagerung geplant.
Im Zuge von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Änderungen der gesetzlichen Vorgaben zur Tierhaltung hat sich der Auftraggeber zur Zentralisierung der Nager-Tierhaltung und zur temporären Auslagerung des Tierbestandes entschieden. Damit besteht Baufreiheit auf der gesamten Ebene und die Sanierung des gesamten Bereichs kann in einem Zuge erfolgenDer bisherige Auftragnehmer steht dafür nicht mehr zur Verfügung.Die aktuelle Vorstellung seitens des Nutzers sieht dabei zur Neustrukturierung eine weitestgehende Beibehaltung der vorhandenen Raumgeometrie und Nutzungsarten (Büro, Labor, Tierhaltung, etc.) vor. Eine entsprechende Raum- und Funktionsbeschreibung wurde nutzerseits erstellt. Diese ist im Rahmen der Vorplanung zu prüfen und planerisch umzusetzen.Für das Projekt sollen die Planungsleistungen durch ein Generalplanungsteam vollumfänglich erbracht und koordiniert werden. Sanierung und Umbau Ebene 20 im Gebäude F4 waren bereits Gegenstand einer im Jahr 2022 vergebenen Generalplanungsleistung mit abweichender Aufgabenstellung. Die dafür er-brachten Leistungen liegen bis zur abgeschlossenen Leistungsphase 2 vor.Die Leistung wird in drei Leistungsstufen unterteilt und jede Leistungsstufe separat abgerufen, die Leis-tungsstufe 1 mit Bezuschlagung. Der Auftraggeber wird durch den Geschäftsbereich Neubau, mit einem Projektleiter, ohne externe Projektsteuerung, vertreten.
Die Leistung wird in drei Leistungsstufen unterteilt und jede Leistungsstufe separat abgerufen, die Leis-tungsstufe 1 mit Bezuschlagung.
Honorar
Projektorganisation / Projektteam
Vorgehen/Terminkonzept/Präsentation
Verkürzung der Angebotsfrist nach Einholung der Zustimmung im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs - Angebotserstellung ohne besondere Anfordung bzgl. Erstellung von Konzepten oder Lösungsvorschlägen
Statthafte Rechtsbehelfe sind gemäß §§ 155 ff. GWB die Rüge sowie der Antrag aufEinleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor der zuständigen Vergabekammer. Eine Rüge ist an die in Ziffer 1.1)genannte Vergabestelle zu richten. Die zuständige Stelle für ein Nachprüfungsverfahren ist in Ziffer Vl.4.1) genannt.Statthafter Rechtsbehelf ist gemäß §§ 155 ff. GWB der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens vor derzuständigen Vergabekammer (Ziff. Vl.4.1 )). Der Antrag ist unzulässig, soweit: 1. der Antragsteller den Verstoß gegenVergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat, 2.Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf derin der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügtwerden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens biszum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber demAuftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rügenicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Nach Ermessen des AG unter Berücksichtigung der Vergabegrundsätze
Nachweis über Generalplanungsleistungen für ein Neubau- oder Sanierungsvorhaben im Krankenhausbau oder Laborbau mit Baukosten (KG 200-600) >= 10,0 Mio. EUR im Zeitraum der letzten 5 Jahre vor Bekanntmachung
Nachweis über Planungsleistungen der beteiligten Objekt- und Fachplaner für Umbau und Sanierung in Gebäuden bei laufendem Betrieb im Zeitraum 5 Jahre vor Bekanntmachung
Nachweis über Planungsleistungen über mindestens 3 Leistungsphasen der HOAI des beteiligten Objektplaners und Fachplaners TGA für Projekte der Tierhaltung im wissenschaftlichen Bereich im Zeitraum 8 Jahre vor Bekanntmachung
Nachweis über abgeschlossene Planungsleistungen über mindestens 3 Leistungsphasen der HOAI des beteiligten Objektplaners und Fachplaners TGA für Projekte mit biologischen oder gentechnischen Sicherheitsstufen im Zeitraum 5 Jahre vor Bekanntmachung
Projektleiter und Stellvertretung mit mehr als 5 Jahren Berufserfahrung in der Projektleitung und jeweils einer Referenz Projektleitung als Generalplaner
Eigenerklärung zum Vorliegen / Nachweis einer bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung, aus der hervorgeht, dass die auftragsspezifischen Risiken abgedeckt sind und Bestätigung, dass ggf. eine Anpassung im Ergebnis der Verhandlungen erfolgt.
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB; § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG bzw. Verfehlungen im Rahmen der Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur Sozialversicherung vorliegen;Eigenerklärung zu EU-Sanktionspaket - RUS-SanktionenVerbot von Auftragserteilungen an russische Unternehmen
Eine Bewerber-/Bietergemeinschaft hat mit ihrem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder abzugeben,- in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist,- in der alle Mitglieder aufgeführt sind und der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist,- dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und- dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.
Nachweis über die Berechtigung des vorgesehenen Entwurfsverfassers gemäß § 67 ThürBO