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Verfahrensangaben

Erneuerung und Erweiterung Wasserwerk Halle-Beesen | Vergabe von Generalunternehme...

VO: VOB Vergabeart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb Status: Veröffentlicht

Fristen

Fristen
18.05.2026
25.05.2026 14:00 Uhr
04.06.2026

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH
HRB 32649
Bornknechtstraße 5
06108
Halle (Saale)
Deutschland
DEE02
schulze@was2b.de
0345-5811065

Angaben zum Auftraggeber

Von einer Kommunalbehörde kontrolliertes oder finanziertes öffentliches Unternehmen
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Forvis Mazars Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
DE813670660
10557
Berlin
Deutschland
DE300
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Sachsen-Anhalt beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
t:03455141536
Ernst-Kamieth-Straße 2
06112
Halle (Saale)
Deutschland
DEE02
vergabekammer@lvwa.sachsen-anhalt.de
0345 514-1529
0345 514-1115

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Bauleistung

CPV-Codes

45252126-7
45252120-5
45247270-3
45240000-1
45210000-2
45262700-8
45231300-8
45232150-8
45231100-6
45231110-9
45232400-6
45232431-2
45311000-0
45317000-2
45314000-1
45314300-4
31600000-2
45331000-6
45330000-9
42912300-5
42912310-8
42912330-4
42912340-7
42912350-0
42122000-0
45223200-8
45261000-4
45261215-4
45421100-5
45432100-5
45442100-8
45342000-6
45350000-5
45351000-2
45315500-3
45315600-4
45262320-0
45259900-6
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH (Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH (nachfolgend "WWB" oder "Auftraggeberin") wurde am 23. Februar 2023 als gemeinsame Initiative der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) und der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FEO) gegründet und am 11. April 2023 im Handelsregister eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Ertüchtigung, der Besitz und der Betrieb des Wasserwerks Halle-Beesen sowie weiterer wasserwirtschaftlicher Anlagen. Die WWB verfolgt das Ziel, das seit Dezember 2007 als Reserve befindliche Wasserwerk Halle-Beesen als Spitzenlastwasserwerk zu reaktivieren und damit die Trinkwasserversorgung für Halle (Saale) und angrenzende Versorgungsgebiete langfristig zu sichern und zu stärken.
Das Wasserwerk Halle-Beesen wurde zwischen 1987 und 1993 errichtet und war bis zur Stilllegung in das Versorgungssystem der Region eingebunden. Die Reaktivierung als Spitzenlastwasserwerk ist Teil eines umfassenden wasserwirtschaftlichen Zukunftskonzepts für Sachsen-Anhalt und dient insbesondere der Absicherung industrieller Mehrbedarfe sowie der Bewältigung von Versorgungsspitzen in Trocken- und Hitzeperioden. Das aufbereitete Wasser wird nach Fertigstellung über das Netz der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH bereitgestellt und kommt damit weiten Teilen des Versorgungsgebiets in Sachsen-Anhalt zugute. Die geplante Reinwasserproduktion beträgt bis zu 20.000 m³ pro Tag. Rohwassergrundlage ist Uferfiltrat der Saale und der Weißen Elster; die Aufbereitung erfolgt nach dem Mehrbarrierenprinzip unter Einsatz moderner Membrantechnologie.
Die baulichen und anlagentechnischen Voraussetzungen für die nunmehr ausgeschriebenen Hauptmaßnahmen wurden im Rahmen von vorbereitenden Maßnahmen, die die Auftraggeberin in einem gesonderten, im offenen Verfahren nach § 3a EU VOB/A durchgeführten Vergabeverfahren ausgeschrieben hat und die parallel zur Vorbereitung der vorliegenden Ausschreibung begonnen wurden bzw. werden. Diese vorbereitenden Maßnahmen umfassen drei Lose: Los 1 (Demontage- und Abbrucharbeiten in Bestandsgebäuden und Außenanlagen), Los 2 (Umbau des ehemaligen Werkstattgebäudes zum Umkehrosmosegebäude einschließlich Abbruch-, Demontage- und Rohbauarbeiten) sowie Los 3 (Errichtung der neuen primären Stromverteilung als Ersatz für die im Zuge von Los 1 rückzubauende Trafostation). Die vorbereitenden Maßnahmen schaffen die baulichen, anlagentechnischen und energieversorgungsseitigen Grundlagen für die Ausführung der nunmehr ausgeschriebenen Generalunternehmerleistungen.
Im Rahmen der Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen führt die Auftraggeberin ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 3a EU Abs. 2 VOB/A zur Vergabe von Bauleistungen durch. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung sämtlicher Leistungen der Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen in der Funktion als Generalunternehmer, einschließlich Planung, Beschaffung, Errichtung und Inbetriebnahme aller erforderlichen baulichen, verfahrenstechnischen, elektrotechnischen und leittechnischen Anlagenteile.
Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Gewährung von Fördermitteln. Da der Fördermittelbescheid zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht vorliegt, behält sich die Auftraggeberin das Recht vor, die Ausschreibung aufzuheben, sofern die erforderlichen Fördermittel nicht bewilligt werden oder aus sonstigen wirtschaftlichen Gründen von einer Vergabe abgesehen werden muss. Ein Anspruch auf Aufwandserstattung besteht in diesem Fall nicht.
Die detaillierten Anforderungen und Leistungsbeschreibungen sind den jeweiligen Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Gegenstand des Auftrags ist die Erbringung sämtlicher Leistungen und Arbeiten für die Modernisierung, Sanierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen als Spitzenlastwasserwerk, einschließlich der Ergänzung um eine Enthärtungsanlage auf Basis von Umkehrosmose, als Generalunternehmer. Der Auftragnehmer trägt die Gesamtverantwortung für Planung, Beschaffung, Bauausführung und Inbetriebnahme und schuldet die gebrauchsfertige Gesamtleistung. Die Maßnahme umfasst die Wiederinbetriebnahme des seit November 2007 stillgelegten Wasserwerks durch Umnutzung bestehender Gebäude, den Neubau eines Reinwasserbehälters sowie die Installation vollständig neuer Anlagentechnik in den Bauwerken Rohwasserpumpwerk, Sandfiltration, UF/AK/CaCO3, Umkehrosmosegebäude, Reinwasserbehälter, Spülwasserbehandlung und Abwasserpumpwerk.
Der Leistungsumfang umfasst unter anderem:
- Planung und Engineering: Ausführungsplanung auf Basis der vorliegenden Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie Werk-, Montage- und Detailplanung für alle Anlagenteile und Gewerke, einschließlich der für die Programmierung durch den Anlagenbauer erforderlichen Steuerungsbeschreibungen und Prozessdokumentationen.
- Verfahrenstechnische Ausrüstung: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der vollständigen Anlagentechnik, einschließlich Ultrafiltrationsstufe, Aktivkohlestufe, Calciumcarbonat-Stufe, Umkehrosmoseanlage, Spülwasserbehandlung und Rohwasserpumpwerk, jeweils einschließlich der zugehörigen Behälter, Pumpen, Armaturen und Dosierkomponenten.
- Rohrleitungsbau und Leitungstiefbau: Sämtliche Rohrleitungsarbeiten innerhalb der Gebäude, Druckrohrleitungen zwischen den Gebäuden, Entwässerungskanalarbeiten, Schmutzwasserpumpwerk sowie Kabelverlegung und Leerrohrtrassen im Außenbereich.
- Elektro-, EMSR- und Leittechnik einschließlich IT-Sicherheit: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Elektro-, EMSR- und Leittechnik, einschließlich Mittel- und Niederspannungsversorgung, Notstromversorgung (Netzersatzanlage als Containerlösung), unterbrechungsfreier Stromversorgung für verfahrenskritische Verbraucher, Automatisierung, SPS-Struktur, HMI sowie redundanter Fernwirk- und Leittechnikanbindung. Die Anforderungen nach BSI-IT-Grundschutz, IEC 62443, EU-NIS2 sowie B3S Wasser sind einzuhalten.
- Heizung, Lüftung und Sanitär: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der HLS- und RLT-Anlagen in allen betroffenen Bauwerken.
- Metallbau und Stahlbau: Lieferung, Fertigung und Montage von Gitterrostpodesten, Treppen, Geländern, Leitern, Kranbahnen, Stützkonstruktionen sowie Tragwerken für Rohrleitungen und Anlagenteile.
- Ausbaugewerke: Dach- und Fassadenarbeiten, Blitzschutz, Photovoltaik, Türen und Fenster (einschließlich Brand- und Rauchschutztüren), Putz-, Maler-, Estrich- und Bodenbelagsarbeiten in allen betroffenen Bauwerken.
- Außenanlagen: Rückbau- und Demontageleistungen, Erdarbeiten, Entwässerung sowie Einfriedungsarbeiten einschließlich Tore und Zaunanlage.
- Inbetriebnahme und Probebetrieb: Hygienische Erstinbetriebnahme nach DVGW W 291 einschließlich Desinfektionskonzept und bakteriologischer Untersuchungen, Durchführung des Probebetriebs sowie Koordination der behördlichen Abnahmen durch Gesundheitsamt und Wasserbehörde.
- Standortspezifische Anforderungen: Einhaltung aller Auflagen aufgrund der Lage des Vorhabens in der Trinkwasserschutzzone III, einschließlich der Benennung eines verantwortlichen, weisungsbefugten Ansprechpartners für wasserwirtschaftliche Belange und der Einhaltung der einschlägigen Anforderungen der AwSV.
Die vorstehende zusammenfassende Darstellung ist nicht abschließend. Nebenleistungen sind grundsätzlich mit umfasst. Maßgeblich für den Leistungsumfang sind die Leistungsbeschreibungen und die sonstigen Vergabeunterlagen in ihrer jeweils geltenden Fassung.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn / Ende
04.01.2027
05.07.2030
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Bornknechtsstraße 8
06108
Halle (Saale)
Deutschland
DEE02

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
Preis

Grundlage der Preisbewertung ist die Angebotssumme (netto) des vollständig bepreisten Leistungsverzeichnisses. Die Preise sind netto in Euro anzugeben. Das Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält die volle Punktzahl von 100 Punkten.

Die Bewertung der übrigen Angebote erfolgt nach folgender Formel:

Punkte = ((niedrigster Angebotspreis)/(Angebotspreis des Bieters)) x 100

Gewichtung
70,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Konzept zur Leistungserbringung

Konzept zur Leistungserbringung (100 Punkte)
Der Bieter hat mit dem Angebot ein Konzept zur Leistungserbringung vorzulegen (Formblatt 2.3). Das mit dem Angebot eingereichte Konzept zur Leistungserbringung wird im Zuschlagsfall Bestandteil des Vertrages. Die darin enthaltenen Angaben zur Baustellenorganisation, zum Bauablauf, zur Projektorganisation und zur Leistungserbringung im Übrigen sind für den Auftragnehmer verbindlich und begründen eigenständige vertragliche Leistungspflichten. Weicht die tatsächliche Leistungserbringung von den im Konzept gemachten Angaben ab, berechtigt dies die Auftraggeberin zur Geltendmachung der ihr nach Vertrag und Gesetz zustehenden Rechte. Änderungen gegenüber dem eingereichten Konzept bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftraggeberin.
Das Konzept ist in vier Unterkriterien zu gliedern. Ablaufpläne (Balkenplan), Organigramme sowie Schnittstellenübersichten sind als Anlagen beizufügen. Diese Anlagen zählen nicht zum maximalen Seitenumfang von insgesamt 20 DIN-A4-Seiten. Anlagen sind eindeutig zu kennzeichnen und im Konzept klar zu referenzieren. Konzeptteile, die den vorgegebenen Seitenumfang überschreiten, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.

Gewichtung
20,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Schlüsselpersonal

Der Bieter hat mit dem Angebot für die nachfolgend genannten Schlüsselpersonen den Personalbogen (Formblatt 3.03) vollständig ausgefüllt einzureichen. Die benannten Personen sind im Auftragsfall verbindlich einzusetzen; ein Austausch bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftraggeberin und setzt voraus, dass die Ersatzperson die Anforderungen dieses Kriteriums mindestens in gleicher Weise erfüllt. Angaben, die nicht durch den Personalfragebogen belegt sind, bleiben bei der Bewertung unberücksichtigt.

Gewichtung
10,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu KMU

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb

Angaben zum Verfahren

Die Leistung wird im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb und vorheriger Auftragsbekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union gemäß § 3a EU Abs. 2 VOB/A vergeben. Das Verfahren ist zweistufig angelegt: In der ersten Stufe (Teilnahmewettbewerb) prüft die Auftraggeberin die Eignung der Bewerber anhand der in Ziffer 5 der Ausschreibungsbedingungen genannten Eignungskriterien und wählt aus den geeigneten Bewerbern gemäß den dort genannten Auswahlkriterien mindestens drei und maximal fünf Bewerber zur Abgabe eines Erstangebots aus. In der zweiten Stufe (Angebots- und Verhandlungsphase) werden die ausgewählten Bewerber zur Abgabe eines Erstangebots aufgefordert. Anschließend werden Verhandlungsgespräche mit einem oder mehreren Bietern geführt und anschließend ein finales Angebot angefordert. Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt

Angaben zur elektronischen Auktion

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Zulässig
Auftragsunterlagen

Sprache der Auftragsunterlagen

Deutsch
Sonstiges / Weitere Angaben

Kommunikationskanal


https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YWLMAVU

Einlegung von Rechtsbehelfen

Interessierte Unternehmen und Bieter, die der Auffassung sind, in ihren Rechten nach § 97 Abs. 6 GWB verletzt zu sein, können sich an die zuständige Vergabekammer wenden:
Vergabekammer Sachsen-Anhalt
beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Straße 2
06112 Halle (Saale)
Telefon: 0345 514-0
Telefax: 0345 514-1115
E-Mail: vergabekammer@lvwa.sachsen-anhalt.de

Etwaige Verfahrensrügen sind eindeutig als solche zu kennzeichnen und an die Vergabestelle zu richten. Auf die Rügepflichten nach § 160 Abs. 3 GWB sowie auf die Rechtsbehelfsfrist des § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB wird ausdrücklich hingewiesen: Ein Antrag auf Nachprüfung ist unzulässig, soweit nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind.

§ 160 GWB lautet:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Weitere Angaben

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Anwendbarkeit der Verordnung zu drittstaatlichen Subventionen

Zusätzliche Informationen

Teilnahmeanträge

Anforderungen an Angebote / Teilnahmeanträge

Übermittlung der Angebote / Teilnahmeanträge

Anforderungen an die Form bei elektronischer Übermittlung

Sprache(n), in der (denen) Angebote / Teilnahmeanträge eingereicht werden können

Deutsch

Varianten / Alternativangebote

Elektronische Kataloge

Nicht zulässig

Mehrere Angebote pro Bieter

Nicht zulässig
Verwaltungsangaben

Nachforderung

Eine Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.

Der Teilnahmeantrag muss vollständig sein; die Möglichkeit zu einer Nachforderung von Unterlagen bleibt unberührt.

Bedingungen

Ausschlussgründe

Ort der Angabe der Ausschlussgründe

Auswahl der Ausschlussgründe

Die Auftraggeberin weist darauf hin, dass Unternehmen nach den gesetzlichen Bestimmungen von der Teilnahme am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden können oder müssen, sofern die Voraussetzungen der §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Die Einzelheiten zu den zwingenden und fakultativen Ausschlussgründen entnehmen Sie bitte den folgenden Rechtsquellen:

https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__123.html
https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__124.html

Begrenzung der Bieter

Begrenzung der Bieter

3
5
Teilnahmebedingungen

Eignungskriterien / Ausschreibungsbedingungen

Eignungskriterium

Finanzkennzahlen

- Umsatzerklärung: Der Bewerber gibt seinen Gesamtjahresumsatz (netto) sowie seinen Jahresumsatz aus vergleichbaren Aufträgen für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre an. Der durchschnittliche Gesamtjahresumsatz muss in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mindestens EUR 50,0 Mio. betragen.
Der Jahresumsatz aus vergleichbaren Aufträgen ist gesondert anzugeben. Als vergleichbar gelten Aufträge, die die Errichtung, Reaktivierung, Ertüchtigung oder wesentliche Sanierung von Anlagen der Wasserwirtschaft oder vergleichbarer technischer Infrastruktur (z.B. Energie-, Chemie-, Pharma-, Lebensmittel- oder Industrieanlagen) zum Gegenstand haben, unabhängig davon, ob die Leistung als General-, Totalunternehmer oder als eigenständiges Fachlos erbracht wurde. Die Vergleichbarkeit setzt voraus, dass der Auftrag hinsichtlich Komplexität, Gewerkevielfalt, Schnittstellenkoordination und technischer Anforderungen - insbesondere in den Bereichen EMSR/Automatisierung, Verfahrenstechnik sowie Qualitäts- und Hygieneanforderungen - mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar ist.
Die Angaben sind im Formblatt 2.2 zu machen. Die Auftraggeberin behält sich vor, geeignete Belege (z.B. Jahresabschlüsse oder Umsatzbescheinigungen eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters) anzufordern.
- Betriebshaftpflichtversicherung: Der Bewerber hat mit dem Teilnahmeantrag durch Eigenerklärung zu bestätigen, dass er über eine ausreichende Betriebs- und Umwelthaftpflichtversicherung verfügt oder diese im Auftragsfall unverzüglich abschließen wird. Die Versicherung muss für die gesamte Dauer der Ausführungsfrist bestehen und folgende Mindestdeckungssummen aufweisen:
Schadensart Mindestdeckungssumme je Schadensfall
Personenschäden 10.000.000 Euro
Sachschäden 10.000.000 Euro
Umwelthaftpflichtschäden (einschließlich Gewässer- und Bodenverunreinigung) 5.000.000 Euro
Umweltschäden (gemäß USchadG) 5.000.000 Euro
Vermögensschäden 2.000.000 Euro
Sämtliche Deckungssummen unterliegen einer mindestens zweifachen Jahresmaximierung.
Besteht zum Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags bereits eine entsprechende Versicherung, ist dem Teilnahmeantrag ein gültiger Versicherungsnachweis beizufügen. Besteht eine entsprechende Versicherung zum Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags noch nicht, hat der Bewerber auf gesondertes Verlangen der Auftraggeberin und noch vor Zuschlagserteilung einen verbindlichen Nachweis über den Abschluss einer vertragsgemäßen Versicherung vorzulegen. Die Vorlage des Versicherungsnachweises ist Voraussetzung für die Zuschlagserteilung. Ein Zuschlag wird nicht erteilt, solange der geforderte Nachweis nicht vorliegt.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Rangfolge
1

Eignungskriterium

Eintragung in das Handelsregister

5.1 Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung / Ausschlussgründe
- Handelsregisterauszug: Der Bewerber legt seinem Teilnahmeantrag einen aktuellen Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister bei, soweit eine Eintragung nach Maßgabe der jeweiligen Rechtsvorschriften erforderlich ist. Ausländische Bewerber legen eine gleichwertige Bescheinigung der zuständigen Behörde ihres Herkunftslandes vor. Der Auszug darf zum Zeitpunkt der Einreichung des Teilnahmeantrags nicht älter als sechs Monate sein.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Eignungskriterium

Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen

- Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (§§ 123, 124 GWB): Der Bewerber erklärt, dass keiner der in §§ 123 und 124 GWB genannten zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe auf ihn zutrifft. Sofern ein Ausschlussgrund vorliegt, ist dieser im Formblatt 2.4 vollständig und detailliert anzugeben.
- Eigenerklärung zu MiLoG / SchwarzArbG / AEntG: Der Bewerber erklärt, dass weder er noch eine für ihn gesetzlich oder satzungsgemäß vertretungsberechtigte Person in den letzten zwei Jahren mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten, einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist (§ 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 Abs. 1 SchwarzArbG, § 21 Abs. 1 AEntG).
- Tariftreue und Entgeltgleichheit: Der Bewerber hat durch Eigenerklärung die Einhaltung der Vorgaben des Tariftreue- und Vergabegesetzes Sachsen-Anhalt (TVergG LSA) hinsichtlich Tariftreue und Entgeltgleichheit zu bestätigen (Formblatt 2.4).
- Russlandsanktionen: Der Bewerber hat durch Eigenerklärung die Einhaltung der EU-Sanktionsregelungen gegenüber Russland gemäß den einschlägigen EU-Verordnungen zu bestätigen (Formblatt 2.7).

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Arbeiten

- Referenzen: Der Bewerber weist seine technische und berufliche Leistungsfähigkeit durch Angabe von mindestens drei Referenzen nach, die jeweils die nachfolgend gesondert beschriebenen Mindestanforderungen erfüllen und innerhalb der letzten acht abgeschlossenen Geschäftsjahre erbracht wurden. Die Darstellungen der Referenzen müssen folgende Mindestangaben enthalten:
- Bezeichnung und kurze Beschreibung des Projekts (Art und Umfang der Leistung, eigene Funktion)
- Auftraggeber (Name, Anschrift und Kontaktdaten zur Nachprüfbarkeit)
- Auftragswert (netto; bei Bewerbergemeinschaften oder Nachunternehmereinsatz: eigener Leistungsanteil gesondert ausgewiesen)
- Leistungszeitraum (Beginn und Abschluss)
- Zuordnung der Referenz zu Referenz 1, 2 und/oder 3
Die Referenzen sind unter Verwendung des Formblatts 2.3 einzureichen. Die Auftraggeberin behält sich vor, beim jeweiligen Auftraggeber der Referenz Rückfragen zur Leistungserbringung zu stellen; die Bewerber haben sicherzustellen, dass die angegebenen Kontaktdaten aktuell und für Rückfragen erreichbar sind.
Referenz 1 - Wasserwirtschaft / technische Infrastruktur
Der Bewerber benennt mindestens eine Referenz, die folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
- Gegenstand war die Errichtung, Reaktivierung oder wesentliche Ertüchtigung einer Anlage der Wasserwirtschaft oder vergleichbarer komplexer Anlagen mit Verfahrenstechnik (z. B. komplexe industrielle Anlagen der chemischen Industrie oder des produzierenden Gewerbes mit einem hohen Automatisierungsgrad)
- Der Auftrag umfasste mindestens drei der folgenden Leistungsbereiche: Bau- und Rohbauarbeiten, Verfahrenstechnik / maschinelle Ausrüstung, Elektro- und EMSR-Technik, Rohrleitungsbau, Verkabelung, Inbetriebnahme
- Netto-Auftragswert: mindestens EUR 5,0 Mio.
- Erbracht innerhalb der letzten acht abgeschlossenen Geschäftsjahre
Referenz 2 - Bauen im Bestand
Der Bewerber benennt mindestens eine Referenz, die folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
- Gegenstand war die Sanierung, Modernisierung, Umnutzung oder Reaktivierung einer bestehenden technischen Anlage oder eines bestehenden Gebäudekomplexes, bei der die Bauausführung durch den Bestand wesentlich geprägt war (z. B. Bauen im/am Bestandsbauwerk, Arbeiten bei beengten Platzverhältnissen, Bauen unter laufendem oder teilweisem Betrieb oder in unmittelbarer räumlicher Nähe zu betriebenen Anlagenteilen)
- Die Referenz erfüllt mindestens zwei der folgenden Merkmale:
- Eingriffe in die tragende Gebäudebestandteile (z. B. Durchbrüche, Verstärkungen, Anpassungen von Tragwerk oder Gründung);
- Integration neuer Anlagen- oder Gebäudetechnik in Bestandsstrukturen (z. B. Einbau oder Erneuerung von Verfahrenstechnik, maschineller Ausrüstung, Rohrleitungen, Elektro/EMSR in bestehende Gebäu-de, Schächte oder Trassen) einschließlich Schnittstellenmanagement;
- Rückbau oder Demontage im Bestand mit Schnittstellen zu Neubau oder Neuinstallation (z. B. Demontage vorhandener Ausrüstung, selektiver Abbruch) einschließlich Koordination der Bauablaufphasen
- Provisorien, Umschlüsse oder Bauphasen zur Aufrechterhaltung von Funktionen (z. B. Medienversorgung, Entwässerung, Teilbetrieb) einschließlich abgestimmter Umschluss- und Inbetriebnahmeschritte;
- Umgang mit unvollständigen oder abweichenden Bestandsunterlagen und unbekannten Bestandssituationen (z. B. Leitungsfunde, Abweichungen von Plänen, verdeckte Schäden) einschließlich nachvoll-ziehbarer Dokumentation und Nachtrags- oder Claimsteuerung.
- Netto-Auftragswert der Gesamtmaßnahme: mindestens EUR 5,0 Mio.
- Erbracht innerhalb der letzten acht abgeschlossenen Geschäftsjahre
Referenz 3 - Generalunternehmer- / Totalunternehmerleistung
Der Bewerber benennt mindestens eine Referenz, die folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
- Gegenstand war die Errichtung, Reaktivierung oder wesentliche Ertüchtigung einer Anlage der der Wasserwirtschaft oder vergleichbarer komplexer Anlagen mit Verfahrenstechnik (z. B. komplexe industrielle Anlagen der chemischen Industrie oder des produzierenden Gewerbes mit einem hohen Automatisierungsgrad)
- Die Leistung wurde in der Funktion als Generalunternehmer, Totalunternehmer oder in einer funktional vergleichbaren Rolle mit Gesamtverantwortung für Planung, Beschaffung und Ausführung erbracht
- Netto-Auftragswert: mindestens EUR 10,0 Mio.
- Erbracht innerhalb der letzten acht abgeschlossenen Geschäftsjahre
Eine Referenz kann gleichzeitig die Anforderungen von Referenz 1 und Referenz 3 erfüllen, sofern sie beide Anforderungsprofile kumulativ erfüllt. Referenz 2 (Bauen im Bestand) muss stets durch ein eigenständiges Projekt belegt werden, das von dem für Referenz 1 und/oder Referenz 3 benannten Projekt verschieden ist. Es sind insgesamt mindestens zwei voneinander verschiedene Projekte zu benennen.

Zusatzreferenzen für die Bewerberauswahl (Auswahlkriterium 1):
Der Bewerber kann über die drei Pflicht-Referenzen hinaus bis zu vier weitere Referenzen einreichen, die die Anforderungen der Referenz 3 (Generalunternehmer-/Totalunternehmerleistung) kumulativ erfüllen. Diese Zusatzreferenzen sind im Formblatt 2.3 ausdrücklich als "Zusatzreferenz gemäß Auswahlkriterium 1" zu kennzeichnen. Es gelten dieselben Mindestangaben wie für die Pflicht-Referenzen. Referenzen, die nicht ausdrücklich als Zusatzreferenz gekennzeichnet sind, werden bei der Auswahlwertung nicht berücksichtigt.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Gewichtung (Punkte, genau)
20,00

Finanzierung

Rechtsform des Bieters

Bedingungen für den Auftrag

Bedingungen für den Auftrag

Angaben zu geschützten Beschäftigungsverhältnissen

Nein

Angaben zur reservierten Teilnahme

Angaben zur beruflichen Qualifikation

Erforderlich für das Angebot

Angaben zur Sicherheitsüberprüfung