Das LOS 31 "Bautechnik" beinhaltet im Wesentlichen die Detailplanung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der bautechnischen Komponenten, die bei
der Erweiterung der Gasaufbereitung um einen Raseneisenerzfilter und bei der Erneuerung der Gasverwertung (BHKW-Anlage) der Kläranlage Osnabrück-Eversburg anfallen.
Für die bautechnischen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen ist es erforderlich die beiden Bestandsbauwerke der
Standorte A und B für die neue Installation vorzubereiten. Diese Vorbereitung beinhalt im Wesentlichen Abbrucharbeiten von Fundamenten im Außenbereich (z. B. Rückkühler, Abgasschornstein) und
im Innenbereich (BHKW-Fundament), Oberflächen- und Pflasterarbeiten sowie die Herstellung und oder den Verschluss von Kernbohrungen und Wandöffnungen.
Weiterhin sind Oberflächen und Pflasterarbeiten im Bereich des neuen Raseneisenerzfilters durchzuführen
sowie den Anfahrschutz des Filters herzustellen. Die für den Anschluss des Filter erforderlichen Kernbohrungen und Wandöffnungen in zwei Bestandsgebäuden sowie ein Rohrgraben sind ebenfalls herzustellen.
Gasaufbereitung:
Die bestehende Gasaufbereitung erfolgt über zwei bestehende Aktivkohlefilter im Bauwerk
[Nr. 19.5] Gasfilter soll mit einen neuen Raseneisenerzfilter (Filtervolumen: 10 m³) im Außenbereich vor dem Gebäude [Nr. 19.3] Gasverteiler
ergänzt werden. Der neue Filter wird in einem Sicherheitsabstand von ? 6 m zum [Nr. 19.2] Gasspeicher aufgestellt und über Rammschutzpoller
zur Betriebsstraße hin geschützt. Der Raseneisenerzfilter wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem vorgelagerten Bauabschnitt.
Gasverwertung:
Das Konzept zur Verwertung von Faulgas und zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie auf der Kläranlage mittels vier BHKW-Module bleibt bestehen.
Die neuen BHKW-Module werden analog zum Bestand für den Betrieb mit Klär-/Faulgas und Erdgas ausgerüstet und an das jeweilige Netz angeschlossen. Die elektrische Anund Einbindung sowie Steuerung der BHKW-Module werden ebenfalls analog zum Bestand ausgeführt.
Am Standort B (Faulung), [Nr. 20B] BHKW-Gebäude B, werden die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel)
durch zwei neue BHKW-Module (je ca. 333 kWel) ersetzt. Analog zum Bestand erfolgt eine getrennte Aufstellung
der Abgaswärmetauscher außerhalb der Module. Die beiden bestehenden Abgasschornsteine am Treppenturm
der Faulung bleiben bestehen. Die gemeinsame Abluftführung der Module im Gebäudeinneren wird künftig getrennt ausgeführt.
Die drei Doppelflügeltore des Standorts werden vollständig erneuert.
Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf
der Gebäuderückseite ersetzt. Das Bestandsfundament ist zurückzubauen und durch zwei neue Fundamente mit angepasster Pflasterfläche zu ersetzen. Für zuführende
Leitung und die Abluftführung sind Wandöffnungen und Kernbohrungen herzustellen. Zusätzliche bauliche Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen im Kellergeschoss des Maschinengebäudes werden im Rahmen der Erneuerung der Gasverwertung wieder in Betrieb
genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Am Standort A (Betriebszentrale), [Nr. 20A] BHKW-Gebäude A, werden ebenfalls die bestehenden beiden BHKW-Module (je 250 kWel) durch zwei neue BHKW-Module
(je ca. 333 kWel) ersetzt. Die Aufstellung der Abgaswärmetauscher erfolgt getrennt außerhalb der Module. Der bestehende und altersbedingt abgängige 13 m
hohe Abgasschornstein mit zwei innenliegenden Abgaszügen auf der nordwestlichen Gebäuderückseite wird durch einen neuen 20 m hohen Abgasschornstein mit zwei
innenliegenden Abgaszügen auf der nordöstlichen Gebäudeseite ersetzt. Das Fundament des alten Abgasschornsteins wird durch LOS 31 zurückgebaut. Der
neue Abgasschornstein wird mit Pfählen gegründet. Die Gründung erfolgt in einem vorgelagerten Bauabschnitt.
Der alte und der neue BHKW-Abgasschornstein wird durch LOS 32 zurückgebaut bzw. errichtet.
Die vorhandenen Gemischnotkühler (vertikale Aufstellung) werden durch leitungsstärkere und geräuschärmere Aggregate (horizontale Aufstellung) auf
der Gebäuderückseite ersetzt. Das Bestandsfundament ist zurückzubauen und durch ein neues Fundament mit angepasster Pflasterfläche zu ersetzen. Zusätzliche
bauliche Schallschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Die beiden stillgelegten Frisch- und Altölanlagen im Erdgeschoss des BHKW-Gebäudes werden wieder in Betrieb genommen und in die BHKW-Anlagensteuerung eingebunden.
Bauablauf:
Der Bauablauf erfolgt im Wesentlichen in folgenden
Schritten:
1. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort B
2. Schritt: Erneuerung der BHKW-Module an Standort A
Neubau Raseneisenerzfilter
Parallel erfolgt die Ausführung von LOS 32
"Maschinentechnik" und LOS 33 EMSR-Technik"