Die München Klinik gGmbH (MÜK) beabsichtigt die Realisierung eines dreiteiligen Gebäudekomplexes (Neubau Elternhaus, Wirtschaftshof mit Logistiktunnel und ein Split-Level-Parkhaus) auf dem Gelände des Klinikums Schwabing (Baufeld Haus 77).
Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind die vollumfänglichen Leistungen der Fachplanung Brandschutz gemäß AHO-Heft Nr. 17 (Leistungen für den bauordnungsrechtlichen Brandschutz).
Zu den wesentlichen Leistungskomponenten gehören:
- Erstellung des Brandschutzkonzeptes (LPH 1-4): Erarbeitung des genehmigungsfähigen Brandschutzkonzeptes (Textteil und Pläne) für alle drei Objektteile unter Berücksichtigung des Sonderbautenstatus.
- Schnittstellenbewertung Bestandstunnel "Hades": Brandschutztechnische Bewertung und Sicherung des Tunnelabschnitts sowie Aufrechterhaltung der Flucht- und Rettungswege während aller Rückbau- und Bauphasen.
- Ausführungsbegleitende Brandschutzplanung (LPH 5): Qualitätssichernde Prüfung der Ausführungs- und Werkplanung des Objektplaners sowie der Fachplaner auf Übereinstimmung mit dem Brandschutzkonzept.
- Werkvertragliche Erstellung der Brandfallsteuermatrix: Definition und Ausarbeitung der vollständigen objektkonkreten Wirk-Leistungs-Beziehungen aller Sicherheits- und Brandschutzanlagen.
- Besondere Zusatzleistung (Campus-Optimierung): Ganzheitliche, kritische Bestandsanalyse aller bestehenden Feuerwehraufstellflächen und Feuerwehrzufahrten auf dem gesamten Campus der München Klinik Schwabing mit dem Ziel der bauordnungsrechtlichen Reduzierung auf das notwendige Minimum in Abstimmung mit der Branddirektion München.
Die Übergabe aller Planungsleistungen und die Fortschreibung der Brandschutzpläne erfolgt im standardisierten, zweidimensionalen CAD-Datenformat (DWG und PDF). Die Koordination erfolgt über klassische zweidimensionale Schnittstellen mit den bereits beauftragten Fachplanern.
Aufgrund extrem stringenter Bindungsfristen mit einer finanzierenden Stiftung ist ein sofortiger Leistungsbeginn im Juli 2026 nach Zuschlagserteilung zwingend erforderlich. Die Bereitstellung erster brandschutztechnischer Zwischenergebnisse (Vorabzug) für die parallel arbeitenden Fachplaner muss innerhalb von 4 Wochen nach Beauftragung garantiert werden.