Der Auftraggeber beabsichtigt den Neubau der Paul-Gerhardt-Schule in Dülmen. Es handelt sich um eine 3-zügige Grundschule mit Sporthalle. Die Gebäude sollen auf der Grundlage einer teilfunktionalen Leistungsbeschreibung bevorzugt in Fertigteil- bzw. Modulbauweise errichtet werden. Die Gründung und Teilunterkellerung wird in WU-Betonbauweise hergestellt. Oberirdische Baukörper (oberhalb Sockelzone) können alternativ auch in Abstimmung mit der Bauaufsicht und unter Einhaltung der brandschutztechnischen Bestimmungen Holzrahmenbauweise errichtet werden.
Für das Vorhaben liegen bereits ein Entwurf und ein Brandschutzkonzept vor. Auch eine Bauvoranfrage wurde bereits gestellt. In der Sache liegt ein positiver Vorbescheid vor, das Bauvorhaben ist genehmigungsfähig gemäß § 77 i.V.m. § 74 Abs. 1 BauO NRW.Gegenstand des Auftrags sind neben den Bauleistungen für die schlüsselfertige und betriebsbereite Errichtung des Vorhabens auch alle noch erforderlichen Planungsleistungen, um die planerischen Vorarbeiten aus dem Entwurf weiterzuentwickeln, der mit den beteiligten Behörden und Abteilungen der Stadt Dülmen, den politischen Vertretern sowie dem Gestaltungsbeirat abgestimmt wurde. Das Vorhaben ist auf einem vom Auftraggeber festgelegten Grundstück an der Merfelder Straße in Dülmen zu errichten.Das Nähere regelt die Leistungsbeschreibung.
Bewertet wird ein vom Bieter einzureichendes Gebäudekonzept mit Blick auf die Nähe zu dem bereits vorliegenden und mit den Vergabeunterlagen bereitgestellten abgestimmten Entwurf. Das Kriterium umfasst die Unterkriterien "Äußere Gestaltung (insb. Fassadengestaltung, Freiraumgestaltung, Vermeidung ästhetischer Beeinträchtigung durch Anordnung von technischen Anlagen)" 5%, "Attraktivität der Nutzflächen (insb. Innenraumgestaltung und Farbkonzept)" 5% und Funktionalität (insb. innere Erschließung, Raumanordnung und Raumzuschnitt) 7,5%. Näheres ist in der bereitgestellten Vergabeunterlage "A3 Zuschlagsmatrix" geregelt.
Bewertet wird ein vom Bieter einzureichendes Baustellen-Logistikkonzept im Hinblick auf eine Minimierung von Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs und des Betriebs der umliegenden Einrichtungen des Auftraggebers. Näheres ist in der bereitgestellten Vergabeunterlage "A3 Zuschlagsmatrix" geregelt.
Bewertet wird ein vom Bieter einzureichendes Nachhaltigkeitskonzept im Hinblick auf die erwartbare Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Reduzierung von Treibhausgasen über die Nutzungsdauer. Näheres ist in der bereitgestellten Vergabeunterlage "A3 Zuschlagsmatrix" geregelt.
Bewertet wird ein vom Bieter einzureichender Angebotsterminplan, und zwar auf Schlüssigkeit des dargestellten terminlichen Projektablaufs mit Blick auf die Einhaltung der in der Leistungsbeschreibung festgelegten Terminziele. Näheres ist in der bereitgestellten Vergabeunterlage "A3 Zuschlagsmatrix" geregelt.
Der Angebotspreis wird anhand einer Formel bewertet, die der bereitgestellten Vergabeunterlage "A3 Zuschlagsmatrix" zu entnehmen ist.
Die dargestellte Vertragslaufzeit gibt die aktuellen Terminziele des Auftraggebers (Zuschlagserteilung im Vergabeverfahren ca. Anfang Dezember 2026, Fertigstellung des Vorhabens vor den Sommerferien 2029) wieder. Konkrete Vertragstermine werden auf der Grundlage des vom Bieter einzureichenden Angebotsterminplans vereinbart.
Ein zulässiger Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer kann allenfalls bis zur wirksamen Zuschlagserteilung gestellt werden. Eine wirksame Zuschlagserteilung ist erst möglich, wenn der Auftraggeber die unterlegenen Bieter über den Grund der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und den Namen des Bieters, dessen Angebot angenommen werden soll, in Textform informiert hat und seit der Absendung der Information 15 Kalendertage (bei Versand per Telefax oder auf elektronischem Weg: 10 Kalendertage) vergangen sind.Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit - der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergaberechtsvorschriften schon vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat,- Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die aufgrund dieser Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gerügt werden, oder - Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gerügt werden.Teilt der Auftraggeber einem Bewerber oder Bieter mit, dass er einer Rüge nicht abhelfen will, so kann der betroffene Bewerber oder Bieter wegen dieser Rüge nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen zulässigen Nachprüfungsantrag stellen.
1.Zum Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen sind folgende Eigenerklärungen einzureichen:- Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular mit den Teilnahmeunterlagen abrufbar);- Eigenerklärung Russland-Sanktionen (im bereitgestellten Bewerbungsformular enthalten).2.Teilnahmeanträge sind unter Verwendung des vom Auftraggeber bereitgestellten Bewerbungsformulars zu stellen; das Formular ist mit den Vergabeunterlagen abrufbar.3.Rückfragen werden nur über die Vergabeplattform beantwortet. Nur dort registrierte und für das Verfahren freigeschaltete Unternehmen werden über neue Bewerber- bzw. Bieterinformationen unaufgefordert informiert. Eine entsprechende Registrierung und Freischaltung bereits unmittelbar beim Herunterladen der dort abrufbaren Unterlagen wird deshalb dringend empfohlen. Alle nicht registrierten bzw. nicht für das Verfahren freigeschalteten Interessenten sind aufgefordert, regelmäßig den Projektraum dieses Verfahrens auf der genannten Vergabeplattform aufzusuchen, um dort eventuelle Bewerber- bzw. Bieterinformationen abzurufen.
Siehe zu Unterlagen, die nicht nachgefordert werden, die gesetzliche Regelung in § 16a EU VOB/A .
Siehe hierzu die gesetzlichen Regelungen in § 123 GWB
Siehe hierzu die gesetzlichen Regelungen in § 124 GWB
Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Jahren, die folgende Anforderungen erfüllen:a) Gegenstand der Referenz (Bauvorhaben) war der Errichtung eines Gebäudes in modularer oder serieller Bauweise, d.h. unter Verwendung vorgefertigter 2D- oder 3D-Elemente.b) Das Bauvorhaben wurde als Total- oder Generalunternehmer schlüsselfertig realisiert.c) Der Auftragswert (Vergütung des Auftragnehmers) betrug mindestens 10 Mio. EUR ohne MwSt.d) Das Gebäude ist fertiggestellt (d.h. durch den Bauherrn werkvertraglich abgenommen) und diese Fertigstellung lag nicht vor dem 01.07.2021.Mindestens eine benannte Referenz muss alle genannten Anforderungen erfüllen, sonst gilt der Bewerber als ungeeignet.
Durchschnittlicher Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit Bauleistungen (Mindestwert: 20 Mio. EUR)
Anzahl fester leitender technischer Mitarbeiter/-innen (Projekt- und Bauleiter/-innen) im Durchschnitt der Jahre 2023, 2024 und 2025 sowie aktuell.Zur Nachweisführung genügen entsprechende Eigenerklärungen in dem als Teilnahmeunterlage T1 bereitgestellten Bewerbungsformular.
Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen pro Schadenfall von 10 Mio. Euro für Personenschäden und 10 Mio. Euro für Sachschäden. Die genannten Mindestdeckungssummen müssen für alle Versicherungsfälle desselben Versicherungsjahrs mindestens 2-fach zur Verfügung stehen.Es genügt der Nachweis (Versicherungsbestätigung), dass eine entsprechende Versicherung im Auftragsfall abgeschlossen werden kann.
Vertragserfüllungssicherheit in Höhe von 5% der Auftragssumme, nach Abnahme auszutauschen gegen eine Sicherheit für Mängelansprüche in Höhe von 3% der Abrechnungssumme.
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.
Vertragsbedingungen gemäß TVgG NRW.