Die Stiftung Historisches Museum der Pfalz plant eine bauliche Neuordnung ihres Erweiterungsbaus in Speyer. Er entsteht als Teil des Gesamtkomplexes des Historischen Museums der Pfalz mit direktem Anschluss zum denkmalgeschützten Altbau. Dabei wird das obere Geschoss des bestehenden Erweiterungsbaus zurückgebaut, während die beiden unteren Sockelgeschosse erhalten bleiben. Diese bilden die statische Grundlage für den neuen Baukörper. Auf diesen Sockelgeschossen wird ein neuer, vom Bestand optisch und konstruktiv abgesetzter "White Cube" errichtet, der über einem zurückgesetzten Erdgeschoss mit transparenter Glasfuge zu schweben scheint. Diese architektonische Setzung führt zu spezifischen Anforderungen an das Tragwerk, insbesondere hinsichtlich Auskragung, Lastabtragung und Rückverankerung. Teile des bestehenden Untergeschosses (Weiße Wanne) bleiben erhalten und sollen für die neue Nutzung aktiviert werden. Die neue Tragstruktur ist so auszubilden, dass zusätzliche Lasten kontrolliert auf den Bestand abgetragen werden können, ohne eine Erweiterung der Gründung erforderlich zu machen.
Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten (netto) ergeben sich wie folgt:
KG 300 9.624.000 EUR
KG 400 2.502.240 EUR
KG 410 264.660 EUR
KG 420 481.200 EUR
KG 430 481.200 EUR
KG 440 481.200 EUR
KG 450 216.540 EUR
KG 460 168.420 EUR
KG 470 72.180 EUR
KG 480 336.840 EUR
Hinzu kommen Planungskosten, die zum heutigen Stand nicht abschließend beziffert werden können. Es wird geschätzt, dass die Planungskosten ca. 2,4 Mio. netto betragen werden.
Die Leistungen werden in Losen ausgeschrieben:
Los 1 - Tragwerksplanung nach § 49 HOAI,
Los 2 - Planungsleistungen der technischen Ausrüstung HLSK nach § 53 HOAI,
Los 3 - Planungsleistungen der technischen Ausrüstung Elektro nach § 53 HOAI,
Los 4 - Fachplanung des Brandschutzes nach AHO-Heft 17,
Los 5 - Fachplanung der Bauphysik nach Anlage 1.2 HOAI,
Los 6 - Projektsteuerungsleistungen nach AHO-Heft 9 2025
Gegenstand dieser Ausschreibung ist Los 6 - Projektsteuerungsleistungen nach AHO-Heft 9 2025.
Beauftragt werden soll eine Projektsteuerung in Anlehnung an den Grundleistungskatalog nebst der besonderen Leistungen entsprechend dem Leistungsbild der Projektsteuerung Heft 9 AHO 2025.
Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Projektstufen 1 und 2 und anschließend die Projektstufen 3-5 beauftragt werden.
Für weitere Einzelheiten wird auf die Leistungsbeschreibung verwiesen.