Verfahrensangaben

Datenplattform

VO: VgV Vergabeart: Offenes Verfahren Status: Veröffentlicht

Fristen

Fristen
14.07.2026
21.07.2026 12:00 Uhr
21.07.2026 12:01 Uhr

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Technische Universität München
09-1512011-61
80333
München
Deutschland
DE212
norbert.mehlmer@tum.de
00498928913257

Angaben zum Auftraggeber

Obere, mittlere und untere Landesbehörde
Bildung

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Regierung von Oberbayern Vergabekammer Südbayern
09-0318006-60
80534
München
Deutschland
DE212
vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
+49 892176-2411
+49 892176-2847

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Lieferungen

CPV-Codes

48211000-0
48100000-9
72314000-9
72316000-3
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Es soll eine Softwarelösung ("Datenplattform") entwickelt werden, die eine automatisierte und standardisierte Kommunikation zwischen KI-basierten Modellen zur Proteinentwicklung und einem mikrofluidischen Gerätepark ermöglicht. Als mikrofluidische Hardware kommt ein System der Firma Firma Efficient Robotics GmbH zum Einsatz, welches auf Basis bioinformatisch generierter Protein-Designs experimentelle Umsetzungen und Charakterisierungen durchführt. Die Datenplattform dient als zentrale Integrations- und Kommunikationsschicht zwischen den KI-Systemen, der Laborautomatisierung sowie nachgelagerten Analysekomponenten. Sie muss mit der bestehenden Steuerungssoftware des Geräteparks ("Droplet Control Center", DCC) interoperabel sein, um experimentelle Abläufe zu steuern und die dabei entstehenden Mess- und Prozessdaten automatisiert zu erfassen und weiterzuverarbeiten. Darüber hinaus muss die Plattform modellagnostisch ausgelegt sein und die Anbindung unterschiedlicher KI-Modelle zur Generierung von Protein-Designs ermöglichen. Hierzu ist ein einheitlicher, erweiterbarer Kommunikationsstandard zu entwickeln, der sowohl bioinformatische als auch experimentelle Anforderungen konsistent abbildet. Weiterhin ist eine zentrale Datenmanagement- und Speicherkomponente zu integrieren, die die strukturierte, nachvollziehbare und treuhänderisch abgesicherte Speicherung von Daten aus mehreren Experimenten ermöglicht. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass Datenzugriff, Datenverarbeitung und Datenspeicherung unter Wahrung der Datensouveränität, Zweckbindung sowie einer vollständigen Auditierbarkeit erfolgen.Die Schnittstellenarchitektur der Plattform ist gemeinsam mit den Projektpartnern zu definieren und als offener, dokumentierter Standard auszugestalten.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Gegenstand der Beschaffung ist die Entwicklung einer Softwarelösung ("Datenplattform") zur Integration und Orchestrierung von KI-basierten Modellen im Bereich der biotechnologischen Proteinentwicklung sowie eines mikrofluidischen Geräteparks zur experimentellen Umsetzung und Charakterisierung entsprechender Protein-Designs. Die Datenplattform dient als zentrale Kommunikations- und Integrationsschicht zwischen KI-Modellen, Laborautomatisierungssystemen und Analysekomponenten. Hierzu müssen Daten- und Steuerungsinformationen zwischen mehreren technischen Schnittstellen ausgetauscht und verarbeitet werden. Die konkrete Ausgestaltung der Schnittstellenformate erfolgt in Abstimmung mit den beteiligten Projektpartnern unter Berücksichtigung offener und interoperabler Standards. Die Softwarelösung muss die sichere, nachvollziehbare und langfristige Speicherung der im Rahmen der Experimente entstehenden Daten ermöglichen. Hierzu ist eine Datenmanagement- und Speicherarchitektur vorzusehen, die eine strukturierte Ablage, Versionierung sowie den Zugriff auf experimentelle Daten und Metadaten unterstützt. Die Plattform muss flexibel einsetzbar sein und sowohl den Betrieb in lokalen Rechenumgebungen als auch in Cloud-Umgebungen ermöglichen. Die im Projekt eingesetzten Daten entstehen im Wesentlichen durch einen mikrofluidischen Gerätepark, der bioinformatisch erzeugte Protein-Designs experimentell umsetzt und charakterisiert. Die Steuerung des Geräteparks erfolgt über die bestehende Kontrollsoftware "Droplet Control Center" (DCC) der Firma Efficient Robotics GmbH. Die zu entwickelnde Datenplattform muss in der Lage sein, mit dieser Software zu kommunizieren, um Steuerungsinformationen an den Gerätepark zu übermitteln und experimentell erzeugte Daten zu verarbeiten. Darüber hinaus muss die Datenplattform modellagnostisch ausgelegt sein und die Integration verschiedener KI-Modelle zur Generierung von Protein-Designs ermöglichen. Hierzu ist ein standardisierter Kommunikationsmechanismus vorzusehen, der sowohl experimentelle als auch bioinformatische Anforderungen abbildet. Die entsprechenden Schnittstellen sind in Abstimmung mit den Projektpartnern zu spezifizieren. Die Datenplattform muss die Anbindung einer zentralen Datenbank ermöglichen, die die Speicherung, Verwaltung und Auswertung von Daten aus mehreren Experimenten unterstützt. Dabei ist sicherzustellen, dass experimentelle Daten, insbesondere Sequenz- und Aktivitätsdaten einschließlich zugehöriger Metadaten, strukturiert und konsistent gespeichert werden können. Die Plattform muss zudem die Integration externer biotechnologischer Geräte über softwarebasierte Adapter ermöglichen. Hierzu zählen insbesondere Sequenzierplattformen sowie mikrobiologische und fermentative Systeme. Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen zur DCC-Software, die eine Steuerung und Datenerfassung der angebundenen Geräte ermöglichen. Die Schnittstellenarchitektur ist gemeinsam mit den Projektpartnern zu entwickeln, die sowohl den mikrofluidischen Gerätepark als auch die eingesetzten KI-Modelle bereitstellen.
Die detaillierten fachlichen und technischen Anforderungen sind in der Leistungsbeschreibung (Dokument 3_Leistungsbeschreibung) weiter ausgeführt.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Laufzeit in Monaten
17
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
85748
Garching
Deutschland
DE21H

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über nach Punkten gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
Preis

Die Punkteverteilung beim Preis erfolgt folgendermaßen:

Das Angebot mit dem niedrigsten Preis erhält 4 Punkte, ein Angebot mit einem Preis, der beim (min-destens) 2,0-fachen des niedrigsten Preises liegt, erhält 0 Punkte. Ein Angebot mit einem Preis, der zwischen dem 1,0-fachen und 2,0-fachen des niedrigsten Preises liegt, erhält die Punktzahl, die sich aus der linearen Interpolation nach der nachfolgenden Formel mit bis zu drei Stellen nach dem Komma ergibt:

Punktzahl = Höchstpunktzahl x (2 - (angebotener Preis/niedrigster Preis))

Der Auftraggeber schließt den Vertrag mit dem Bieter, dessen Angebot die höchste gewichtete Gesamtpunktzahl (letzte Zeile der vorstehenden Tabelle) erhält.

Gewichtung
3,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Qualifikation der Ansprechperson(en)

Bewertet wird die über die Mindestanforderung hinausgehende einschlägige Berufserfahrung der für die Leistungserbringung vorgesehenen Ansprechperson in den Bereichen

- Softwarearchitektur und Systementwicklung,
- Entwicklung verteilter oder komplexer IT-Systeme,
- Informationssicherheit und Datenschutz,
- Integration heterogener Systeme.

Maßgeblich ist die durchschnittliche einschlägige Berufserfahrung der benannten Ansprechperson(en) über die als Mindestanforderung (siehe Leistungsbeschreibung) geforderten zwölf Monate hinaus.

Die Bewertung erfolgt wie folgt:

0 Punkte: keine über die Mindestanforderung hinausgehende Erfahrung nachgewiesen.
1 Punkt: mehr als 1 Jahr bis einschließlich 3 Jahre zusätzliche Erfahrung.
2 Punkte: mehr als 3 Jahre bis einschließlich 5 Jahre zusätzliche Erfahrung.
3 Punkte: mehr als 5 Jahre bis einschließlich 8 Jahre zusätzliche Erfahrung.
4 Punkte: mehr als 8 Jahre zusätzliche Erfahrung.

Die Wertung erfolgt auf Grundlage der eingereichten anonymisierten Lebensläufe. Berücksichtigt wird nur nachvollziehbar dargestellte Berufserfahrung, die einen Bezug zu den genannten Aufgabenbereichen aufweist.

Gewichtung
3,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Konzept zum treuhänderischen Plattformbetrieb

Vorlage eines strukturierten Konzepts zum treuhänderischen Betrieb der Datenplattform.
Das Konzept muss insbesondere enthalten:

- organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit,
- technische und organisatorische Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten,
- Regelungen zu Zugriffskontrolle, Rollen- und Rechteverwaltung,
- Mechanismen zur Sicherstellung von Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit.

Bewertungsmatrix:

4 Punkte - Sehr gut
Das Konzept beschreibt den treuhänderischen Betrieb der Datenplattform umfassend, schlüssig und nachvollziehbar. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit wird detailliert dargestellt und durch geeignete organisatorische sowie technische Maßnahmen abgesichert. Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten sind konkret, belastbar und in den Betriebsprozessen verankert. Das Rollen- und Berechtigungskonzept ist differenziert, konsistent und berücksichtigt unterschiedliche Nutzergruppen und Anwendungsfälle. Die Mechanismen zur Gewährleistung von Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit sind vollständig beschrieben und ermöglichen eine transparente Überprüfung sämtlicher relevanter Vorgänge. Das Konzept geht erkennbar über übliche Standardlösungen hinaus und lässt eine besonders zuverlässige und vertrauenswürdige Umsetzung erwarten.

3 Punkte - Gut
Das Konzept behandelt alle geforderten Themenbereiche vollständig und nachvollziehbar. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit sowie die Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten werden schlüssig dargestellt. Das Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die vorgesehenen Auditierungs- und Nachvollziehbarkeitsmechanismen sind geeignet, die Anforderungen zu erfüllen. Das Konzept weist lediglich kleinere Schwächen hinsichtlich Detaillierungsgrad oder Nachvollziehbarkeit einzelner Aspekte auf. Insgesamt ist eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu erwarten.

2 Punkte - Befriedigend
Das Konzept adressiert die geforderten Themenbereiche im Wesentlichen, bleibt jedoch in einzelnen Punkten allgemein oder wenig konkret. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit sowie die Maßnahmen zur Zweckbindung von Daten sind grundsätzlich nachvollziehbar dargestellt, lassen jedoch Detailfragen offen. Das Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die beschriebenen Mechanismen zur Auditierung und Nachvollziehbarkeit erscheinen grundsätzlich geeignet, sind jedoch nur teilweise ausgearbeitet. Die Anforderungen werden insgesamt erfüllt, die Praxistauglichkeit einzelner Aspekte ist jedoch nur eingeschränkt belegt.

1 Punkt - Ausreichend
Das Konzept behandelt die geforderten Themen lediglich in Grundzügen. Wesentliche Aussagen bleiben allgemein oder unvollständig. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit, die Sicherstellung der Zweckbindung von Daten, die Zugriffskontrolle oder die Auditierbarkeit werden zwar angesprochen, jedoch nur oberflächlich beschrieben. Die Eignung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Erreichung der Projektziele ist nur eingeschränkt nachvollziehbar.

0 Punkte - Ungenügend
Das Konzept fehlt bzw. geht auf wesentliche Anforderungen nicht ein oder behandelt diese nur unzureichend. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit, die Sicherstellung der Zweckbindung von Daten, die Regelungen zur Zugriffskontrolle oder die Mechanismen zur Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit fehlen ganz oder sind nicht nachvollziehbar beschrieben. Das Konzept lässt keine belastbare Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Bieters zu.

Gewichtung
3,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu KMU

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Offenes Verfahren

Angaben zum Verfahren

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt

Angaben zur elektronischen Auktion

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Zulässig
Auftragsunterlagen

Sprache der Auftragsunterlagen

Deutsch
Sonstiges / Weitere Angaben

Kommunikationskanal


https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YK0M95L

Einlegung von Rechtsbehelfen

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
§ 160 Einleitung, Antrag
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1.
der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4.
mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Anwendbarkeit der Verordnung zu drittstaatlichen Subventionen

Zusätzliche Informationen

Angebote

Anforderungen an Angebote / Teilnahmeanträge

Übermittlung der Angebote / Teilnahmeanträge

Anforderungen an die Form bei elektronischer Übermittlung

Sprache(n), in der (denen) Angebote / Teilnahmeanträge eingereicht werden können

Deutsch
Englisch

Varianten / Alternativangebote

Elektronische Kataloge

Nicht zulässig

Mehrere Angebote pro Bieter

Nicht zulässig
Verwaltungsangaben

Bindefrist

8
Wochen

Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Nachforderung

Eine Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist nicht ausgeschlossen.

Der öffentliche Auftraggeber kann den Bewerber oder Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.

Bedingungen

Ausschlussgründe

Ort der Angabe der Ausschlussgründe

Teilnahmebedingungen

Eignungskriterien / Ausschreibungsbedingungen

Eignungskriterium

Zertifikate von Qualitätskontrollinstituten

Der Bieter muss über nachweisbare Erfahrungen in der Konzeption, Entwicklung und dem Betrieb von IT-Systemen unter Anwendung anerkannter Informationssicherheitsstandards verfügen.
Zum Nachweis hat der Bieter vorzulegen:

mindestens eine (1) Referenz über in den letzten fünf Jahren erfolgreich durchgeführte Projekte, die die Konzeption, Entwicklung oder den Betrieb von IT-Plattformen oder vergleichbaren IT-Systemen zum Gegenstand hatten und bei denen Informationssicherheitsstandards angewendet wurden;
und
mindestens einen der folgenden Nachweise:
- eine gültige Zertifizierung nach ISO/IEC 27001,
- eine gültige Zertifizierung nach BSI IT-Grundschutz,
oder einen gleichwertigen Nachweis über ein implementiertes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) einschließlich dokumentierter Sicherheits- und Auditierungsverfahren.

Die Referenz(en) muss/müssen jeweils mindestens folgende Angaben enthalten:
- Auftraggeber (soweit datenschutzrechtlich zulässig),
- Projektgegenstand,
- Leistungszeitraum,
- Rolle des Bieters,
Beschreibung der eingesetzten Informationssicherheitsmaßnahmen bzw. des angewandten Sicherheitsstandards.

Die Anforderung dient der Prüfung, ob der Bieter über die für einen sicheren und treuhänderischen Plattformbetrieb erforderliche technische und organisatorische Leistungsfähigkeit verfügt.

Eignungskriterium

Muster, Beschreibungen oder Fotos ohne Echtheitszertifikat

Der Bieter muss über nachweisbare Erfahrungen in der Konzeption, Entwicklung und Implementierung modularer, mehrmandantenfähiger digitaler Plattformen verfügen.
Zum Nachweis hat der Bieter mindestens ein (1) Referenzprojekt vorzulegen, das innerhalb der letzten fünf Jahre erfolgreich umgesetzt wurden und mit der ausgeschriebenen Leistung hinsichtlich Komplexität, Architektur und Nutzerstruktur vergleichbar sind.

Die Referenz(en) muss/müssen jeweils mindestens folgende Angaben enthalten:
- Auftraggeber (soweit datenschutzrechtlich zulässig),
- Projektbezeichnung und Projektgegenstand,
- Leistungszeitraum,
- Rolle und Leistungsanteil des Bieters,
- Skizzierung der technischen Architektur.

Von der eingereichten Referenz müssen insgesamt Erfahrungen in den folgenden Bereichen nachgewiesen werden:
- Konzeption oder Umsetzung von Plattform- bzw. Systemarchitekturen mit mehreren voneinander unabhängigen externen Akteuren (Multi-Stakeholder-Systeme),
- Implementierung von Mandantentrennung (Multi-Tenancy) oder vergleichbaren technischen Isolationstechniken,
- Entwicklung und Betrieb skalierbarer API- und Integrationsarchitekturen zur Anbindung externer Systeme,
- Konzeption und Umsetzung von Governance-, Berechtigungs- und Rollenmodellen für Plattformökosysteme.

Die Nachweise dienen der Beurteilung der Fähigkeit des Bieters, eine modulare, skalierbare und mehrmandantenfähige digitale Plattform mit unterschiedlichen Nutzergruppen und Organisationsstrukturen erfolgreich zu konzipieren und umzusetzen.

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen

Erfahrungen mit verteilten Datenplattformen, Datenräumen und föderierten Architekturen

Der Bieter muss über nachweisbare Erfahrungen in der Konzeption, Entwicklung, Implementierung und dem Betrieb verteilter Datenplattformen, Datenräume oder vergleichbarer föderierter IT-Ökosysteme verfügen.

Zum Nachweis hat der Bieter mindestens ein (1) Referenzprojekt vorzulegen, das innerhalb der letzten fünf Jahre erfolgreich umgesetzt oder betrieben wurden und hinsichtlich technischer Komplexität, Nutzerstruktur oder Anwendungsbereich mit dem ausgeschriebenen Vorhaben vergleichbar sind.

Die Referenz(en) muss/müssen jeweils mindestens folgende Angaben enthalten:

- Auftraggeber (soweit datenschutzrechtlich zulässig),
- Projektgegenstand und Projektumfang,
- Leistungszeitraum,
- Rolle und Leistungsanteil des Bieters,
- Beschreibung der technischen Architektur,
- Beschreibung der implementierten Sicherheits-, Zugriffs- und Integrationsmechanismen.

Von den eingereichten Referenzen müssen insgesamt Erfahrungen in den folgenden Bereichen nachgewiesen werden:

- Konzeption, Entwicklung oder Betrieb verteilter Datenplattformen, Datenräume oder vergleichbarer föderierter Architekturen,
- Umsetzung von Architekturen nach Gaia-X-, International-Data-Spaces-(IDS)- oder vergleichbaren Prinzipien,
- Konzeption und Umsetzung von Datenraumkonzepten mit kontrollierter, regelbasierter oder zweckgebundener Datenfreigabe zwischen mehreren unabhängigen Organisationen,
- Implementierung von Identitäts- und Zugriffsmanagementsystemen (IAM) einschließlich Rollen- und Berechtigungskonzepten,
- Umsetzung von Mechanismen zur Protokollierung, Auditierung und Nachvollziehbarkeit von Datenflüssen und Datennutzungen,
- Konzeption und Umsetzung von Interoperabilitäts- und Integrationsarchitekturen zur Anbindung heterogener Systeme, Anwendungen, Geräte oder Datenquellen,
- Entwicklung von Plattform- oder Systemarchitekturen mit mehreren voneinander unabhängigen Akteuren (Multi-Stakeholder-Systeme),
- Umsetzung von Mandantentrennung (Multi-Tenancy) oder vergleichbaren technischen Isolationstechniken,
- Entwicklung und Betrieb skalierbarer API- und Integrationsarchitekturen,
- Konzeption und Umsetzung von Governance-, Rollen- und Berechtigungsmodellen für Plattformökosysteme.

Die Nachweise dienen der Beurteilung der Fähigkeit des Bieters, eine sichere, interoperable, mehrmandantenfähige und föderiert organisierte Datenplattform bzw. einen Datenraum mit kontrollierter Datennutzung und nachvollziehbaren Datenflüssen zu konzipieren, umzusetzen und zu betreiben.

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen

Digitale Prozess- und Systemmodellierung

Der Bieter muss über nachweisbare Erfahrungen in der digitalen Modellierung komplexer Geschäfts-, Forschungs-, Verwaltungs- oder Laborprozesse sowie deren Überführung in technische IT-Systeme verfügen.

Zum Nachweis hat der Bieter mindestens ein (1) Referenzprojekt vorzulegen, das innerhalb der letzten fünf Jahre erfolgreich umgesetzt wurden und hinsichtlich Komplexität, Umfang oder Anwendungsbereich mit dem ausgeschriebenen Vorhaben vergleichbar sind.

Die Referenz(en) muss/müssen jeweils mindestens folgende Angaben enthalten:

- Auftraggeber (soweit datenschutzrechtlich zulässig),
- Bezeichnung und Gegenstand des Projekts,
- Leistungszeitraum,
- Rolle und Leistungsanteil des Bieters,
- Beschreibung der modellierten Prozesse und der daraus abgeleiteten Systemlösung,
- Beschreibung der eingesetzten Methoden und Werkzeuge zur Prozess- und Systemmodellierung.

Von den eingereichten Referenzen müssen insgesamt Erfahrungen in den folgenden Bereichen nachgewiesen werden:

- Anwendung etablierter Methoden zur Prozessmodellierung, insbesondere BPMN oder vergleichbarer Modellierungsstandards,
- Analyse, Strukturierung und Digitalisierung komplexer fachlicher Prozesse,
- Überführung fachlicher Anforderungen in technische Lösungs- und Systemarchitekturen,
- Konzeption oder Umsetzung von IT-Systemen in regulierten, behördlichen, wissenschaftlichen oder vergleichbar anspruchsvollen Umfeldern,
- Gestaltung und Dokumentation von Schnittstellen zwischen fachlichen, technischen und organisatorischen Ebenen,
- Abstimmung und Anforderungsmanagement mit unterschiedlichen Stakeholdergruppen.

Die Nachweise dienen der Beurteilung der Fähigkeit des Bieters, komplexe Geschäfts- und Laborprozesse methodisch zu erfassen, digital abzubilden und in tragfähige technische Systemarchitekturen zu überführen.

Finanzierung

Rechtsform des Bieters

Bedingungen für den Auftrag

Bedingungen für den Auftrag

Der Auftragnehmer hat die Leistung unter Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen und informationssicherheitsrelevanten Anforderungen zu erbringen. Die zu entwickelnde Datenplattform ist so auszugestalten, dass eine sichere, nachvollziehbare und treuhänderische Verwaltung der erzeugten Daten gewährleistet wird. Insbesondere sind Datensouveränität, Zweckbindung, rollenbasierte Zugriffskontrollen sowie die Auditierbarkeit von Datenzugriffen sicherzustellen.
Die Plattform ist offen, interoperabel und dokumentiert umzusetzen. Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle sind in Abstimmung mit den Projektpartnern zu spezifizieren. Der Auftragnehmer hat eine vollständige technische Dokumentation der Systemarchitektur, Schnittstellen, Datenmodelle sowie Betriebs- und Sicherheitskonzepte bereitzustellen.

Angaben zu geschützten Beschäftigungsverhältnissen

Noch nicht bekannt

Angaben zur reservierten Teilnahme

Angaben zur beruflichen Qualifikation

Noch nicht bekannt

Angaben zur Sicherheitsüberprüfung