Verfahrensangaben

Gesamtsanierung BG Klinikum Duisburg - Tragwerksplanung

VO: VgV Vergabeart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb Status: Veröffentlicht

Fristen

Fristen
21.07.2026
28.07.2026 12:00 Uhr
19.08.2026

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

BG Klinikum Duisburg gGmbH
DE254473301
Großenbaumer Allee 250
47249
Duisburg
Deutschland
DEA12
alexander.ruppelt@bg-kliniken.de
+49 162 4240855

Angaben zum Auftraggeber

Von einer Bundesbehörde kontrolliertes oder finanziertes öffentliches Unternehmen
Gesundheit

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister

Adresse

Mehrwert Architektur & Management GmbH
HRB 12152 HL
An der Untertrave 98
23552
Lübeck
Deutschland
DEF03
Verfahrensmanagement
a.hansen@mam-luebeck.de
+49 451-61127303
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammern des Bundes
991-02380-92
Villemombler Straße 76
53123
Bonn
Deutschland
DEA22
vk@bundeskartellamt.de-mail.de
+49 2289499-0
+49 2289499-163

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Dienstleistungen

CPV-Codes

71200000-0
71000000-8
71240000-2
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Das BG Klinikum Duisburg plant die Umsetzung der Gesamtsanierung inkl. Brandschutzsanierung des gesamten Klinikgebäudes am Standort Großenbaumer Allee 250, 47249 Duisburg. Die brandschutztechnische Umsetzung soll auf Basis der bereits erfolgten und genehmigten Entwurfsplanung aus den Jahren 2020/21 erfolgen, unter Berücksichtigung der derzeit bestehenden Baugesetzgebung, des genehmigten Brandschutzkonzepts sowie zur Sicherstellung und Gewährleistung der Schutzziele nach BauO NRW 2018.

Es ist die Zielsetzung, die bereits laufende Brandschutzsanierung mit weiteren erforderlichen technischen, funktionalen und baulichen Maßnahmen zu einer ganzheitlichen Gesamtsanierungsmaßnahme zusammenzuführen. Die geplante Gesamtsanierung mit einer Kernsanierung der Stationen soll folglich mit der Brandschutz-, Strang- und Schadstoffsanierung gebündelt werden und in die derzeit laufenden Maßnahmen übergeordnet eingebunden werden.

Die Realisierung soll in 4 Einzelmaßnahmen, parallel zur laufenden Brandschutzsanierung, mit in sich gegliederten Bauabschnitten erfolgen. Die Fertigstellung aller Maßnahmen ist geplant für 2034.
Der Kostenrahmen für die Bauwerkskosten (Kostengruppen 300 und 400, DIN 276) wird seitens des Klinikums mit ca. 42,7 Mio. Euro brutto prognostiziertr
Inhalt dieser Ausschreibung sind die Planungsleistungen der Tragwerksplanung für die Leistungsphasen 1 - 6 und 8 gem. Anlage 14 zu § 51 der HOAI 2021 für die Realisierung des Bauvorhabens. Detaillierte Hinweise sind der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Gegenstand dieser Beschaffung ist die Planungsleistung Tragwerksplanung (LPH 1 - 6 und 8 gem. Anlage 14 zu § 51 der HOAI 2021) für die bauliche Umsetzung der Gesamtsanierung am BG Klinikum Duisburg, nach der Maßgabe des mit den Verfahrensunterlagen (Angebotsphase) übermittelten Vertragsentwurfs und Leistungsbildes.
Es handelt sich um einen Stufenvertrag.
Stufe 1 - Beauftragung der Leistungsphase 1 - 3 HOAI,
Stufe 2 - Beauftragung der Leistungsphase 4 HOAI,
Stufe 3 - Beauftragung der Leistungsphasen 5- 6 HOAI,
Stufe 4 - Beauftragung der Leistungsphase 8 HOAI
Die Beauftragung der Leistungsphasen 4-6 und 8 HOAI in Teilen oder im Ganzen nach § 51 HOAI behält sich der Auftraggeber vor.

Die Leistungsphasen 2 bis 4 nach HOAI wurden bereits für die brandschutztechnische Gesamtsanierung (alle Geschosse und Bauteile) im Vorfeld erarbeitet. Derzeit befindet sich die brandschutztechnische Sanierung bereits teilweise in der Ausführung. Aufgrund des großen und mit den Jahren gewachsenen Klinikgebäudes ist eine ganzheitliche Ertüchtigung und Sanierung des Gebäudes in einem Zuge aus betrieblicher und organisatorischer Sicht nicht möglich und würde zu massiven betrieblichen Einschränkungen der Patientenversorgung führen. Demnach wurde die erforderliche Maßnahme unter Berücksichtigung der Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes in 4 Einzelmaßnahmen und Bauabschnitte aufgeteilt. An dieser Gliederung der Bauabläufe soll sich die Gesamtsanierung orientieren.
Neben der Brandschutzsanierung werden derzeit weitere Investitionsprojekte wie die Trennung der Allgemeinen und Sicherheitsstromversorgung sowie die Erneuerung der Gebäudeleittechnik umgesetzt. Außerdem wurden im Rahmen bereits laufender brandschutztechnischer Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen erhebliche weitere Defizite im Bestand festgestellt.
Die Gesamtsanierungsmaßnahmen betreffen somit die technische Gebäudeausrüstung, hygienische Anforderungen, brandschutztechnische Mängel, baukonstruktive Defizite, Schadstoffbelastungen sowie funktionale und organisatorische Einschränkungen innerhalb der Stations- und Funktionsbereiche.
Hervorzuheben ist die Kernsanierung der Stationsbereiche einschließlich zugehöriger Nebenfunktionen, zur Sicherstellung eines zukunftsfähigen Klinikbetriebs.

3D BIM soll für alle Infrastrukturprojekte am Standort Duisburg zum Standard werden. Der öffentliche Auftraggeber hat eine 3D BIM Pflicht seit 2021 ausgerufen. Zwischen 2023 und 2027 sollen alle bundesweiten Projekte über 3D BIM abgewickelt werden. Zudem wird das BG Klinikum Duisburg 3D BIM zur Implementierung von CAFM nutzen, für die Terminplanung, das Energiemanagement und die Detailplanung über das Model abwickeln.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Laufzeit in Jahren
8
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Großenbaumer Allee 250
47249
Duisburg
Deutschland
DEA12

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
Honorarangebot

Es ist ein Honorarangebot auf die Leistungen abzugeben. Für die zusammenfassende Darstellung der Kosten ist ein Kostenblatt auszufüllen. Kalkulationsgrundlage ist die Leistungsbeschreibung in den Vergabeunterlagen. Die Wertung erfolgt nach folgenden Kriterien:
- Die Höchstpunktzahl (Beispiel: 100 Punkte) erhält der Bieter, der das niedrigste Angebot insgesamt (netto) abgegeben hat.
- Die Bieter, deren Gesamtpreis für die Leistungen (netto) höher als das des niedrigsten Bieters liegen, werden im Verhältnis ihres Abstandes zum niedrigsten Bieter geringer bewertet. Hier wird geradlinig interpoliert.
- Beispiel: Ein Angebot das 20 % über dem niedrigsten Gesamtpreis (netto) liegt, erhält demnach 80 Punkte.

Gewichtung
40,00

Zuschlagskriterium

Qualität
Projektteam

Die folgenden Punkte sind am Präsentationstag durch das Projektteam persönlich vorzutragen und ggf. bei Rückfragen näher zu erläutern. Zu diesem Zwecke ist eine geeignete Bildschirmpräsentation anzufertigen. Die Wertung erfolgt nach folgenden Kriterien:
Jedes unten genannte Kriterium wird mit maximal 6 und minimal 0 Punkten bewertet, wenn eine im direkten Vergleich zu anderen Bietern unzureichende, unklare, oder nachweislich falsche Erläuterung des Kriteriums erfolgt. Bei der Bewertung innerhalb der Kriterien geht es stets um die Einordnung der Bewertung im Verhältnis aller Mitbietenden untereinander. Nach Bewertung aller Beiträge erhält die höchste Gesamtbewertung über einen Faktor 100 Punkte, äquivalent zur Preiswertung. Die niedriger bewerteten Beiträge werden im Verhältnis ihres Abstandes zum Bieter mit 100 Punkten entsprechend geringer bewertet. Hier wird geradlinig interpoliert.
a) Qualifikation, Erfahrung, Kompetenz und Verantwortlichkeiten des eingesetzten Planungsteams sowie Regelung bei Vertretungen
b) Vorläufige Analyse der Bestandssituation sowie Darstellung der wesentlichen tragwerksplanerischen Herausforderungen und Projektrisiken
c) Darstellung der Koordination und der Einbindung der Leistung anderer am Projekt Beteiligter mit den eigenen Leistungen
d) Darstellung der Vorgehensweise bei der Planung und Bewertung tragwerksrelevanter Eingriffe im Bestand während der abschnittsweisen Sanierung im laufenden Krankenhausbetrieb
e) Einschätzung des Zeitbedarfs für die Leistungsphasen 2-3 HOAI sowie die Phasen 5-7 HOAI für die Einzelmaßnahmen gem. Rahmenterminplan
f) Vortrags- und Präsentationsstil, sowie Methodik, Didaktik und rhetorische Fähigkeiten

Gewichtung
60,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu KMU

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb

Angaben zum Verfahren

Es handelt sich um ein 2- stufiges Verhandlungsverfahren nach § 17 VgV gemäß Abschnitt 6, § 74 VgV. Innerhalb eines Teilnahmewettbewerbs werden maximal 3 Bieter ausgewählt, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Der öffentliche Auftraggeber behält sich gem. § 17 Abs. 11 VgV die Möglichkeit vor, den Auftrag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlung mit den Bietern einzutreten.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt

Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

Entfällt

Angaben zur elektronischen Auktion

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Erforderlich
Auftragsunterlagen

Sprache der Auftragsunterlagen

Deutsch
Sonstiges / Weitere Angaben

Kommunikationskanal


Vergabeportal des DTVP; Kommunikationstool des jeweiligen Projektraums.
Bietende / Bewerbende werden mittels E-Mail-Nachricht unterrichtet, dass eine Nachricht hinterlegt wurde.

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YHHMKEA

Einlegung von Rechtsbehelfen

Möchte ein Unternehmen einen Verstoß gegen Vergabevorschriften geltend machen, so hat es diese innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen ab Kenntnis gegenüber der Auftraggeberin zu rügen. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die auf Grund der Bekanntmachung oder erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zu Angebotsabgabe der Auftraggeberin gegenüber gerügt werden.

Teilt die Auftraggeberin dem Unternehmen mit, dass sie der Rüge nicht abhelfen werde, so kann das Unternehmen innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen schriftlichen Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer stellen (§ 160 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)).

Die genannten Fristen gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 S. 2 bleibt unberührt.

Weitere Angaben

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Anwendbarkeit der Verordnung zu drittstaatlichen Subventionen

Zusätzliche Informationen

1. Die Vergabeunterlagen dürfen ausschließlich für die Teilnahme an diesem Vergabeverfahren verwendet werden; eine weitergehende Verwendung, auch in umgearbeiteter Form, ist ausgeschlossen. Ein derartiges Nutzungsrecht wird ausdrücklich nicht erteilt.
2. Mit dem Teilnahmeantrag sind ausschließlich die in dem Bewerberbogen und dem Hinweisdokument (Aufgabenbeschreibung) aufgeführten Unterlagen vorzulegen.
3. Soweit in dieser Bekanntmachung / Aufforderung nichts Abweichendes geregelt ist, wird die gesamte Bieterkommunikation, einschließlich der Versendung von Informationsschreiben nach § 134 GWB sowie des Zuschlagsschreibens, über die Vergabeplattform DTVP abgewickelt, wobei die Textform einzuhalten ist. Die Vergabestelle wird dabei vertreten durch die Syndikusrechtsanwälte der BG Kliniken - Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung, Bereich Recht / Zentrale Vergabestelle. Die Bewerber/Bieter haben das Tool zur Bieterkommunikation auf DTVP wie ein eigenes E-Mail-Postfach regelmäßig auf eingehende Benachrichtigungen zu überprüfen.
4. Die elektronische Abgabe der Teilnahmeanträge und Angebote muss über die Vergabeplattform DTVP so rechtzeitig erfolgen, dass alle Erklärungen bis zum Ende der jeweiligen Frist vollständig übermittelt worden sind. Dabei ist genügend Zeit für die Anmeldung des Bewerbers/Bieters auf der Vergabeplattform und für den Übermittlungsvorgang einzuplanen. Die Bewerber/Bieter werden auf die Erläuterungen des Plattformbetreibers auf den Internetseiten für Bieter (https://support.cosinex.de/unternehmen/) hingewiesen. Insbesondere sind die Hinweise über die Abgabe von elektronischen Teilnahmeanträgen und Angeboten zu beachten. Diese fristgebundenen Erklärungen dürfen nicht über das z.B. für Bieterfragen genutzte Kommunikationstool eingereicht werden.
5. Der Auftraggeber behält sich vor, für Nachunternehmer Eignungsnachweise zu fordern, die eine ihrem Einsatz entsprechende Erfüllung der für den Auftragnehmer geforderten Eignungsanforderungen belegen.

Teilnahmeanträge

Anforderungen an Angebote / Teilnahmeanträge

Übermittlung der Angebote / Teilnahmeanträge

Anforderungen an die Form bei elektronischer Übermittlung

Sprache(n), in der (denen) Angebote / Teilnahmeanträge eingereicht werden können

Deutsch

Varianten / Alternativangebote

Elektronische Kataloge

Nicht zulässig

Mehrere Angebote pro Bieter

Nicht zulässig
Verwaltungsangaben

Nachforderung

Eine Nachforderung von Erklärungen, Unterlagen und Nachweisen ist teilweise ausgeschlossen.

Die Nachforderung von Unterlagen unterliegt den Bestimmungen des § 56 VgV.
Der öffentliche Auftraggeber kann den Bewerber oder Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.
Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen.
Die Bindefrist des Angebotes beträgt 1 Monat (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote). D.h. im Falle von Verhandlungsrunden bezieht sich die Bindefrist auf die Angebotsfrist des finalen Angebotes.

Bedingungen

Ausschlussgründe

Ort der Angabe der Ausschlussgründe

Auswahl der Ausschlussgründe

Begrenzung der Bieter

Begrenzung der Bieter

3
3
Teilnahmebedingungen

Eignungskriterien / Ausschreibungsbedingungen

Eignungskriterium

Genehmigung oder Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation erforderlich für Dienstleistungsverträge

Teilnahmeberechtigt sind gem. § 75 VgV Bewerber*innen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates als freischaffende Architekten / Architektinnen und/oder Ingenieure / Ingenieurinnen bzw. Beratende Ingenieure / Ingenieurinnen tätig sind und die berechtigt sind, diese Berufsbezeichnung zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland in diesem Beruf tätig zu werden. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat
die Bezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom,
Prüfzeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, deren Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG gewährleistet ist und berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt*in, Ingenieur*in, Beratende*r Ingenieur*in tätig zu werden. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörige*n nach § 43, Absatz 1 VgV benennen. Die geforderten Angaben in III.1.1) bis III.1.3) gemäß § 45 und 46 VgV sind in einem Bewerberbogen zum Verhandlungsverfahren gemäß § 29 VgV zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezählten zusätzlichen Eigenerklärungen/ Nachweise sind als Anlagen in jener numerischen Reihenfolge abzugeben, welche im Bewerberbogen unter Punkt 5 aufgelistet ist.

(1) Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung, bzw. Eigenerklärung über die Anpassung der Deckungssummen im Auftragsfall
(2) Verpflichtungserklärung der Nachunternehmer (u.a. bei Eignungsleihe)
(3) Nachweis über die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung " Architekt*in, Ingenieur*in, Beratende*r
Ingenieur*in " gemäß § 44 VgV für den Projektverantwortlichen des Ingenieurbüros, der die Leistung tatsächlich
erbringen soll
(4) max. 2 DIN A 4 (1x DIN A3) je Referenzprojekt, max. drei Referenzen.
(5) Besondere Qualifikationen der Mitarbeiter im sich bewerbenden Unternehmen, gem. Punkt 6/ Anlage Nr. 5 des
Bewerberbogens
(6) Eigenerklärung Formular Art. 5k Abs. 1 Verordnung (EU) Nr. 833-2014_N, Nachweise sind beizufügen.
(7) Eigenerklärung_Formular_Eigenerklärung zu eForm- Pflichtangaben

Das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen ist mit Abgabe des Bewerberbogens zu bestätigen:
1. Nichtvorliegen von zwingenden Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1, 4 GWB (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich); liegt ein zwingender Ausschlussgrund vor, so sind aussagefähige Unterlagen zur Selbstreinigung gemäß § 125 GWB vorzulegen;

2. Nichtvorliegen von fakultativen Ausschlussgründen nach § 124 Abs. 1 GWB (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich); liegt ein fakultativer Ausschlussgrund vor, so sind aussagefähige Unterlagen zur Selbstreinigung gemäß § 125 GWB vorzulegen;

3. Erklärung, dass das Unternehmen des Bewerbers nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, genannten Personen oder Unternehmen gehört, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen sowie Erklärung, dass die am Auftrag als Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren Kapazitäten im Zusammenhang mit der Erbringung des Eignungsnachweises in Anspruch genommen werden, beteiligten Unternehmen, auf die mehr als 10 % des Auftragswerts entfällt, ebenfalls nicht zu dem in der Vorschrift genannten Personenkreis mit einem Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift gehören.

4. Erklärung, dass das Unternehmen des Bewerbers nicht wegen eines Verstoßes nach § 23 AEntG und nach § 21 MiLoG mit einer Geldbuße von wenigstens EUR 2.500 oder wegen eines Verstoßes gemäß § 22 LkSG mit einer Geldbuße von wenigstens einhundertfünfundsiebzigtausend Euro belegt worden ist und keine aktueller Verstoß und kein anstehender Bußgeldbescheid gegen das Unternehmen des Bewerbers beziehungsweise die verantwortlich handelnde(n) Person(en) nach § 98c Abs. 1 AufenthG oder nach § 21 SchwArbG bekannt ist (Eigenerklärung im Formblatt "Eigenerklärung zur Eignung" erforderlich).

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Eignungskriterium

Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen

-Nachweis entsprechender Dienstleistungen, vergleichbare Projekte
Zeitraum der Leistungserbringung innerhalb der letzten 10 Jahre, Neubau oder Umbau Krankenhaus, Pflegeeinrichtung, Gebäude mit Bezug zum Gesundheitswesen oder vergleichbare Gebäude gem. §75 Abs. 5 VgV,

Für die Merkmale des Pflichtreferenzprojektes 1 und die optional, zusätzlich einzureichende Projekte 2 und 3 sind die folgenden Kriterien hinsichtlich der Herstellungskosten oder Größe zu erfüllen: Pflichtprojekt 1 mit min. 15,0 Mio. netto Bauwerkskosten KG 300+400, optional, zusätzlich einzureichende Projekte 2 und 3 mit min. 10,0 Mio. netto Bauwerkskosten KG 300+400
An den Leistungsumfang werden folgende Anforderungen gestellt:
Pflichtprojekt 1: Das Projekt beinhaltet die Grundleistungen der Leistungsphasen 2- 6, oder 2- 6 + 8 § 51 HOAI
Optionale Projekte 2 und 3: Leistungsphasen mind. LPH 2-6, bzw. mind. LPH 2-6+8 (inkl. besondere Leistungen) gem. Anlage 14 zu § 51 Absatz 5, § 52 Absatz 2, Krankenhaus oder gem. §75 VgV vergleichbar

-Angaben zur Beschäftigtenzahl, technischen Fachkräften, Personal
Zahl der Personen in der Geschäftsleitung und Mitarbeiter, jeweils im Mittel der letzten drei Jahre
Geforderte Mindesteignungskriterien: keine

-Mindestanforderung an die Eignung: BIM- Fachkenntnisse bei der Projektabwicklung:
Es wird bestätigt, dass das unter Punkt 1 im Bewerberbogen genannte Büro, oder ein Mitglied der ARGE, oder ein Unterauftragnehmer die Planungsleistungen mittels 3D- BIM- Software über den Projektzeitraum umsetzen kann.

-Angaben zur vorgesehenen Projektleitung
Eigenerklärung zu geforderten Mindesteignungskriterien
Die vorgesehene Projektleitung hat mindestens 10 Jahre Berufserfahrung, Erfahrung mit Projektgrößen über 5.000 m² BGF (Neubau oder Umbau Krankenhaus, Pflegeeinrichtung, Gebäude mit Bezug zum Gesundheitswesen oder vergleichbare Gebäude gem. §75 Abs. 5 VgV und hat mindestens eine Leitung eines Projektes (LPH 2-6, § 51 HOAI) über 15,0 Mio. netto (KG 300+400 gem. DIN 276) übernommen.

-Angabe von besonderen Qualifikationen, die im direkten Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Leistung stehen, um die berufliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen auch anhand ihrer Fachkunde, Effizienz und Erfahrung beurteilen zu können.

Die Checkliste für das Eignungsverfahren, sowie die Bewertungsmatrix sind den Anlagen zu diesem VgV- Verfahren und dem Bewerber*innenbogen zu entnehmen. Die Unterlagen können bei der unter I.3) angegeben Vergabeplattform digital, gebührenfrei abgerufen werden. Die Checkliste, welche
auch die Mindestkriterien an die Eignung enthält (Ziff. 7/ Seite 10 des Bewerber*innenbogens) setzen sich
wie folgt zusammen:
Nr. 1 Erfolgte der fristgerechte Eingang der Bewerbung beim Auftraggeber?
Nr. 2 Wurde der Bewerbungsbogen an den für die Feststellung der Eignung erforderlichen Stellen vollständig
ausgefüllt?
Nr. 3 Die vom Bewerber geforderte Anlagen 1-7 gem. Punkt 5 des Bewerber*innenbogens wurden beigefügt.
Nr. 4 Ausreichende Berufshaftpflicht, bzw. Eigenerklärung zur Anpassung der Versicherungssumme im
Auftragsfall liegt vor.
Nr. 5 Einhaltung des Zeitraums der Leistungserbringung und der Mindestprojektgröße des Referenzprojektes
Nr. 1 wurde eingehalten.
Nr. 6 Bestätigung der geforderten Unternehmensgröße (nicht erforderlich)
Nr. 7 Bestätigung der vorhandenen BIM- Kenntnisse bei der Projektabwicklung
Nr. 8 Im Falle einer Bewerbergemeinschaft, oder Unterauftragnehmer: Haben alle Bewerber einen vollständig
ausgefüllten Bewerber*innenbogen fristgerecht eingereicht? Und liegt die Verpflichtungserklärung bei?
Nr. 9 Der Projektleiter für das zu beauftragende Projekt erfüllt die unter Punkt 4.3 des Bewerberbogens
abgefragten Mindestvoraussetzung.
Bei mehr als 3 geeigneten Wirtschaftsteilnehmern (gleiche Gesamtpunktzahl) entscheidet die erreichte
Punktzahl der Referenzen, Besondere Qualifikationen, Personal, Umsatz, in vorgenannter Reihenfolge.
Wertungsmatrix:
max. erreichbare Punktzahl für Referenzen: 600
max. erreichbare Punktzahl für Personal: 175
max. erreichbare Punktzahl für Umsatz: 100
max. erreichbare Punktzahl für Besondere Qualifikationen: 275

Maximal erreichbare Gesamtpunktzahl: 1150

Sollte nach der vorgenannten Differenzierung weiterhin ein Punktegleichstand herr-schen, entscheidet als ultima ratio das Los zwischen den Unternehmen mit gleicher Punktzahl. Der Losentscheid wird separat protokolliert.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Gewichtung (Punkte, genau)
1.050,00

Eignungskriterium

Durchschnittlicher Jahresumsatz

1. Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren sowie Umsatz
des Unternehmens, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, unter
Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen. Die Umsatzzahlen
sollen belegen, dass der Bieter wirtschaftlich zur Ausführung des Auftrags in der Lage sein wird. Die Umsatzangaben sind kein Mindesteignungskriterium, werden jedoch gemäß der den Vergabeunterlagen beigefügten Matrix im Rahmen der Eignung bewertet.

2. Vorliegen einer aktuell gültigen Haftpflichtversicherung oder einer vergleichbaren marktüblichen Versicherung
mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 5 Mio. Euro für Personenschäden und 3,0 Mio. Euro für Sach und Vermögensschäden pro Versicherungsjahr und Schadensfall oder Bestätigung des Bieters, sollte er über keinen entsprechenden Versicherungsschutz verfügen, im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung mit ausreichender Deckungssumme abzuschließen und Vorlage eines entsprechenden Nachweises vor Erteilung des Zuschlags.

Geforderte Mindeststandards:
Bestehen einer Betriebshaftpflichtversicherung mit den oben angegebenen Deckungssummen.

Gewichtung für den Zugang zur nächsten Stufe

Gewichtung (Punkte, genau)
100,00

Finanzierung

Rechtsform des Bieters

Bedingungen für den Auftrag

Bedingungen für den Auftrag

Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:
-"Ingenieur*in, Beratende*r Ingenieur*in" gemäß Unterabschnitt § 75 VgV
-Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe eine*n verantwortliche*n Berufsangehörige*n nach § 75 Absatz 3 VgV benennen.
Bieter haben mit dem Angebot Art und Umfang von Leistungen anzugeben, die sie an geeignete Nachunternehmer übertragen wollen. Die Eignung der Nachunternehmer ist entsprechend den ihnen übertragenen Leistungen durch geeignete Erklärungen und Belege (Eigenerklärung zur Eignung, PQ-Register, u.a.) nachzuweisen.

Angaben zu geschützten Beschäftigungsverhältnissen

Nein

Angaben zur reservierten Teilnahme

Angaben zur beruflichen Qualifikation

Erforderlich für das Angebot

Angaben zur Sicherheitsüberprüfung