Einzureichen sind mindestens zwei Referenzen über die Planung von Freianlagen (mind. LPH 2-8 abgeschlossen in den letzten fünf Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt des Ablaufs der Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge, vollständig erbracht), betreffend Planungen von Freianlagen bei komplexen Sonderbauten mit hoher Nutzerfrequenz und besonderen betrieblichen Anforderungen an Erschließung, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualitäten und technischen Einbindungen (z.B. Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Fachkliniken, Hochschul- und Universitätsbauten, Schul- und Bildungscampus, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, größere Verwaltungs- oder Forschungsbauten) und anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 500 von mindestens 1 Mio. EUR netto. Hierfür sind das "Formblatt Unternehmensreferenzen - Teilnahmephase" sowie eine eigene Unterlage zu verwenden.
Mindestens eine von den beiden einzureichenden Referenzen zur Planung von Freianlagen muss zusätzlich zu den o.g. Anforderungen mindestens einen der folgenden fachlichen Schwerpunkte aufweisen:
A) Überflutungsnachweis: Planung von Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung bzw. technische Entwässerungsplanung auf dem Grundstück einschließlich Erstellung oder nachweislicher Mitwirkung an einem Überflutungsnachweis nach einschlägigen technischen Regelwerken (z.B. DIN 1986-100 oder gleichwertig), insbesondere zur Einhaltung der Überflutungssicherheit bei Starkregenereignissen;
und/oder
B) Schwammstadt-Prinzip: Planung von Freianlagen nach dem Prinzip der integralen Regenwasserbewirtschaftung (Stichwort: Schwammstadt-Prinzip), mit nachweislich umgesetzten Maßnahmen zur Rückhaltung, Versickerung, Verdunstung und Entsiegelung (z.B. Mulden, Rigolen, Retentionsflächen, begrünte Flächen mit Speicherfunktion).
Für die Angabe des Vorliegens des fachlichen Schwerpunktes sind ebenfalls das "Formblatt Unternehmensreferenzen - Teilnahmephase" sowie eine eigene Unterlage (je Referenz maximal 2 DIN A4-Seiten, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) zu verwenden. Gegenstand dieser Unterlage kann insbesondere die Darstellung derjenigen Angaben sein, die für den Erhalt der Zusatzpunkte erforderlich sind.
Die Darstellung muss jeweils folgende Angaben enthalten:
- Angabe des Auftraggebers unter namentlicher Nennung eines Ansprechpartners mit Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse,
- Angabe des Zeitraums der erbrachten Leistungen,
- Kurzbeschreibung der vom Bewerber erbrachten Leistungen,
- Angabe der Kosten der Kostengruppe 500.
An die Referenzen werden zusätzlich folgende Anforderungen gestellt:
Die Referenzen müssen vergleichbar sein. Als vergleichbare Leistungen gelten Leistungen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
(a) Planungsleistungen über Freianlagen, in denen sowohl Leistungen der KG 500, als auch der KG 400 erbracht wurden,
(b) mit den abgeschlossenen, also vollständig erbrachten LPH 2-8, wobei mindestens die LPH 5-8 in den letzten fünf Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt des Ablaufs der Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge, vollständig erbracht worden sein müssen,
(c) mit anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 500 von mindestens 1 Mio. EUR netto,
(d) betreffend ein vergleichbares Projekt. Ein Projekt ist vergleichbar, wenn die Leistungen Planungen von Freianlagen bei komplexen Sonderbauten mit hoher Nutzerfrequenz und besonderen betrieblichen Anforderungen an Erschließung, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualitäten und technischen Einbindungen (z.B. Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Fachkliniken, Hochschul- und Universitätsbauten, Schul- und Bildungscampus, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, größere Verwaltungs- oder Forschungsbauten) betreffen.
Für jede diese Mindestanforderungen erfüllende Referenz erhält der Bewerber 5 Punkte.
Es werden maximal fünf Referenzen gewertet.
Für jede dieser Referenzen können folgende Zusatzpunkte erzielt werden:
Anrechenbare Kosten des Referenzobjekts in der KG 500 lagen über 1,5 Mio. EUR: 1 Punkt
Referenzprojekt beinhaltete eine Fassadenbegrünung, wobei die begrünte Fassadenfläche mindestens 1/5 der Gesamtfassadenfläche des Referenzobjekts umfasste: 2 Punkte
Referenzprojekt beinhaltete Grünsolardächer: 2 Punkte
Reicht der Bieter mehr als eine Referenz mit dem mindestens einmal geforderten fachlichen Schwerpunkt ein, erhält er für jedes über die mindestens eine geforderte Referenz hinausgehende Referenzprojekt mit fachlichem Schwerpunkt einen Zusatzpunkt (Wenn ein Bewerber zum Beispiel fünf Referenzen einreicht und davon drei den fachlichen Schwerpunkt enthalten, erhält der Bewerber für die zwei weiteren Referenzen mit fachlichem Schwerpunkt insgesamt bereits 2 Zusatzpunkte.) : 1 Punkt
Für das Referenzprojekt erhielt der Auftragnehmer einen Preis bei mindestens einem freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 oder eines qualitativ vergleichbaren, von einem öffentlichen oder privaten Auslober durchgeführten freiraumplanerischen Wettbewerbs mit einem unabhängigen Preisgericht und prämierten Arbeiten: 3 Punkte
Je Referenz können somit maximal 9 Zusatzpunkte erzielt werden. Bei maximal fünf bewerteten Referenzen ergibt dies eine mögliche maximale Gesamtpunktzahl je Bewerber von 70 Punkten.
Erreichen mehrere Bewerber nach Anwendung der Auswahlkriterien die gleiche Punktzahl, entscheidet das Los (§ 75 Abs. 6 VgV).