Nachdem eine Analyse der bestehenden Systeme funktionale Lücken im Zusammenhang mit Berichten, Frühwarnung und Fördermittel-Tracking aufgezeigt hat, hat der Auftraggeber festgestellt, dass die Komplexität des Campus-Projektes Merheim sowie die Anforderungen der Fördermittelgeber ein effektives und transparentes Controllingsystem erforderlich machen.
Zu diesem Zweck möchte der Auftraggeber die Implementierung eines IT-gestützten Systems für das Bau- und Projektcontrolling zur regelkonformen und prüfbaren Steuerung aller Projekte und Teilprojekte des neuen Gesundheitscampus am Standort Merheim beauftragen, wobei insbesondere Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Frühwarnung systemgestützt auf allen Ebenen gewährleistet sein müssen.
Es ist sicherzustellen, dass die Integration bestehender Systeme und die Anbindung relevanter Schnittstellen reibungslos erfolgt. Dies umfasst die Übergabe und den Austausch von Kosten- und Finanzdaten, die Übermittlung von Vergabeinformationen und Beauftragungsständen. Zudem muss die Innenrevision durch lesebasierte Zugriffsrechte in die Lage versetzt werden, die Nachvollziehbarkeit und Dokumentation interner Prüfungen sicherzustellen.
Die Kommunikation erfolgt über die Kommunikationsfunktion der Vergabeplattform. Über dieses Postfach werden auch verfahrenserhebliche Erklärungen abgegeben.
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Weiter wird auf die Rügeobliegenheit gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 bis 3 GWB und die - gegebenenfalls verkürzte - Frist des § 134 Abs. 2 GWB hingewiesen.
Der Auftraggeber behält sich vor, den betreffenden Bieter unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren.
Eine Eigenerklärung darüber, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Hierfür ist das "Formblatt Eignung" zu verwenden.
Eine Eigenerklärung zum Umsatz des Bieters der letzten drei Geschäftsjahre (2025, 2024 und 2023). Dabei ist Voraussetzung, dass der Bieter mindestens drei Jahre existiert. Weitere Voraussetzung ist, dass der durchschnittliche Unternehmensumsatz der letzten drei Geschäftsjahre (2025, 2024 und 2023) mindestens 1.000.000 EUR netto (gerundet) beträgt. Für die Angaben ist das "Formblatt Eignung" zu verwenden.
Nachweis der Zertifizierung gemäß ISO/IEC 27001. In Bezug auf die Anforderung der ISO/IEC 27001-Zertifizierung reicht es aus, wenn der Bieter spätestens zum Zeitpunkt der Zuschlagserteilung über eine entsprechende Zertifizierung verfügt. Sollte die Zertifizierung zum Zeitpunkt der Abgabe der Angebote noch nicht vorliegen, ist dies in den Unterlagen zu vermerken und der Zeitpunkt des Erhalts der Zertifizierung zu benennen.
Eine Eigenerklärung bezüglich der "Russland-Sanktionen" (Selfdeclaration - (EU) Nr. 833-2014). Für die Angabe ist das "Formular - Erklärung Russland" zu verwenden.
Eine Eigenerklärung über das Vorliegen einer Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung in Höhe von mindestens 2.000.000 EUR für Personenschäden und mindestens 2.000.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden je Versicherungsfall oder eine Eigenerklärung, dass im Fall der angekündigten Auftragserteilung eine Betriebshaftpflichtversicherung mindestens mit den entsprechenden Deckungssummen pro Versicherungsfall unverzüglich und noch vor Zuschlagserteilung abgeschlossen wird. Hierzu ist das Formular "Formular - Erklärung zur Betriebshaftpflichtversicherung" zu verwenden.
Eine Eigenerklärung über das Vorliegen von mindestens 2 Referenzen, die folgende Mindestanforderungen erfüllen:- Referenz über die Lieferung und den Betrieb einer Software, - mit Gesamtkosten von mindestens 50.000 Euro netto, - Abschluss der Referenzleistung während der letzten fünf Jahre, gerechnet vom Zeitpunkt des Ablaufs der Frist zur Einreichung der Angebote (vollständig erbracht).
Für jede Referenz ist eine aussagekräftige Kurzdarstellung auf eigener Unterlage (jeweils maximal 1 DIN A4-Seiten, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) einzureichen. Die Kurzdarstellung muss mindestens folgende Angaben enthalten: - Name und Gegenstand der Referenzleistung,- Angabe des Auftraggebers unter namentlicher Nennung eines Ansprechpartners mit Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse,- Kurzbeschreibung der vom Bieter erbrachten Leistungen,- Angabe der Kosten (gerundet auf volle 10.000 EUR),- Zeitraum der Leistungserbringung,- Angabe, ob es sich bei dem Auftraggeber der Referenz um einen öffentlichen Auftraggeber i. S. d. § 99 GWB handelt, - Angabe, ob mit der angegebenen Referenzsoftware Fördermittel verwaltet wurden.
Sofern sich Bietergemeinschaften beteiligen, ist zusätzlich eine Bietergemeinschaftserklärung mit dem Angebot vorzulegen. Dafür ist zwingend das in den Vergabeunterlagen enthaltene Formblatt "Formular - Erklärung der Bietergemeinschaft" zu verwenden. Bei Beteiligung einer Bietergemeinschaft ist von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft eine unterschriebene Erklärung über die gesamtschuldnerische Haftung im Auftragsfall unter Benennung eines bevollmächtigten Vertreters einzureichen. Die bisher genannten Nachweise sind in diesem Fall von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft vorzulegen.