Das gesuchte Unternehmen hat den Nachweis zu erbringen, dass es in der Lage ist, die beschriebene Leistung sowohl technisch als auch wirtschaftlich zu erbringen. Für das Prüfsystem werden daher Unternehmen zugelassen, die vergleichbare Leistungen bereits erbracht haben und wirtschaftlich dazu in der Lage sind diese auch in Zukunft zu erbringen.
Die Hamburger HOCHBAHN weis daraufhin, dass auf Basis § 51 SektVO grundsätzlich ermöglicht wird, dass fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen sind.
Für alle Schlüsselgewerke sind Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bietergemeinschaft unzulässig. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen unterschiedlicher Niederlassungen eines Bewerbers sowie mehrerer Mitglieder ständiger Arbeitsgemeinschaften.
Um am Verfahren teilzunehmen sind folgende Anforderungen zu erfüllen bzw. die nachfolgend beschriebenen
Nachweise formlos einzureichen. Nach Auswertung der eingereichten Unterlagen und erfolgter Auswertung,
erhält der Bewerber eine Information darüber, ob er/sie qualifiziert ist an entsprechenden zukünftigen Ausschreibungen teilzunehmen.
1. Der gesamte Geschäftsverkehr ist in deutscher Sprache abzuwickeln. Sämtliche Erklärungen, Nachweise, Referenzen sowie alle weiteren Unterlagen sind in deutscher Sprache zu liefern.
2. Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister. Bewerber, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, haben entsprechende Bescheinigungen vorzulegen. Bewerbergemeinschaften haben die Nachweise / Erklärungen für jedes Mitglied vorzulegen;
3. Nachweis der vollständigen Entrichtung von Steuern, Beiträgen und Abgaben;
4. Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB;
5. Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB;
6. Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung mit marktüblichen Konditionen und einer Deckungssumme von mindestens 1 Mio. EUR pro Schadensfall Planungsfehler und Personenschäden;
7. Mindestumsatz von 0,5 Mio EUR/a für Ingenieurdienstleistungen im Bereich Risikomanagement
8. Erklärung des Bieters über im Unternehmen getroffene Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption (Compliance- Erklärung);
9. Erklärung, dass die Dienstleistung innerhalb der o. g. Zeiträume erbracht werden kann und qualifiziertes Personal in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht;
10. Erklärung, ob Teile der geforderten Leistung durch Nachauftragnehmer erbracht werden soll, Benennung der Nachauftragnehmer und desjenigen Leistungsteils, der von den Nachauftragnehmern im Zuschlagsfall erbracht werden soll, einschließlich Nachweis zu deren Qualifikation;
11. Erklärung über die Anzahl in den letzten 3 Geschäftsjahren beschäftigten Personen (> 10 Personen)
12. Der Bewerber hat den Nachweis seiner Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Erfahrung und Zuverlässigkeit durch Vorlage von Referenzen (Eigenerklärung möglich) zu erbringen. Die Referenzen müssen Erfahrungen aus folgenden Bereichen in mindestens 3 großen (auch internationalen) Infrastrukturprojekten umfassen:
- Methoden und Instrumente für ein projektbezogenes Risikomanagement. Als Resultat wurde ein integriertes Kosten-, Risiko,- und Terminmodell zur Erstellung eines digitalen Projektzwillings erstellt.
- Eine Liste der in den letzten 10 Jahren erbrachten Dienstleistungen von 3 internationalen Infrastrukturprojekten, insbesondre im Risikomanagement bei Vorhaben bei vergleichbarer Größenordnung (>1 Mrd. EUR).
- Unterstützung bei der Identifizierung und Abgrenzung systemrelevanter Einflüsse aus der Systemumgebung. Aufbau von weiteren Projektabschnitten im Systemumfeld (RIAAT o.glw.)
- Darstellung eines Muster-Gesamtbasisterminplan aus Vergleichsprojekten. Überwachung und Betrachtung verschiedener kritischer Pfade die aufgrund des probabilistischen Charakters eines Projektes entstehen.
- Darstellung eines Musterprojektes bei den parallelen Risken und die Kosten aufgrund von Verzögerung verursacht werden und mit der Mittelabflussplanung und der Preissteigerung verknüpft werden.
- Verzögerungskosten und Terminverschiebungen aus Risiken sollen in AG- und AN-Sphären einteilbar sein. Hierzu ist ein Musterprojekt einzureichen.
- Vorstellung einer Methode für die Modellierung von komplexen Risikoereignissen (Ereignisbaumanalyse).
- Musterprojekt mit Verknüpfung zum Projektcontrolling, wie Unterstützung bei der Erarbeitung einer Kostenbestandteilstruktur und Baulosen.
- Vorstellung einer Maßnahmenplanung für Risikobewertung und Strukturplanung (Projektablaufdiagram mit unterschiedlichen Stakeholdern)
- Bearbeitung im RIAAT Programm (Fa. RiskCon) oder gleichwertig.
- Alle Dokumente und Schnittstellen (zu MS Excel, MS Project, etc.) müssen so gestaltet sein, dass sie zu jederzeit im Projektverlauf auf einfache Weise für den Datenimport und Datenexport angepasst und erweitert werden können.