Die Stadt Burgwedel beabsichtigt die Erweiterung der vorhandenen Grundschule in Burgwedel-Thönse durch die Errichtung eines weiteren Gebäudeteils sowie den Neubau einer Einfeldsporthalle.
Für die Grundschule in Burgwedel-Thönse besteht ein Mehrbedarf an Raumflächen für den Schulbetrieb sowie an einer neuen Einfeldsporthalle. Der erwartete Mehrbedarf für die Flächen der Grundschule beträgt ca. 700 m² BGF. Der Flächenbedarf für den Neubau der Einfeldsporthalle ca. 750 m² BGF. Im Rahmen der Baumaßnahmen sind die Außenanlagen neu herzustellen und die Parkplatzsituation neu anzuordnen. Die Außenanlagen und Flächen der Erschließung betragen ca. 1.650 m².
Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme ist der Schulhof auf dem Grundstück umzugestalten und ggf. zu erweitern. Hierfür ist eine Fläche von ca. 1.100 m² vorzusehen.
Die bei dem Erweiterungsneubau vorzusehende Bibliothek ist im Gebäudekomplex des Neubaus zu integrieren, jedoch mit einer autarken Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit auszugestalten.
Für die Durchführung des Erweiterungsneubaus der Grundschule und des Neubaus der Einfeldsporthalle sind auf dem Grundstück zunächst ein Gebäudeteil der vorhandenen Grundschule (ca. 695 m² BGF) sowie die vorhandene Turnhalle (ca. 551 m² BGF) abzureißen. Darüber hinaus befindet sich auf dem Grundstück ein ehemaliges Wohngebäude (ca. 115 m² BGF), das ebenfalls abgerissen werden muss. Um den weiteren Schulbetrieb während der Baurealisierung aufrecht zu erhalten, ist für den abzureißenden Gebäudeteil der Grundschule eine Interimsmaßnahme (Containeranlage) sicherzustellen.
Nach erster überschlägiger Ermittlung eines Kostenrahmens wird hinsichtlich der KG 300 und 400 der DIN 276 und der Baunebenkosten von ca. 11 Mio. EUR brutto ausgegangen.
Vor dem Hintergrund einer möglichst schnellen und wirtschaftlichen Projektrealisierung hat sich der Auftraggeber entschieden, die erforderlichen Planungs- und Bauleistungen bis zur schlüsselfertigen Fertigstellung des Erweiterungsneubaus sowie des Neubaus der Einfeldsporthalle im Rahmen einer Gesamtvergabe als sog. TU-Modell zu vergeben. Hierdurch wird aus Sicht des Auftraggebers die größtmögliche Kosten- und Terminsicherheit gewährleistet.
Der AG benötigt wirtschaftlich-technische Beratungsleistungen bei der Vorbereitung und Durchführung des beabsichtigten Vergabeverfahrens für die Realisierung des Erweiterungsneubaus sowie des Neubaus der Einfeldsporthalle nebst den damit verbundenen Nebenleistungen (Abbruchleistungen, Gestaltung Außenanlagen usw.).
Der Auftraggeber behält sich vor, nach Durchführung der ersten beiden Projektstufen, d.h.
- Erstellung Raumprogramm, und
- Ermittlung eines Kostenrahmens, sowie
- Erstellung einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung (vorl. WU) als Beschaffungsvariantenvergleich der konventionellen Realisierung zur beabsichtigten Realisierung als TU-Modell
und der erforderlichen politischen Entscheidungsfindung das Projekt entweder zu beenden oder die weiteren Stufen der Beratungsleistungen (Vorbereitung der Vergabeunterlagen inkl. Erstellung der funktionalen Leistungsbeschreibungen, Begleitung während des Vergabeverfahren, Erstellung abschließender Wirtschaftlichkeitsnachweis usw.) zu beauftragen. Die erforderlichen Rechtsberatungsleistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens für das TU-Modell sind bereits separat beauftragt worden. Der wirtschaftlich-technische Berater hat sich bei der Vorbereitung und Umsetzung des Vergabeverfahrens mit dem Rechtsberater abzustimmen. Der Auftraggeber legt Wert auf eine reibungslose Projektvorbereitung und Projektrealisierung zwischen den Beratern, die vom wirtschaftlich-technischen Berater koordiniert wird, der auch die Gesamtprojektleitung inne hat.