Planung und Neubau Feuerwehrhaus Offen
VO: Sonstige Vergabeart:   Ex post Veröffentlichung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Stadt Bergen
Deichend 3-7
29303
Bergen
Deutschland
info@bergen-online.de

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Die Stadt Bergen plant den Neubau eines Feuerwehrhauses für die freiwilligen Kräfte (ehrenamtliche Einsatzkräfte) in der Ortschaft Offen. Geplant wird ein Feuerwehrhaus mit ca. 600 m² BGF und einer max. Höhe von 10m, eine Fahrzeughalle mit ca. 300 m² BGF (4 Stellplätze) und einem Außenbereich mit ca. 21 Alarmstellplätzen.

Auf dem für die Bebauung vorgesehenen Grundstück ist bereits ein Feuerwehrhaus vorhanden. Das Grundstück liegt zentral in der Ortschaft Offen (Flurstück 41/5, Flur 5, Gemarkung Offen, Größe 2.929 m²). Die auf dem Grundstück vorhandene alte "Feuerwache" soll zurückgebaut werden. Nach Rückbau ist der Neubau der Feuerwache zu errichten. Während der Bauphase werden die Einsatzfahrzeuge an anderen Standorten untergebracht.

Im Zusammenhang mit der Gesamtvergabe sind folgende Leistungen zu vergeben:

- Planungs- und Bauleistungen

Der Auftragnehmer hat ein Angebot als Pauschalfestpreis für alle Planungs- und Bau-, Liefer- und sonstigen Nebenleistungen im Zusammenhang mit den Planungs- und Bauleistungen zu erbringen, die erforderlich sind, um das Bauvorhaben funktions- und bezugsfertig zu errichten. Vom Auftragnehmer zu erbringen ist auch die Planung und Durchführung der Rückbau- und Abbruchmaßnahmen des Bestandsgebäudes inkl. fachgerechter Entsorgung der Abbruchmaterialien. Zum Leistungsumfang zählt auch die Beschaffung und funktionsgerechte Bereitstellung der mobilen Ausstattungsgegenstände. Die Vergabe erfolgt auf Basis einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Inhalt der funktionalen Leistungsbeschreibung ist u.a. ein vorgegebenes und bindendes Raumprogramm.

- Inspektions-/Wartungsleistungen
Neben den Planungs- und Bauleistungen werden die Inspektions- und Wartungsleistungen für bestimmte technische Anlagen/Gewerke mit entsprechender Verlängerung der Verjährungsfrist für die Mängelansprüche auf den Auftragnehmer übertragen werden. Die Inspektion und Wartung muss alle Arbeiten umfassen, die zur Aufrechterhaltung der Sicherheit, Funktionsfähigkeit und der Bewahrung des Soll-Zustandes der Anlagen, Anlagenteile und baulichen Komponenten erforderlich sind. Die verlängerten Gewährleistungsfristen inkl. der insoweit übertragenen Inspektions- und Wartungsleistungen betragen

o für technische Anlagen/Gewerke: 5 Jahre ab Abnahme der Bauleistungen
o für Dach-/Dachabdichtungsarbeiten: 10 Jahre ab Abnahme der Bauleistungen

- Vergütung und Finanzierung
Grundsätzlich hat der spätere Auftragnehmer sämtliche Planungs- und Bauleistungen bis zur Fertigstellung und Abnahme der Bauleistungen zu erbringen und vorzufinanzieren. Zur wirtschaftlichen Optimierung der Angebote wird der Auftraggeber Abschlagszahlungen zu definierten Meilensteinen in der Planungs- und Bauphase vorgeben. Die Vergütung der erbrachten Leistungen erfolgt jeweils nach Darlegung und Rechnungstellung der erbrachten Leistung.

Haupterfüllungsort

29303
Bergen (Offen)

Weitere Erfüllungsorte

Ausführungsfristen

Verfahren

Beschreibung

Verfahrensart

Freihändige Vergabe

Vergebene Aufträge

Auftragsvergabe

Wirtschaftsteilnehmer

Walther Reichert GmbH & Co. KG
22525
Hamburg
Deutschland

Sonstige Angaben

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

Der Schwerpunkt der mit diesem Vergabeverfahren ausgeschriebenen Leistungen sind Bauleistungen. Die Vergabe der Gesamtleistungen richtet sich nach den Regelungen der VOB/A (2019) Abschnitt 1. Der Schwellenwert gemäß § 106 Abs. 1 GWB für Bauleistungen wird nicht erreicht.

Die Gesamtleistungen für den die Planungs- und Bauleistungen nebst Bauzwischenfinanzierung unter Berücksichtigung von Abschlagszahlungen und Wartungs- und Inspektionsleistungen für verlängerte Gewährleistungsfristen werden gemäß § 3 Abs. 3 i.V.m. § 3 a) Abs. 3 Nr. 3 VOB/A im Rahmen einer freihändigen Vergabe vergeben. Die Durchführung der freihändigen Vergabe wird in Anlehnung an das Verhandlungsverfahren strukturiert.

In der ersten Verfahrensstufe wird der Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Im Teilnahmewettbewerb wird die Eignung der interessierten Unternehmen festgestellt. Die interessierten Unternehmen haben alle in der Bekanntmachung und in diesen Teilnahmebedingungen genannten Anforderungen, Nachweise und Erklärungen beizubringen. Der vollständige Teilnahmeantrag ist elektronisch in Textform einzureichen. Die frist- und formgerecht eingereichten Teilnahmeanträge werden gemäß den Wertungskriterien für den Teilnahmewettbewerb (VU 0.3 Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb) im Hinblick auf ihre Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung, der wirtschaftlichen und finanziellen sowie der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hin geprüft. Der Auftraggeber wird die geeignetsten Bewerber auf Grundlage der Ergebnisse der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs (mind. 3, max. 5 Bewerber) zur Abgabe eines Angebots auffordern.

In der zweiten Verfahrensstufe sind die Angebote gemäß den Anforderungen dieser Vergabeunterlage für die freihändige Vergabe einzureichen.

Im Rahmen der Angebotsauswertung werden die fristgerecht vorliegenden Angebote gem. VU 0.5 Bewertungsmatrix Angebote bewertet und in eine Rangfolge gebracht sowie mit den Bietern ein Verhandlungsgespräch geführt. Es ist vorgesehen, dass das Verhandlungsverfahren in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt wird. In jeder Verhandlungsphase kann die Zahl der Angebote, über die verhandelt wird, auf Grundlage der in den Vergabeunterlagen angegebenen Zuschlagskriterien verringert werden. Der Bieter, der das wirtschaftlichste Angebote (Verhältnis Qualität und Preis) gelegt hat, erhält den Zuschlag. Der Auftraggeber behält sich vor, mehrere Verhandlungsgespräche durchzuführen. Nach Abschluss der Verhandlungsgespräche werden die verbleibenden Bieter zur Abgabe eines endgültigen Angebotes aufgefordert.

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