Lieferung und Wartung von einem Wasserstoffbus (12 Meter) nebst Ersatzteilen und Serviceleistungen als Stufe 2 der VKH Beschaffungsstrategie.
Auftraggeber ist die Verkehrsgesellschaft Kreis Herford GmbH. Der Auftraggeber ist ein neu gegründetes Verkehrsunternehmen für den öffentlichen Personennahverkehr im Kreisgebiet Herford. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit Bussen im Verkehrsgebiet des Kreises Herford ab dem 01.08.2026. Zur Erfüllung dieser Aufgaben baut die VKH nun ihren Fahrzeugpark auf. Nach aktueller Planung soll die VKH insgesamt über einen Fahrzeugpark von über 70 Fahrzeugen verfügen. Diese Ausschreibung dient der Stufe 2 der Beschaffungsstrategie.
In der Stufe 2 der Beschaffungsstrategie schreibt die VKH den Auftrag über die Lieferung und anschließende Wartung von einem Wasserstoffbus aus.
Die Lieferung des Fahrzeugs muss möglichst bis zum 01.03.2028 erfolgen. Das genaue Lieferdatum ist Gegenstand der Verhandlungsgespräche und wird hiernach verbindlich festgelegt.
Der ebenfalls abzuschließende Service- und Ersatzteilvertrag hat eine 10-jährige Laufzeit. Die Aufnahme der Leistungen im Bereich Ersatzteilversorgung und Service hat zum 01.03.2028 am angebotenen Servicestandort zu erfolgen
Jeder Bieter hat die Möglichkeit, der VKH ein Testfahrzeug nach vorheriger Absprache zur Verfügung zu stellen. Einzelheiten dazu sind den Bewerbungsbedingungen zu entnehmen.
Der Angebotspreis für das Fahrzeug wird bewertet. Das Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält die maximale Punktzahl von 50 Wertungspunkten. Weitere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Die angebotene Servicepauschale bei einerangenommenen Laufleistung von 400.000km des Fahrzeugs wird gewertet. Das Angebot mit der niedrigsten Servicepauschale in EUR/km erhält die maximale Punktzahl von 20 Wertungspunkten.Weitere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Der angebotene Energieverbrauch wird gewertet. Das Angebot mit dem niedrigsten kWh/100km-Wert erhält die maximale Punktzahl von 15 Wertungspunkten. Weitere Einzelheiten sind denVergabeunterlagen zu entnehmen.
Die Entfernungskilometer zwischen dem Standort Amtshausstraße 3, 32051 Herford, und dem angebotenen Servicestandort werden gewertet. Denn die Entfernung ist entscheidend für den Aufwand der VKH für Zuführungs- und Bereitstellungsfahrten. Je kürzer die Entfernung, desto geringer ist der Aufwand der VKH und die Ausfallzeiten des Fahrzeugs. Das Angebot mit der niedrigsten Anzahl an Entfernungskilometern erhält die maximale Punktzahl von 10 Wertungspunkten. Weitere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Die Kosten für den kompletten Warenkorb werden gewertet. Das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis erhält die maximale Punktzahl von 5 Wertungspunkten. Weitere Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
1. Das vorliegende europaweite Vergabeverfahren ist ein zweistufiges Verfahren. Die erste Stufe ist der Teilnahmewettbewerb, die zweite Stufe ist das eigentliche Verhandlungsverfahren, an dem nur noch die ausgewählten Bewerber teilnehmen.2. Der Bewerber muss seinen Teilnahmeantrag unter Nutzung des Teilnahmeformulars einreichen. 3. Der Teilnahmeantrag ist elektronisch mit einer Erklärung in Textform gemäß § 126 b BGB im PDF-Format bei dem Vergabeportal hochzuladen. 4. Der Auftraggeber wird alle geeigneten Bewerber auffordern, ein indikatives Angebot abzugeben. Der Auftraggeber wird die übrigen Bewerber entspr. den vergaberechtlichen Erfordernissen über ihre Nichtberücksichtigung informieren. 5. Der Teilnahmeantrag ist von den Bewerbern mit einer Erklärung in Textform (§ 126 b BGB) einzureichen. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist der Teilnahmeantrag von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft oder dem bevollmächtigten Vertreter mit einer Erklärung in Textform (§ 126 b BGB) zu versehen. 6. Sämtliche in der Bekanntmachung geforderten Nachweise, Erklärungen oder sonstigen Angaben sollten mit dem Teilnahmeantrag eingereicht werden. Fehlende Erklärungen könnenauf Anforderung des Auftraggebers bis zum Ablauf einer zu bestimmenden Nachfrist nachgereicht werden, sofern fehlende Unterlagen auch dann nicht vorliegen, muss derBewerber vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden. 7. Fragen zum Teilnahmewettbewerb werden nur beantwortet, wenn sie bis spätestens 6 Werktage vor derFrist zur Abgabe der Teilnahmeanträge in das genannte Vergabeportal hochgeladen worden sind. Eine Beantwortung gestellter Fragen erfolgt entsprechend der vergaberechtlichenErfordernisse durch Einstellung der Antworten in das Vergabeportal, das die Bewerber regelmäßig zu prüfen haben.
Die Bieter haben etwaige Verstöße gegenVergabevorschriften unter Beachtung der Regelungen in § 160 Abs. 3 GWB zu rügen. Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit: 1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt, 2)Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nichtspätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oderzur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens biszum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggebergerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind, 5) ein offensichtlicher Missbrauch des Antrags- oder Beschwerderechts gemäß § 180 Abs. 2 GWB vorliegt.
Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Unterlagennachzufordern. Hierauf besteht allerdings kein Rechtsanspruch. Der Gebrauch des Nachforderungsrechts erfolgt gegenüber allen Bietern gleichermaßen.
§§ 123, 124 GWB
Nachweis über die ordnungsgemäße Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister durch Vorlegen der Kopie des Registerauszuges nicht älter als drei Monate im Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist.
Nachweis einer Unternehmenshaftpflichtversicherung über mindestens 5 Mio. EUR für Personenschäden sowie über mindestens 5 Mio. EUR für sonstige Schäden entweder durch eine Versicherungsbestätigung (nicht älter als drei Monate im Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist), durch eine Eigenerklärung über bestehenden Versicherungsschutz oder eine Verpflichtungserklärung zum Abschluss einer Versicherung auf erstes Anfordern.
Erklärung über den Gesamtumsatz in den letzten drei Geschäftsjahren (gerechnet ab dem 01.01.2023).
Erklärung über den durchschnittlichen Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags (Lieferung von Wasserstoffbus) in den letzten drei Geschäftsjahren (gerechnet ab dem 01.01.2023) in Höhe von mindestens EUR 2 Mio.
Nachweis einer Unternehmensreferenz über früher ausgeführte Projekte im Tätigkeitsbereich des Auftrags (Lieferung von Wasserstoffbus) in den letzten fünf Jahren. Die Referenz muss mindestens die folgenden Anforderungen erfüllen:
a) Art der Maßnahme ist die Beschaffung von mindestens einem Wasserstoffbus; b) Der Wasserstoffbus hat eine Größe von 12 Metern;c) Die Abnahme erfolgte innerhalb von fünf Jahren seit Ablauf der Teilnahmefrist.d) Die Lieferung der Wasserstoffbusse erfolgte innerhalb der vertraglich vereinbarten Fristen; e) Das Projekt wurde für einen öffentlichen Auftraggeber i.S.d. § 99 GWB bzw. Sektorenauftraggeber im Sinne des § 100 GWB umgesetzt.
Keine.
Das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) kommt in seiner gegenwärtigen Fassung zur Anwendung. Dazu wird auf die besonderen Vertragsbedingungen des Landes NRW zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen verwiesen.
Der Auftraggeber weist zudem darauf hin, dass die Vergabe dem MiLoG unterliegt und dass nach § 19 Abs. 4 MiLoG Verstöße gegen das MiLoG geprüft werden müssen.