Für die Sanierung und den Umbau der Jägerkaserne in Naumburg (Saale) zu einem Museumsdepot und -Verwaltung wird als Los 1 die Objektplanung Gebäude (Architekt) nach § 34 HOAI ausgeschrieben.
Zur Unterbringung der städtischen Sammlungen, des Archivs für Schriftgut sowie der Verwaltung der Museen der Stadt Naumburg soll ein Teil eines Gebäudes der alten Jägerkaserne saniert und zum Museumsdepot und -Verwaltung der Stadt Naumburg (Saale) umgebaut werden. Dafür wurden bereits Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 erbracht und auf dieser Grundlage die nötigen Fördermittel beantragt und bewilligt.
Für die Umsetzung des Gesamtvorhabens wird von Gesamtkosten in Höhe von max. 4,6 Mio. EUR incl. MwSt. ausgegangen.
Im Rahmen dieses VgV-Verfahrens beabsichtigt die Stadt Naumburg (Saale), die Objektplanungsleistungen Gebäude nach § 34 HOAI (Architekt) zzgl. besonderer Leistungen wie - Weiterführung Brandschutzkonzept und Brandschutzplanung, - Bauphysik, d. h. Wärmeschutz u. Energiebilanzierung sowie Schallschutz-Planung (Bauakustik), - Erarbeitung des Antrages auf Denkmalrechtliche Genehmigung und- Weiterführung der geringfügigen Anpassungen in der Freiflächenplanung zu vergeben. Die Leistungen werden stufenweise vergeben zunächst für die Leistungsphase 4 (optional 5-7 sowie 8-9). Folgende Leistungen werden mit weiteren Verfahren ausgeschrieben:- Fachplanung Tragwerk gem. § 51 HOAI (Los 2) - Fachplanung Technische Ausrüstung HLS gem. § 55 HOAI (Los 3)- Fachplanung Technische Ausrüstung ELT gem. § 55 HOAI (Los 4)
Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen bis zum Abschluss der Baumaßnahme vor. Grundlage der Beauftragung sind die KVM-Vertragsmuster.
Nach Beauftragung ist umgehend mit der Bearbeitung zu beginnen.Aktueller Terminplan:- 01/27 Genehmigungsplanung,- 04/27 Baugenehmigung- ab 05/27 Ausschreibung und Vergabe,- 10/27 Baubeginn,- 04/30 Baufertigstellung, bezugsfertig.
- der Vergleichbarkeit des vorgestellten Vorhabens zum jetzigen Projekt (insbesondere auch Umgang mit Denkmalschutz!)- der Qualität der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber- der Qualität der Zusammenarbeit mit Fachplanern- der Qualität des Kosten- und Terminmanagements
Unter Berücksichtigungung- des vorgesehenen Termin- und Kostenmanagements (Steuerungs- und Kontrollinstrumente bei der Planung und baulichen Umsetzung)- der vorgesehenen Organisation der fachlichen Bauüberwachung (insbesondere auch Vor-Ort-Präsenz, Verfügbarkeit)
Vorstellung des Projektteams mit Darlegung der persönlichen fachlichen Erfahrungshintergründe/Kenntnisse (excl. Berufsjahre!) sowie- Projektleiter:in - Projektbearbeiter:in- Bauleiter:in
Bewertung der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den vorleigenden Unterlagen, insbesondere:- Qualität der Auseinandersetzung mit den zu erwartenden Kosten- Qualität der Prüfung/Einschätzung der vorliegenden Planung- Qualität der Ausführungen zum möglichen zeitlichen Ablauf- Qualität der Erläuterungen zum vorgesehen Umgang mit spezifischen nutzungstechnischen und denkmalpflegerischen Belangen
Unter Berücksichtigung - des Gesamteindruckes der Präsentation- der Reaktion auf Rückfragen/Diskussion
Gesamthonorar für die Planungsleistungen (Objektplanung Gebäude) - incl. aller Kostenbestandteile, Zu-/Abschläge, Nebenkosten
Stundensätze- Gesamtprojektleiter:in- Projektbearbeiter:innen Objketplanung Gebäude- Bauleiter:in
- Leistungsphasen 5-9 (stufenweise)- ggf. erforderliche weitere besondere Leistungen
Der Bewerber hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bewerber Vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren- gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder- gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder- gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:Gemäß § 160 (3) GWB ist ein Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren unzulässig, soweit:1) der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB (Informations- und Wartepflicht) bleibt unberührt (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB).2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB),3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB),4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§§ 160 Abs. 3 Nr. 4, 161 Abs. 1 GWB).Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Nachprüfungsantrag der Vergabestelle erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 GWB). Gemäß § 135 (2) GWB kann eine Unwirksamkeit eines Vertrages nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist.
Der Teilnahmeantrag besteht aus dem Bewerberbogen, Angaben zu Referenzen und Nachweisen; sämtliche Vergabe-/Auftragsunterlagen sind auf der Vergabeplattform eingestellt.Der Bewerberbogen und die anderen einzureichenden, bearbeitbaren Formulare sind auf den eigenen Rechner herunterzuladen, dort lokal auszufüllen und zu speichern.Teilnahmeanträge können ausschließlich von registrierten Bewerbern über die Vergabeplattform in Textform eingereicht werden. Die ausgefüllten und lokal gespeicherten Unterlagen sind als Teil des Teilnahmeantrags auf die Plattform hochzuladen.Bei elektronischer Angebotsübermittlung in Textform ist der Bieter, der die Erklärung abgibt, zu benennen.Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für den Teilnahmeantrag nicht erforderlich.Die Kommunikation (Fragen, Auskünfte) erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform. Dabei ist das Kommunikationstool zu verwenden.Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Anträge werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt.Die Vergabestelle kann gemäß § 56 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Satz 2 VgV unternehmensbezogene und leistungsbezogene Unterlagen nachfordern oder vervollständigen.
Die Vergabestelle kann gemäß § 56 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Satz 2 VgV unternehmensbezogene und leistungsbezogene Unterlagen nachfordern oder vervollständigen.
1. Eigenerklärung zu Bestehen und Höhe einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung sowie ggf. Erklärung zur erforderlichen Anpassung. Die vereinbarten Deckungssummen sind anzugeben.Angaben siehe Bewerbungsunterlagen.Spätestens vor Zuschlagserteilung ist der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen durch Vorlage des Versicherungsscheines beizubringen. Der Nachweis gilt auch als erbracht, wenn eine unwiderrufliche Erklärung des Versicherungsunternehmens vorgelegt wird, mit der sie den Abschluss der geforderten Haftpflichtleistungen und Deckungsnachweise im Auftragsfall zusichert. Nach Erteilung des Auftrages muss der gültige Versicherungsschein vorgelegt werden. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.Im Falle der Beauftragung einer Arbeitsgemeinschaft wird bei Abschluss des Vertrages eine "objektbezogene" Versicherung als Arbeitsgemeinschaft erforderlich.Im Falle einer Bietergemeinschaft haften die Mitglieder der Gemeinschaft (ARGE) mit Beauftragung gesamtschuldnerisch.Mindestdeckungssummen Versicherung:- 1.500.000 EUR für Personenschäden und- 1.000.000 EUR sonstige Schäden (Sachschäden und Vermögensschäden) je Schadensereignis, bei einem in einem Mitgliedsstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens, wird verlangt. Die Gesamtleistung der Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen.
2. Erklärung zum Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 Geschäftsjahren (2023 - 2025, Durchschnitt) bzgl. mit dem hier ausgeschriebenen Auftrag vergleichbarer Leistungen gem. § 45 Abs. (1) Nr. 1 und (4) Nr. 4 VgV, d. h. jährlicher Mindestumsatz zu den betr. Planungsgewerken:- Objektplanung gem. § 34 HOAI min. 100.000 EUR
3. Erklärung zur durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl in den letzten drei Geschäftsjahren 2023 - 2025 (bei mehreren Standorten jeweils nur auf das verantwortliche Büro bezogen) und zwar:- Anzahl der Architekt:innen/Ingenieur:innen (inkl. Führungskräfte) im Leistungsbild Objektplanung gem. § 34 HOAI, min. 2
Berufserfahrung des Projektteams, und zwar der verbindlich vorgesehenen Projektleiter:in, Projektbearbeiter:in (Gebäude) = stv. Projektleiter:in und Bauleiter:in.
Referenzliste Objektplanung Gebäude - wesentliche, in den letzten 5 Jahren (nach dem 01.01.2021) erbrachte Leistungen der Objektplanung Gebäude (Leistungen § 34 HOAI) - mit mind. einer Referenz "Büro/Verwaltung/Staat/Kommune"
Referenzliste "Planungsleistungen für Brandschutz Gebäude" - wesentliche, in den letzten 5 Jahren (ab 01.01.2021) erbrachte Leistungen
Referenzliste "Planungsleistungen Bauphysik - Wärmeschutz und Energiebilanzierung" - wesentliche, in den letzten 5 Jahren (ab 01.01.2021) erbrachte Leistungen
Referenzliste "Planungsleistungen Bauphysik - Bauakustik" - wesentliche, in den letzten 5 Jahren (ab 01.01.2021) erbrachte Leistungen
Ergänzende Vorlage min. einer Referenz A, Objektplanungsleistungen gem. § 34 HOAI für die Sanierung eines Gebäudes gem. Anlage 10.2 HOAI, Objektliste Gebäude, Gruppe "Büro/Verwaltung/Staat/Kommune" (Büchereien, Bibliotheken, Archive), anrechenbare Baukosten min. 1,9 Mio. EUR, fertiggestellt (Bauabnahme) nach dem 01.01.2016 bis zur Abgabefrist dieses Teilnahmeantrages (Referenzblatt)- mit mehreren Bewertungspunkten, über die Mindestanforderungen hinausgehend (erbrachte Leistungsphasen gem. § 34 HOAI, anrechenbare Kosten gem. § 33 HOAI, Finanzierung des Vorhabens mit Fördermitteln des Landes und/oder des Bundes und/oder der EU, bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Denkmal, Projektleiter:in, -bearbeiter:in und Bauleiter:in sind auch für die zu vergebende Planungsaufgabe vorgesehen, Anzahl der Referenzprojekte).Komplexe Referenzen mit einer Konzentration mehrerer Bewertungspunkte führen zu einer höheren Bewertung.
Berufszulassung Architekt:in (Objektplanung Gebäude)
Nachweis Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz (Abschlusszeugnis und/oder Eintragung in der Architekten-/Ingenieurkammer)
Nachweis geeigneter Fortbildung oder Gleichwertiges für Wärmeschutz und Energiebilanzierung
Nachweis geeigneter Fortbildung oder Gleichwertiges für Bauakustik
Erklärung, ob der Bewerber zur Erfüllung der Eignungskriterien die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nimmt und Angabe, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehaltenVerweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung "Architekt" gem. landesrechtlichen Regelungen.Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe je einen verantwortlichen Ingenieur benennen. Der Nachweis ist den Bewerbungsunterlagen beizulegen. Ausländische Bewerber mit der Zugehörigkeit eines Mitgliedstaates der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfüllen die fachlichen Voraussetzungen für ihre Bewerbung, wenn ihre Berechtigung zur Führung der o. g. Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen gewährleistet ist.Geforderte Berufsqualifikation gem. § 75, Abs. 1 und 2 VgV.