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ATLAS DNZ: Regional-Wirtschaftlicher Dialog
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Gemeinnützige Gesellschaft für digitalisierte und nachhaltige Zusammenarbeit (DNZ) mbH
Friedrichstraße 27
57072
Siegen
Deutschland
david.unbehaun@socio-informatics.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y9MMBGL

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y9MMBGL/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Auftraggeberin ist die DNZ gGmbH (DNZ) als Konsortialführerin im Projekt ATLAS - Automotive Transformationsplattform Südwestfalen". Das Projektkonsortium ATLAS wird für eine Laufzeit von vier Jahren (Juli 2022 - Dezember 2026) vom BMWK gefördert. Neben der DNZ sind fünf weitere Partner im Projekt vertreten: Die IG Metall NRW, die FH Südwestfalen, die Universität Siegen, die agentur mark GmbH und die Digital Hub Management GmbH.
Die DNZ beschafft die vorliegend ausgeschriebenen Leistungen zur Durchführung des sog. "Regional-Wirtschaftlicher Dialog".
Die Auftraggeberin vergibt vorliegend Beratungsdienstleistungen zur Unterstützung der Erarbeitung von Vision, Ziel und Konzeption der regionalen Transformationsstrategie. Hierbei sind Stakeholder der Automobil- und Autozulieferbetriebe Südwestfalens oder aber Betriebe, die über Wertschöpfungsketten mit der Zulieferindustrie indirekt verbunden sind einzubinden. Insgesamt vergibt die Auftraggeberin 25 Tagewerke.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Vergabeunterlagen, insbesondere der Leistungsbeschreibung.

Haupterfüllungsort

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Kriterien
Preis
30%
Qualität
70%

Das Qualitätskriterium umfasst 6 Unterkriterien (Konzepte):
Q1: Konzept zur Identifizierung bzw. Aktualisierung des Bestandes an relevanten Betrieben. Bewertungspunkte/Gewichtung: max.5.
Die Bieter stellen dar, wie sie die im ATLAS-Projekt bereits vorliegende Bestandsaufnahme von rund 680 relevanten Betrieben der Automotive-Industrie in der Region Südwestfalen (inkl. Stadt Hagen) systematisch überprüfen und aktualisieren. Erwartet wird ein methodisch nachvollziehbares Vorgehen zur Fortschreibung der Datenbasis, insbesondere im Hinblick auf Betriebsschließungen, neu hinzugekommene Automotive-Betriebe sowie produkt- und leistungsbezogene Neuorientierungen im Zuge der Transformation.
Darzustellen sind insbesondere:
o die genutzten Datenquellen und Zugänge,
o das Vorgehen zur Parametrisierung und Klassifizierung der Betriebe,
o die Sicherstellung von Aktualität, Konsistenz und Nutzbarkeit der Daten für die weitere Netzwerkarbeit im Projekt ATLAS.

Q2: Konzept zur Analyse von regionsbezogenen Potenzialen zu ausgewählten Technologietrends . Bewertungspunkte/Gewichtung: max.15.
Die Bieter legen ein Konzept zur Analyse regionsbezogener Potenziale ausgewählter Technologie- und Marktentwicklungen innerhalb und außerhalb des Automotive-Sektors vor. Ziel ist es, regionale Betriebe bei der strategischen Ausrichtung auf neue Technologien und innovationsträchtige Marktfelder zu unterstützen.
Darzustellen ist:
o nach welchen Kriterien relevante Technologietrends (z. B. Smart Metal, Wehrtechnik) ausgewählt werden,
o wie Technik- und Marktentwicklungen analysiert und bewertet werden,
o wie durch die Auswertung von Forschungs- und Innovationsdatenbanken potenzielle Kooperationspartner, insbesondere Forschungseinrichtungen, identifiziert werden.
Der Ansatz soll handlungsorientiert sein und konkrete Anknüpfungspunkte für regionale Unternehmen liefern.

Q3: Konzept zur Zuordnung von regionalen Industriebetrieben zu potenziellen Entwicklungsszenarien. Bewertungspunkte/Gewichtung: max.15.
Die Bieter beschreiben, wie auf Basis der Ergebnisse aus der Unternehmensbestandsaufnahme sowie der Analyse von Technologietrends Szenarien für eine zukünftige industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung in Südwestfalen entwickelt werden.
Darzustellen ist insbesondere:
o das methodische Vorgehen zur Entwicklung der Szenarien,
o die Kriterien zur Zuordnung regionaler Industriebetriebe zu diesen Szenarien,
o die Nutzbarkeit der Ergebnisse für die Initiierung von Netzwerken und Kooperationsprojekten im Rahmen von ATLAS.

Q4: Konzept zur Anbahnung von Vernetzung und Kooperationen durch Interviews. Bewertungspunkte/Gewichtung: max.45.
Die Bieter stellen dar, wie qualitative Interviews mit Unternehmensvertretern sowie mit Akteuren aus industrienahen Institutionen und Verbänden in Südwestfalen durchgeführt und ausgewertet werden. Ziel ist es, die entwickelten Technologie- und Marktszenarien auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Zentrale Aspekte sind:
o das Konzept zur Auswahl der Interviewpartner,
o die Durchführung und Auswertung von rund 20 Interviews,
o die strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse für die praktische Arbeit der ATLAS-Netzwerkpartner sowie für die Weiterentwicklung der Regionalstrategie.
Die Interviews sollen zugleich der inhaltlichen Vorbereitung des regional-wirtschaftlichen Dialogs dienen.

Q5: Konzept für den sozialpartnerschaftlich-partizipativen Dialog mit Stakeholdern. Bewertungspunkte/Gewichtung: max.10.
Die Bieter legen dar, wie aufbauend auf den Ergebnissen der vorangegangenen Analysen und Interviews ein Konzept für sozialpartnerschaftlich-partizipative Dialog- und Veranstaltungsformate entwickelt wird. Ziel ist die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit der Sozialpartner sowie die Unterstützung der Kooperation zwischen Betriebsparteien auf Unternehmensebene.
Darzustellen sind insbesondere:
- geeignete Dialog- und Veranstaltungsformate,
- deren Zielgruppen und inhaltliche Ausrichtung,
- der Beitrag der Formate zur Sensibilisierung, Aktivierung und Unterstützung von Transformationsprozessen in der Region.

Q6: Personaleinsatzkonzept. Bewertungspunkte/Gewichtung: max.10.
Die Bieter legen mit dem Angebot ein "Personaleinsatzkonzept" vor. Die Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung betrauten Personals hat in Anbetracht der vorliegend zu vergebenden Unterstützungsleistungen aus Sicht der Auftraggeberin erheblichen Einfluss auf das Niveau der Auftragsdurchführung. Im Rahmen des Personaleinsatzkonzepts müssen die geplanten Mitarbeiter und deren Qualifikation, sowie idealerweise bereits erworbene Erfahrungen vorgestellt werden. Gewünscht wird zudem eine interdisziplinäre Zusammensetzung des Beratungspersonals.
Im Rahmen des Konzepts sind auch die Vertretungsregelungen für den Fall von Krankheit, Urlaub u.ä. darzulegen. Ferner müssen folgende Aspekte beleuchtet werden:

- In welcher Personalstärke und mit welchen Kapazitäten plant der Bieter die jeweiligen Leistungen zu erbringen. Die Angaben sind zu begründen.
- Der Bieter hat schließlich konkret anzugeben, wie zeitlich flexibel die Berater - auf die Anforderung der Auftraggeberin hin - in den Unternehmen und in der Projektbearbeitung einsetzbar sind.

Darüber hinaus erwartet die Auftraggeberin folgende weitere Leistungen
- Grundlegendes Projektmanagement, z.B. Abstimmung mit der Auftraggeberin, Steuerung projektinterner Abläufe
- Prozessmanagement, z.B. Systematische Entwicklung und Aufbereitung handlungsrelevanter Themen
- Transfermanagement organisieren und weiterentwickeln, z.B. Zuarbeit für Transferveranstaltungen
- Aktive Einbindung ins Projektkonsortium, z.B. Systematische und analytische Reflexion der Projektinhalte, Vorgehensweisen sowie der Zielerreichung des Vorhabens zwischen den Projektbeteiligten.

Die Auftraggeberin legt insgesamt Wert auf eine innovative Ausgestaltung der Konzepte und der Vorstellung kreativer, erfolgsversprechender und möglichst konkreter Vorschläge durch den Bieter. Die entsprechenden Konzepte werden Vertragsbestandteil und gehen in die Angebotswertung ein. Sie dürfen insgesamt einen Umfang von 10 Seiten (Arial, Schriftgröße 11) nicht übersteigen. Bei einer Überschreitung werden nur die ersten 10 Seiten für die Wertung herangezogen.
An die o. g. Zuschlagskriterien bestehen folgende Mindestanforderungen:
- Das jeweilige Angebot muss beim Kriterium Qualität insgesamt mindestens 40 Punkte (von max. 100 Punkten) erreichen.
- Beim Kriterium Preis darf das Angebot einen maximalen Pauschalfestpreis für 25 Tagewerke in Höhe von EUR 30.000 ohne Ust. nicht überschreiten (Kostenobergrenze aufgrund zuwendungsrechtlicher Vorgaben).
Nur Angebote, welche die vorgenannten Anforderungen erfüllen, werden zur Wertung zugelassen.

Ausführungsfristen

Der Leistungsbeginn durch den Auftragnehmer soll möglichst zeitnah nach Erteilung des Zuschlags erfolgen. Die praktische Durchführung des regional-wirtschaftlichen Dialogs ist ab Anfang 2026 geplant.

Laufzeit bzw. Dauer

31.12.2026

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

- Kopie eines Handelsregisterauszugs, welcher maximal drei Monate alt sein darf,

oder

- (Ausschließlich für den Fall, dass keine Eintragungspflicht in das Handelsregister besteht) Eigendarstellung des Bieters über seine unternehmerischen Verflechtungen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Der Bieter weist seine wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit durch Vorlage einer Eigenerklärung über den Gesamtumsatz für die letzten drei Geschäftsjahre nach (Formblatt "Eigenerklärung Gesamtumsatz").
An den Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind folgende Mindestanforderungen geknüpft:
Der durchschnittliche Gesamtjahresumsatz (ohne USt.) des Bieters muss über die letzten drei Geschäftsjahre (2023 - 2025) betrachtet mindestens EUR 60.000 betragen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Der Bieter weist seine technische und berufliche Leistungsfähigkeit durch die Vorlage von Eigenerklärungen zu vergleichbaren Referenzen in den letzten fünf Jahren nach.
Die jeweiligen Referenzen sind "vergleichbar", wenn Sie in Inhalt und Umfang wesentlich folgenden Leistungskategorien entsprechen:
(1) Beratungserfahrungen in Unternehmen, die sich in Transformationsprozessen befinden. In diesem Zusammenhang Beratungsdienstleistungen zur Beförderung eines produktiven Dialogs zwischen der Unternehmensleitung und der Arbeitnehmervertretung anlässlich festgestellter Transformationsprozesse. Nachweis betrieblicher prozessbegleitender Beratungs- und Schulungsleistungen, Workshop-Konzepte, entwicklungsoffener Experimentierräume.
(2) Nachweis beteiligungsorientierter und prozessbegleitender Beratungserfahrungen in Unternehmen. Dies umfasst auch Beratungs-, Schulungs- und Methodenkompetenz in den Themenfeldern Standort- und Beschäftigungssicherung, Gestaltung von Transformationsprozessen, Digitalisierung, Produktions- und Leistungssystemen, Personalentwicklung und Qualifizierung.
(3) Beratungsdienstleistungen, die gute Kenntnisse der NRW-Wirtschafts- und Branchenstrukturen belegen, insbesondere differenzierte Kenntnisse der regionalen Strukturen und Herausforderungen in der Automobil- und Zulieferbranche Südwestfalens.
(4) Beratungsdienstleistungen, die eine Ermittlung, Vermittlung und Aufbereitung von Erkenntnissen für die Zielgruppen der Betriebsräte, Beschäftigten, Unternehmensleitungen, Berater und Wissenschaftler umfassten und in Branchen erfolgten, deren industrielle Strukturen sich durch neue Technologien bereits wandeln. Erfahrungen mit zielgruppenspezifischer Aufbereitung transformationsrelevanter Erkenntnisse und Themenstellungen.
(5) Beratungsdienstleistungen für die Wissenschaft, die Wirtschaft oder die Politik im Zusammenhang mit technologischen oder regional-wirtschaftlichen Entwicklungen (z.B. in Nordrhein-Westfalen).
(6) Beratungsdienstleistungen für ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Projekt, in dessen Zuge auch mit anderen Beratungseinrichtungen, wissenschaftlichen und gewerkschaftlichen Experten, regionalen Kompetenzzentren sowie Vertretern der Landes-, Bundes- oder EU-Politik kooperiert werden musste.
Für jede der vorgenannten Kategorien müssen die Bieter mindestens eine in Umfang und Inhalt vergleichbare Referenz nachweisen. Die Bieter können auch eine Referenz für mehrere der o. g. Leistungskategorien vorlegen, falls die Referenz mehrere Kategorien abdeckt.
Die Auftraggeberin behält sich vor, bei Zweifeln an den Angaben der Bieter ergänzende Nachweise anzufordern oder Erkundigungen beim Referenzgeber einzuholen.
Für die Erklärung zu den Referenzen hat der Bieter das Formblatt "Eigenerklärung Referenzen" auszufüllen und seinem Angebot beizufügen. Im Rahmen dessen sind Angaben zu Inhalt, Umfang und Zeitraum des Referenzprojekts, zum Namen des Referenzgebers einschließlich eines Ansprechpartners und entsprechender Kontaktdaten (Telefon und E-Mail) sowie zur Zuordnung der Leistungen zu den o. g. Kategorien erforderlich.
Die Bieter erklären sich damit einverstanden, dass die Auftraggeberin bei den angegebenen Ansprechpartnern der Referenzgeber - falls erforderlich - Auskünfte einholen darf.

Sonstige

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

18.03.2026 10:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

30.04.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

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