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REX Begleitprogramm für das FES-Landesbüro Bayern
VO: UVgO Vergabeart:   Ex post Veröffentlichung (§ 30 Abs. 1) Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
Hiroshimastraße 17
10785
Berlin
Deutschland
FuO/Zentrale Dienste Berlin
Jürgen Gerber
+49 3026935-9235
vergabestelle@fes.de

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung Bayern plant, die Organisation und Durchführung eines Rahmenprogramms zur FES-Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" in den kommenden Jahren vermehrt extern zu vergeben. Hintergrund ist, dass rechtspopulistische und autoritäre Erzählungen weltweit einen Aufstieg erleben - sie stellen demokratische Institutionen, Verfahren und Werte zunehmend infrage. In diesem globalen Kontext wirken auch regionale Krisen verschärfend: Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Spannungen haben in Deutschland und Bayern zu einer spürbaren Verunsicherung über die Leistungsfähigkeit der Demokratie geführt. Rechtsextreme Akteur:innen nutzen diese Unsicherheiten gezielt - auch in Bayern. Sie organisieren sich über Kampfsportveranstaltungen, Rechtsrock-Konzerte, neurechte Medienformate und öffentliche Aufmärsche, etwa in Nord- und Ostbayern. Zugleich nimmt die gesellschaftliche Polarisierung zu: Fragen der Erinnerungskultur, Geschlechtergerechtigkeit oder der Haltung zu Israel führen auch im schulischen Umfeld und in der kommunalen Bildungsarbeit zu kontroversen Auseinandersetzungen. Das Gebot politischer "Neutralität" wird dabei zunehmend von extremistischen Akteur:innen instrumentalisiert, um demokratische Bildungsangebote zu delegitimieren und Lehrkräfte zu verunsichern. Ein zentraler Bestandteil ist das Begleitprogramm zur Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen", das jährlich rund zwanzig Mal mit Schulklassen aller Schularten in ganz Bayern durchgeführt wird. Es kombiniert Vorträge, Zeitzeug:innen-Gespräche und Peer-to-peer-Workshops, bei denen Schüler:innen geschult werden, ihre Mitschüler:innen durch die Ausstellung zu führen. Vor dem Hintergrund wachsender Demokratiedistanz unter Jugendlichen hat die FES Bayern diese Formate in den vergangenen Jahren evaluiert. Die Rückmeldungen von Lehrkräften und Schüler:innen zeigen: Besonders nachhaltig wirken Veranstaltungen, die einführende Vorträge, Workshop-Elemente und Begegnungen, etwa mit Zeitzeug:innen, kombinieren.
Auf diese Erkenntnisse reagiert die FES Bayern konzeptionell in drei Punkten: Erstens skaliert sie die Zeitzeug:innen-Formate, um sie künftig auch online in bayerische Klassenzimmer zu bringen, zweitens will sie die Kombination von Ausstellung und direktem Austausch mit Zeitzeug:innen als regelmäßiger in ihr Begleitprogramm etablieren und drittens plant sie, verstärkt auch die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" sowie mögliche Nachfolgeformate zum Thema Rechtsterrorismus einzusetzen. Um dieses erweiterte und intensivierte Begleitprogramm umzusetzen, beabsichtigt die FES Bayern, die Organisation und Durchführung künftig extern zu vergeben.

Haupterfüllungsort

Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. Landesbüro Bayern
Herzog-Wilhelm-Str. 1
80331
München

Weitere Erfüllungsorte

Ausführungsfristen

Die konkrete Ausführung der Leistung muss mit der FES-Projektleitung abgesprochen werden.

Verfahren

Beschreibung

Verfahrensart

Verhandlungsvergabe

Vergebene Aufträge

Auftragsvergabe

Wirtschaftsteilnehmer

Insitut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.
90489
Nürnberg
Deutschland

Sonstige Angaben

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

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