1. Persönliche Lage des Bewerbers
Nachweis der Eignung durch Angabe der PQ-Nummer im Teilnahmeantrag für den direkten Abruf der Eintragung in der allgemein zugänglichen Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (Präqualifikationsverzeichnis) oder nachfolgende Eigenerklärung für nicht präqualifizierte Unternehmen:
1. Erklärung über die Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag und Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der Industrie- und Handelskammer.
2. Erklärung, ob ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren beantragt oder eröffnet wurde oder ein Antrag auf Eröffnung mangels Masse abgelehnt wurde.
3. Erklärung, ob sich das Unternehmen nicht in Liquidation befindet.
4. Erklärung, dass das Unternehmen nachweislich keine schweren Verfehlungen begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber und Bieter in Frage stellen.
5. Erklärung, dass das Unternehmen seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, ordnungsgemäß erfüllt hat.
6. Erklärung, dass das Unternehmen seine Verpflichtung zur Zahlung von Abgaben sowie der Beiträge zur tariflichen Sozialversicherung (z. B. SOKA-Bau), soweit sie der Pflicht zur Beitragszahlung unterfallen, und der gesetzlichen Sozialversicherung (gesetzliche Krankenkassen) ordnungsgemäß erfüllt hat.
7. Erklärung, dass das Unternehmen Mitglied der Berufsgenossenschaft ist.
Hinweis: Es sind zunächst formlose Eigenerklärungen ausreichend. In den beigefügten Vordrucken für den Teilnahmeantrag sind die entsprechenden Erklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die Erklärungen für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft sowie im Falle einer Eignungsleihe auch durch diese Unternehmen vorzulegen. Der Nachweis kann mit der vom Auftraggeber direkt abrufbaren Eintragung in die allgemein zugängliche Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) erfolgen, sofern die Erklärungen hinterlegt sind. Sofern nicht präqualifizierte Bewerber zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden sollen, sind durch diese die folgenden Nachweise vorzulegen:
- Nachweis über die Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag und Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der Industrie- und Handelskammer.
- Nachweis, dass das Unternehmen seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, ordnungsgemäß erfüllt hat, durch Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes bzw. Bescheinigung in Steuersachen, falls das Finanzamt eine solche Bescheinigung ausstellt.
- Freistellungsbescheinigung nach § 48b Einkommensteuergesetz
- Nachweis, dass das Unternehmen seine Verpflichtung zur Zahlung von Abgaben sowie der Beiträge zur tariflichen Sozialversicherung, soweit sie der Pflicht zur Beitragszahlung unterfallen, und der gesetzlichen Sozialversicherung, ordnungsgemäß erfüllt hat, durch Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der jeweiligen Sozialkasse.
- Nachweis, dass das Unternehmen Mitglied der Berufsgenossenschaft ist, durch Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft des zuständigen Versicherungsträgers mit Angabe der Lohnsummen.
Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die Nachweise für jedes nicht präqualifiziertes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft sowie im Falle einer Eignungsleihe auch durch einen nicht präqualifizierten Nachunternehmer vorzulegen.
2. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mit dem Teilnahmeantrag sind zur Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit des Bewerbers folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
2.1 Erklärung über den Gesamtumsatz jeweils bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024).
2.2 Erklärung über das Bestehen einer Haftpflichtversicherung oder Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung im Auftragsfall mit folgenden Haftungs-summen:
- mindestens 2,0 Mio. EUR für Personenschäden
- mindestens 2,0 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden.
Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Bei einer Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft muss der Versicherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen.
Hinweis: Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. In den beigefügten Vordrucken für den Teilnahmeantrag sind die entsprechenden Erklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft beizubringen.
3. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mit dem Teilnahmeantrag sind zur Prüfung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bewerbers folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
3.1 Anzahl der in den letzten drei Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025) jahresdurch-schnittlich gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischem Leitungspersonal.
Hinweis: Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. Der Nachweis kann mit der vom Auftraggeber direkt abrufbaren Eintragung in die allgemein zugängliche Liste des Vereins
für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) oder ein vergleichbares Präqualifikationssystem erfolgen. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist die Personalübersicht für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen. Die Auftragserteilung kann von der Vorlage weiterer Nachweise abhängig gemacht werden.
3.2 Erfahrungsnachweis des Bewerbers (des/der Unternehmen/s) in Form der Benennung von Referenzprojekten innerhalb der letzten fünf Jahre (ab 01.01.2021), über die Erbringung von Baumaßnahmen, welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind (vorzugsweise Erbringung von Bauleistungen als Generalunternehmer für den Neubau einer Feuerwehr/Feuerwehrgerätehauses).
Es sind mindestens zwei vergleichbare Referenzprojekte zu benennen, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Es werden drei Referenzprojekte bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigt (vgl. XIV der Vergabeunterlagen). Es werden nur Referenzprojekte als vergleichbar berücksichtigt, die folgende Anforderungen erfüllen:
a) Es muss sich um einen Neubau handeln.
b) Erstellungsart: Schlüsselfertiger Hochbau
c) Projektvolumen (KG 200 - 700) mind. 1,0 Mio. EUR brutto
d) Das Referenzprojekt muss nach dem 01.01.2021 und spätestens vor dem Ablauf der Frist zur Abgabe des Teilnahmeantrags abgenommen und das Objekt vom Nutzer in Betrieb genommen sein.
e) Es darf sich nicht um reine Sport-, Wohn- und Industriebauten handeln.
Im Rahmen der Benennung der vergleichbaren Referenzen sind folgende Angaben notwendig:
- Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
- Art der Nutzung
- Angaben zur Bruttogeschossfläche (BGF)
- Angaben zum Bruttorauminhalt (BRI)
- Angaben zum Umfang der beauftragten Leistungen (Kurzbeschreibung)
- Projektkosten KG 200 - 700 (brutto)
- Projektzeitraum (Baubeginn / Abnahme)