Auftragsgegenstand ist die Herstellung einer 140 Meter tiefen Erdwärmesondenbohrung mit anschließendem Enhanced Geothermal Response Test (EGRT) am Tagungszentrum der Deutschen Bundesbank in Eltville. Ziel ist die nachhaltige, CO2-arme Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes durch Geothermie. Die Bohrung soll als Test-Erdwärmesonde ausgebaut und mit einem Glasfaserkabel zur faseroptischen, tiefenorientierten Temperaturmessung ausgestattet werden. Nach Abschluss der Arbeiten ist ein EGRT durchzuführen, um die geothermischen Eigenschaften des Untergrunds zu bestimmen.
Vor Beginn der Bohrarbeiten ist eine Kampfmittelfreigabe des Bohransatzpunktes erforderlich. Die Bohrung ist als Spülbohrung ohne Kerngewinn auszuführen, die Dokumentation und Ausführung müssen den einschlägigen DIN-, VDI- und DVGW-Normen entsprechen. Die Grundwasserstände sind während der Arbeiten zu messen und zu protokollieren. Die Erdwärmesonde besteht aus einer Doppel-U-Sonde aus PE-RC, die mit einem geeigneten Verfüllmaterial (Wärmeleitfähigkeit ? 2,0 W/(m*K)) hinterfüllt wird. Nach einer Abbindezeit von mindestens 14 Tagen ist der EGRT durchzuführen, wobei alle relevanten Messdaten zu erfassen und auszuwerten sind.