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Interessenbekundungsverfahren: Anerkennungsdatenbank
VO: UVgO Vergabeart:   Ex ante Veröffentlichung (Binnenmarktrelevanz) Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Technische Universität Berlin - Zentrale Beschaffung - Strategischer Einkauf
Straße des 17. Juni 135
10623
Berlin
Deutschland
strat.einkauf@zb.tu-berlin.de

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

1) AUSGANGSLAGE UND ZIELSETZUNG
Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) prüft derzeit die Anschaffung und Implementierung einer digitalen Anerkennungsdatenbank. Ziel ist es, bestehende Prozesse im Bereich Anerkennung, Bewertung und Dokumentation effizienter, transparenter und nutzerfreundlicher zu gestalten. Die Lösung soll eine zentrale Plattform bieten, die sowohl interne Verwaltungsabläufe optimiert als auch externe Zugänge für Antragstellende und weitere Beteiligte ermöglicht.

Die Prüfungsausschüsse sollen durch eine einheitliche Datenhaltung, eine zentrale Anerkennungsdatenbank sowie verbindliche Referenzentscheidungen erheblich entlastet werden.

Im Rahmen dieses Interessenbekundungsverfahrens sollen geeignete Anbieter identifiziert werden, die über entsprechende fachliche, technische und organisatorische Kompetenzen verfügen.

2) GEGENSTAND
Jährlich werden an der TU Berlin zwischen 1.000 und 2.000 Anerkennungsanträge bearbeitet. Diese betreffen
- Module aus Auslandsaufenthalten
(Erasmus+, Übersee, Kurzzeitmobilitäten, andere Austauschprogramme)
- Studienleistungen aus einem ausländischen Hochschulstudium (int. Hochschulwechsel)
- Studienleistungen nach inner-deutschem Hochschul-wechsel
- TU-interne Studien-gangs-wechsel
- außerhochschulisch erworbene Qualifikationen

Die aktuellen Anerkennungsprozesse sind dezentral organisiert. Zuständig sind in der Regel die einzelnen Prüfungsausschüsse der Studiengänge. Dies führt zu uneinheitlichen Verfahren und teilweise hohem administrativen Aufwand. Ein Großteil der Bearbeitung erfolgt derzeit papierbasiert oder per PDF-Formular. Die Verbuchung im Prüfungsverwaltungssystem SAP SLcM/QIS-POS erfolgt zudem manuell. Diese Arbeitsweise erzeugt Medienbrüche, Doppelerfassungen und lange Prozessdurchlaufzeiten.

Die Digitalisierung dieses Anerkennungsprozesses (End-to-End) birgt erhebliches Potenzial zur Vereinfachung.

Ein digitales System soll:
- Transparenz schaffen, indem Studierende frühzeitig im Prozess erkennen, welche Module bereits anerkannt wurden.
- Aufwände senken, indem Positivbescheide studiengangsübergreifend wiederverwenden werden / sichtbar sind.
- Rechtssicherheit erhöhen, durch konsequente Workflows mit einheitlichen Zeitstempeln, eIDAS-konformer Signatur und Ablage aller Unterlagen.
- Nationale und EU-Pflichten erfüllen: OZG (Onlinezugangsgesetz), SDG-VO (Single Digital Gateway), EDC (Europass Digital Credentials for Learning), EMREX und EWP erfordern maschinenlesbare Bescheide und sichere Datenübertragung.

Die Prüfungsausschüsse sollen durch eine einheitliche Datenhaltung, eine zentrale Anerkennungsdatenbank sowie verbindliche Referenzentscheidungen erheblich entlastet werden.

Haupterfüllungsort

Weitere Erfüllungsorte

Ausführungsfristen

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

3) ZIELGRUPPE DER ANBIETER
Angesprochen sind Unternehmen, Institutionen oder Konsortien mit nachweislicher Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung vergleichbarer Datenbank- oder Fachverfahren, insbesondere im öffentlichen Sektor oder im Bereich Anerkennungs- bzw. Zertifizierungsprozesse.

4) INHALTE DER INTERESSENBEKUNDUNG
Die Interessenbekundung sollte folgende Angaben enthalten:

4.1 UNTERNEHMENSPROFIL
- Name, Branche, Standort
- Leistung, Zielgruppe
- Kontaktdaten

4.2 FUNKTIONALE LEISTUNGSMERKMALE
- Unterstützung von Anerkennungs- und Anrechnungsprozessen (z. B. internationale und nationale Anerkennung, Vorabanerkennung)
- Abbildung durchgängiger digitaler Workflows (Antrag, Prüfung, Entscheidung, Bescheiderstellung)
- Möglichkeit zur Führung einer zentralen Referenzdatenbank für Anerkennungsentscheidungen
- Recherche- und Auswertungsfunktionen

4.3 TECHNISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
- Bereitstellungsmodell (SaaS, On-Premises oder hybride Modelle)
- Integrationsfähigkeit in bestehende Systemlandschaften, insbesondere Schnittstellen zu Campus-Management-Systemen (z. B. SAP SLcM)
- Anbindungsmöglichkeiten an Drittsysteme (z. B. Mobility Online, EMREX, European Digital Credentials)
- Konfigurierbarkeit durch die Auftraggeberin (z. B. Workflows, Masken, Pflichtfelder)

4.4 BETRIEB, SERVICE UND SICHERHEIT
- Support- und Wartungskonzepte (inkl. Reaktionszeiten)
- Angaben zu Hosting, IT-Sicherheit und Datenschutz (insbesondere DSGVO-Konformität)
- Zertifizierungen (z. B. ISO 27001)

4.5 REFERENZEN
- Referenzprojekte vergleichbarer Art und Größe, vorzugsweise im Hochschulbereich

4.6 WIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE (INDIKATIV)
- Grundzüge des Lizenz- bzw. Nutzungsmodells
- Einschätzung des Einführungsaufwands
- Laufende Kosten für Betrieb, Wartung und Support

Bitte senden Sie Ihre Antworten bis zum 08.05.2026, 14:00 Uhr
an: strat.einkauf@zb.tu-berlin.de
mit dem Betreff:
IBV-057-26 - Anerkennungsdatenbank

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