Katholische Kirchengemeinde Dom St. Bartholomäus - Vergabe von Sicherheitsdienstle...
VO: UVgO Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Katholische Kirchengemeinde Dom St. Bartholomäus
Domplatz 14
60311
Frankfurt am Main
Deutschland
vergabestelle@goerg.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y0SMQ9V

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y0SMQ9V/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

I. Allgemeines
Die Katholische Kirchengemeinde Dom St. Bartholomäus (KdöR), Domplatz 14, 60311 Frankfurt am Main (im Weiteren: "Dompfarrei" oder "Auftraggeberin"), beabsichtigt die Gesamtvergabe von unbewaffneten Sicherheitsdienstleistungen für die Innenaufsicht im Dom St. Bartholomäus (Kaiserdom zu Frankfurt am Main, Domplatz 1, 60311 Frankfurt am Main) und in der Kirche St. Leonhard (Am Leonhardstor 25, 60311 Frankfurt am Main). Der Leistungsbeginn ist für den 01.10.2026 vorgesehen. Die Grundlaufzeit beträgt zwei Jahre (Ende 30.09.2028); zugunsten der Auftraggeberin besteht eine einmalige einjährige Verlängerungsoption bis zum 30.09.2029.
II. Leistungsgegenstand
Vom Auftrag umfasst sind insbesondere folgende Leistungen:

- Schutz und Unterstützung der Mitarbeitenden und Besuchenden der Objekte;
- Schutz der Räumlichkeiten vor Vandalismus, vor geistig verwirrten Personen sowie vor politisch und religiös motivierten Aktionen, die nicht unter der Verantwortung des Stadtdekans stehen;
- Schutz vor organisierter Kriminalität, insbesondere Diebesbanden (auch, aber nicht abschließend, solche, die Opferstöcke bestehlen) sowie organisierten Bettlerbanden;
- Durchsetzung des Hausrechts des Dompfarrers gegenüber Personen, die sich nicht an die Hausordnung halten, unter Unterstützung der Polizei; dabei ist zu beachten, dass der Domplatz zum öffentlichen Bereich zählt und der Sicherheitsdienst dort kein Hausrecht der Dompfarrei ausüben darf;
- Einlasskontrolle und Aufsicht bei Messen, Gottesdiensten, Andachten und Konzerten;
- Tägliche Dokumentation und Fortschreibung jedweder Vorkommnisse im Wachbuch (siehe Ziffer VII).
III. Einsatzzeiten und Anwesenheit
Vorausgesetzt wird die Gestellung je mindestens eines unbewaffneten Sicherheitsmitarbeitenden in Dienstkleidung für die Objektaufsicht.

- Dom St. Bartholomäus: Samstags 10:00-20:00 Uhr (10 Stunden), Sonntags 09:00-20:00 Uhr (11 Stunden).
- Kirche St. Leonhard: Montags bis Freitags 15:00-19:00 Uhr (4 Stunden), Samstags und Sonntags 11:00-19:00 Uhr (jeweils 8 Stunden).

Der Auftragnehmer hält sich zudem für Sonderdienste in beiden Kirchen (insbesondere an kirchlichen und weltlichen Feiertagen sowie bei besonderen Veranstaltungen) nach vorheriger Absprache und Beauftragung durch die Auftraggeberin bereit.

Im Einzelnen siehe Vergabeunterlagen.

Haupterfüllungsort

60311

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Kriterien
Preis
50
Güte und Qualität des Personalkonzepts
30
Güte und Qualität des Einsatz- und Verhaltenskonzepts
20

Ausführungsfristen

Laufzeit bzw. Dauer

01.10.2026
30.09.2028

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

a) Erklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 31 UVgO i. V. m. §§ 123, 124 GWB und § 22 Abs. 1 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
b) Eine aussagekräftige Unternehmensdarstellung unter Angabe von Firma, Sitz, Gegenstand, Rechtsform, Geschäftsleitung des Unternehmens, nebst einer kurzen Beschreibung des Tätigkeitsbereichs (Arbeitsbereiche, Leistungsspektrum) sowie der Angabe des Ansprechpartners für das Angebot.
c) Ein aktueller Nachweis der Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister oder eine gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Ursprungs- oder Herkunftslandes sowie zusätzlich der Nachweis der behördlichen Erlaubnis zum Bewachungsgewerbe nach § 34a Gewerbeordnung (Bewachungserlaubnis).
d) Eine Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG).
e) Eine Eigenerklärung zum Russlandgeschäft gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576.
f) Bei Bietergemeinschaft und / oder Eignungsleihesituation: Aussagekräftige Darstellung (structure chart) der beabsichtigten Bewerber- / Bieterstruktur mit (Teil-)Leistungsbereichen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

a) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens sowie den Umsatz, soweit er mit den zu vergebenden Sicherheitsdienstleistungen (insbesondere Objekt- bzw. Innenaufsicht in publikumsintensiven, kultur- oder sakralbezogenen Liegenschaften) vergleichbare Leistungen betrifft, jeweils in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023 bis 2025).
b) Nachweis einer Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme je Schadensfall von EUR 5.000.000 für Personenschäden, EUR 5.000.000 für Sachschäden sowie EUR 300.000 für Schlüsselverlust. Der Nachweis ist entweder durch eine Bestätigung des Versicherers über das Bestehen der Versicherung mit den genannten Deckungssummen zu erbringen oder durch eine Bestätigung des Versicherers über die Bereitschaft, im Auftragsfall eine Versicherung mit den genannten Deckungssummen bereitzustellen. Die Versicherungssummen müssen pro Versicherungsjahr mindestens dreifach zur Verfügung stehen; der Versicherungsvertrag hat eine Nachhaftung von mindestens zehn Jahren vorzusehen.
c) Ein Nachweis ausreichender Bonität durch Vorlage einer aktuellen Wirtschaftsauskunft einer Ratinggesellschaft, wie z. B. Creditreform oder einer vergleichbaren Wirtschaftsauskunft, in Bezug auf Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

a) Nachweis einschlägiger Erfahrungen durch eine Aufstellung der wesentlichen, innerhalb der letzten drei Jahre (2023 bis 2025) sowie des laufenden Jahres erbrachten Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (insbesondere Objekt- bzw. Innenaufsicht in publikumsintensiven, kultur- oder sakralbezogenen Liegenschaften) , unter Angabe - je Referenz - von:

- Art der Auftraggeberin (privat oder öffentlich; insbesondere kirchlicher, kultureller oder öffentlich-repräsentativer Publikumsverkehr),
- der Leistungszeit (Beginn/Ende),
- Auftragsvolumen,
- Art und Umfang der Leistungserbringung (insbesondere Angaben zum Objekttyp, Öffnungszeiten, Publikumsaufkommen, eingesetzte Personalstärke und Schichtmodell, Umgang mit Vandalismus, Diebstahl, Störern sowie Deeskalationsmaßnahmen);
- Angabe, ob und, wenn ja, in welchem Umfang Nachunternehmen eingebunden worden sind;
- Auftraggeberin mit Ansprechpartner und Telefon-Nr. (Mindestanforderung: Der Bieter muss mindestens zwei vergleichbare Referenzen vorlegen.)
b) Angaben über die Zahl der in den letzten drei Jahren (2023 bis 2025) jahresdurchschnittlich beschäftigten Sicherheitsmitarbeitenden (Angabe sowohl der tatsächlichen Zahl als auch der entsprechenden Vollzeitäquivalente), gegliedert nach Funktion (administrativ tätiges Personal, Sicherheitsmitarbeitende im operativen Objekteinsatz, Führungs- bzw. Kontrollpersonal), unter Angabe der Zahl der insgesamt beschäftigten Führungskräfte.

Sonstige

Die Einbindung von Nachunternehmen ist nicht zugelassen.

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

Gemäß Vertrag.

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

03.09.2026 12:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

31.10.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

Alle geforderten Nachweise und Erklärungen gemäß dieser Auftragsbekanntmachung sind innerhalb der Frist für den Eingang der Angebote mit den Angeboten vorzulegen, soweit sich der Auftraggeber dies nicht ausdrücklich anders vorbehalten hat. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass unvollständige Angebote vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden können. Die Vorlage von Kopien ist zulässig.

Ausländische Bieter haben statt der geforderten amtlichen Nachweise nach deutschem Recht gleichwertige Bescheinigungen nach den Vorschriften ihres Herkunftslandes vorzulegen. Soweit nicht anders gefordert, können Erklärungen als Eigenerklärungen abgegeben werden.

Die Vergabestelle stellt für die nachfolgend aufgeführten Nachweise und Erklärungen ein Bieter-Formblatt zur Verfügung, welches interessierte Unternehmen als Anlage zum (ersten) Verfahrensbrief / Aufforderung zur Angebotsabgabe über die elektronische Adresse dieser Auftragsbekanntmachung abrufen können.

Bei Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise für alle Mitglieder vorzulegen, wobei jedes Mitglied seine Eignung für den Leistungsbestandteil nachweisen muss, den es übernehmen soll. Ferner hat die Bietergemeinschaft dem Angebotsschreiben eine Erklärung beizulegen, in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist, in der alle Mitglieder aufgeführt sind, der für die Durchführung bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist und dieser die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und dass alle Mitglieder im Auftragsfall als Gesamtschuldner haften (Bietergemeinschaftserklärung).

Geforderte Eignungsnachweise (gem. § 33 UVgO), die in Form anerkannter präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.

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