Das 1970 erbaute und 1984 umgebaute Rat- und Bürgerhaus in Niederdorfelden befindet sich aufgrund baulicher, brandschutztechnischer, technischer und funktionaler Mängel in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Auch im Bereich der umgebenden Freifläche sowie in der Gebäudeerschließung besteht Handlungsbedarf. Vor diesem Hintergrund wurde ein Wettbewerb n. RPW 2013 für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung des Gebäudeensembles durchgeführt. Dabei war die heutige Fläche von 3.120 m² BGF um max. 500 m² BGF auf ca. 3.620 m² BGF zu erweitern.Das sich im Eigentum der Gemeinde Niederdorfelden befindliche Wettbewerbsgrundstück liegt unweit des Ortskerns am nördlichen Rand der Gemeinde in markanter Ecklage an der Burgstraße und der Berliner Straße. Die Grundstücksgroße umfasst ca. 4.842 m².Die Verfasser des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs fasst, bei im Wesentlichen gleichem Fußabdruck im Abgleich mit dem heutigen Gebäude, alle Funktionen unter einem großen Satteldach zusammen. Dabei werden das Erd- und Obergeschoss neu organisiert. Konzeptionell wird eine klare und ablesbare Trennung der Funktionsbereiche Rathaus, Veranstaltungsbereich, Musikschule und Gastronomie verfolgt.Über den Erhalt wesentlicher Bausubsatz in allen Gebäudebereichen trägt der Entwurf wesentlich zu einer klimafreundlichen Sanierung bei. Dies wird durch den Einsatz von Low-Tech bei der Haustechnik sowie eine Energieversorgung über regenerative Energien (u.a. PV-Anlage) unterstützt. Als Fassade für das sanierte und umgebaute Bestandsgebäude wird eine hinterlüftete opake, gedämmte Holzfassade vorgeschlagen.Die Gemeinde Niederdorfelden hat einen Vertrag mit dem 1. Preisträger des Realisierungswettbewerbs geschlossen. Der Entwurf des 1. Preisträgers ist den Verfahrensunterlagen als Anlage beigefügt.
Im aktuellen Verfahren sollen die Leistungen der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI 2021 / der Fachplanung Thermische Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung) gem. Anlage 1, 1.2 HOAI 2021 / Schallschutz und Raumakustik (Bauakustik (Schallschutz), Raumakustik) gem. Anlage 1, 1.2 HOAI 2021 vergeben werden.
Verständnis der Aufgabe, Kurzanalyse des Projektes, Erörterung von Fragestellungen und Anforderungen.
Darstellung der angedachten Projektorganisation, Aufzeigen der angedachten Herangehensweise anhand von Vergleichsaspekten aus bisherigen Projekten.
Vorstellung des Projektleiters (PL); Angaben zu Einsatz / Verfügbarkeit / Präsenz vor Ort.Vorstellung des Bauleiters (BL); Angaben zu Einsatz / Verfügbarkeit / Präsenz vor Ort.
Darstellung der Bearbeitung im Hinblick auf die Mitwirkung beim Kostenmanagement.Darstellung der Bearbeitung im Hinblick auf die Mitwirkung beim Terminmanagement.Darstellung der Bearbeitung im Hinblick auf das Qualitätsmanagement.
Honorarangebot
Zur Teilnahme am Verfahren zugelassen sind natürliche Personen, die am Tage der Bekanntmachung nach den Rechtsvorschriften ihres Heimatstaats die Anforderungen erfüllen.Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister.Sofern in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt ist, so erfüllt die Anforderungen, wer über ein Diplomprüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36 EG gewährleistet ist.
Nachweis der geforderten beruflichen Qualifikation/en
Bewertet wird der durchschnittliche Jahresumsatz des Bewerbers innerhalb der letzten drei Geschäftsjahre. (2023, 2024, 2025). Ein Mindestumsatz von 400.000 EUR brutto wird gefordert.
Nachweis Referenzprojekte
Anzahl Technische Fachkräfte. Mindestanforderung: 4 technische Fachkräfte inklusive Geschäftsführung.
Eigenerklärung zur wirtschaftlichen Verknüpfung gemäß §46 (2) VgV
Eigenerklärung, dass keine Ausschlusskriterien gemäß § 123 und 124 GWB vorliegen bzw. Darlegung geeigneter Selbstreinigungsmaßnahmen gem. § 125 GWB
Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 3,0 Mio. EUR für Personenschäden und 3,0 Mio. EUR für sonstige Schäden vorlegen werden. Im Fall einer Auswahl zur Teilnahme ist der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung, ohne Vorbehalte und nicht älter als 6 Monate, den geforderten Versicherungsschutz im Auftragsfall zur Verfügung zu stellen, vorzulegen.Eigenerklärung, dass kein Auftragsverbot wegen eines Russlandbezugs nach dem EU-Sanktionspaket vorliegt.