Die Verwaltung des Amtes befindet sich derzeit in einem angemieteten Gebäude, das zahlreiche Mängel aufweist. Neben dem Platzmangel bestehen in dem angemieteten Gebäude erhebliche Brandschutzprobleme und die Barrierefreiheit ist nicht gewährleistet. Ein Umbau und eine Erweiterung des aktuellen Gebäudes durch den Eigentümer sind nicht absehbar.
Daher hat das Amt Nord-Rügen beschlossen, einen Neubau zu errichten. Für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes konnte ein Grundstück in Sagard erworben werden. Auf diesem Grundstück befindet sich eine ehemalige Kindertagesstätte (Kita), die durch die Verwaltung zurückgebaut wird. Der Abbruch der Kita ist nicht Leistungsbestandteil der Ausschreibung.
Das Raumprogramm des Verwaltungsneubaus für ca. 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst eine Nutzungsfläche (NUF) von ca. 1.100 m². Der Neubau beinhaltet vorrangig Büronutzungen.
Für den Neubau sind verschiedene Baukonstruktionsweisen zulässig, aber reine Containerbauweisen sind ausgeschlossen.
Die Umsetzung soll im Rahmen einer Gesamtvergabe von Planungs- und Bauleistungen an einen Totalunternehmer erfolgen. Zum Leistungsumfang gehören die Planung, die für den Neubau erforderlichen Bauleistungen einschließlich Herrichten der Außenanlagen sowie die Erbringung der Wartungsleistungen innerhalb der verlängerten Gewährleistungsfristen. Die Vergütung der Planungs- und Bauleistungen erfolgt abweichend von der VOB/B während der Bauzeit über Abschlagszahlungen zu festgelegten Meilensteinen. Die Vergütung der Wartungsleistungen erfolgt quartalsweise nach Leistungserbringung.
Der Auftragnehmer hat auf Grundlage einer funktionalen Bauleistungsbeschreibung mit Raumprogramm alle erforderlichen Planungs- und Bauleistungen für die schlüsselfertige Errichtung des Verwaltungsgebäudes sowie die Herstellung der zugehörigen Außenanlagen zu erbringen. Diese umfasst auch die Erstellung der Genehmigungsplanung und die Einreichung des Bauantrages.
Der Auftraggeber erwartet ein umfassendes Gesamtangebot für Planungs-, Bau- und für Wartungsleistungen innerhalb der verlängerten Gewährleistungsfrist.
Für die Bewerbung im Teilnahmewettbewerb werden Nachweise und Erklärungen eines Bauunternehmens und eines Entwurfsverfassers (Architekturbüro) erwartet, welche nach Auswahl im Teilnahmewettbewerb zusammen ein Angebot erarbeiten und im Auftragsfall die Leistungen gemeinsam erbringen.