Das Kriterium wird mit maximal 50 Punkten bewertet.
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Technisches Konzept einreichen. Dieses Konzept darf einen Umfang von maximal fünf DIN A4 Seiten (inklusive Abbildungen) nicht überschreiten. Überschreitet das Konzept die vorgegebene Seitenanzahl, werden nur die ersten fünf Seiten gewertet.
Im Rahmen des Konzepts muss insbesondere auf folgende Themen eingegangen werden.
- Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit
- Vorfertigungsgrad
Im Konzept muss die zu Grunde gelegte Bauweise erläutert werden. Dabei soll der Aufbau der Systeme / Module, die Tragkonstruktion, die Materialität der Bauteile, die Verbindungsmittel der einzelnen Module / Elemente (geschweißt, verschraubt, verleimt, etc.) - unter Bezugnahme auf die Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit und den Vorfertigungsgrad - dargestellt werden.
Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit
Durch den Bieter ist darzustellen, inwieweit die Systeme / Module und deren wesentliche Bauteile demontiert und an anderer Stelle erneut eingesetzt werden können werden können.
Der Bieter hat anzugeben, welche Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit des Systems / der Module (hoch, mittel, etc.) durch die von Ihm beabsichtigte Herstellung der Leistung erreicht wird.
Je nach angegebener Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit (hoch, mittel, etc.) des Systems / der Module erhält der Bieter hierfür Punkte. Die Gesamtpunktzahl für das Unterkriterium Rückbaufähigkeit / Wiederverwendbarkeit beträgt 25 Punkte.
Die Angaben im Konzept werden Bestandteil der Leistungsbeschreibung und damit Teil der vom Bieter und späteren Auftragnehmer geschuldeten Leistung.
Sehr niedrig (5 Punkte)
- Rückbaufähigkeit nicht nachvollziehbar bzw. Rückbau nur durch wesentliche Zerstörung der Konstruktion möglich.
- Nur stoffliche Verwertung vorgesehen
niedrig (10 Punkte)
- Rückbau nur mit größeren Eingriffen möglich.
- Erheblicher Austausch von Bauteilen erforderlich.
- Einzelne Bauteile können wiederverwendet werden, die ursprüngliche Nutzung bleibt nicht erhalten.
Mittel (15 Punkte)
- Teilweise zerstörungsfreier Rückbau.
- Mehrere Bauteile oder Verbindungen sind nach dem Rückbau zu erneuern.
- Wiederverwendung wesentlicher Module möglich. Wiederherstellung der Gebrauchstauglichkeit / ursprünglichen Nutzung nur mit wesentlichen Bauleistungen möglich.
Hoch (20 Punkte)
- Überwiegend zerstörungsfreier Rückbau möglich.
- Einzelne Bauteile / Verbindungselemente müssen ersetzt werden.
- Kein Verlust der Tragfähigkeit nach Demontage
- Vollständige Wiederverwendbarkeit der Module an anderem Standort, Wiederherstellung der Gebrauchstauglichkeit / ursprünglichen Nutzung ohne wesentliche Bauleistungen möglich.
Sehr hoch (25 Punkte)
- Vollständig zerstörungsfreier Rückbau aller Module möglich.
- Sämtliche wesentlichen Verbindungen sind lösbar ausgeführt und können wiederverwendet werden.
- Kein Verlust der Tragfähigkeit oder Gebrauchstauglichkeit nach Demontage.
- Vollständige Wiederverwendbarkeit der Module an anderem Standort
Vorfertigungsgrad
Durch den Bieter ist getrennt für Rohbau (Tragkonstruktion), Ausbau KG 300 und KG 400 darzustellen, welche Leistungen werkseitig erfolgen / vorgefertigt werden und welche Leistungen auf der Baustelle vor Ort erfolgen. Dabei sind Aspekte der Herstellung sowie der system-/ modulübergreifenden Leistungen zu erläutern.
Der Bieter hat anzugeben, welcher Vorfertigungsgrad (hoch, mittel, etc.) durch die von Ihm beabsichtigte Herstellung der Leistung erreicht wird.
Je nach angegeben Vorfertigungsgrad (hoch, mittel, etc.) erhält der Bieter hierfür Punkte. Die Gesamtpunktzahl für das Unterkriterium Vorfertigungsgrad beträgt 25 Punkte.
Die Angaben im Konzept werden Bestandteil der Leistungsbeschreibung und damit Teil der vom Bieter und späteren Auftragnehmer geschuldeten Leistung.
Sehr niedrig (5 Punkte)
Sehr geringer Vorfertigungsgrad mit hohem Aufwand vor Ort. Paneelelemente bzw. Großtafeln werden zur Baustelle geliefert und vor Ort zu Modulen zusammengefügt und montiert.
niedrig (10 Punkte)
Die Vorfertigung begrenzt sich auf das Modul-Tragwerk und Außenwände. Der Großteil der raumbildenden und technischen Ausbauarbeiten muss in situ erbracht werden.
Mittel (15 Punkte)
Raummodule verfügen über Außenwände und vorbereitete Leistungen für Böden und Decken. Nach Modulmontage ist eine witterungsbeständige Gebäudehülle mit geringem Aufwand vorhanden. Modulübergreifende Arbeiten sind bereits vorbereitet. Und technische Leitungen sind in Bereichen vorhanden, die nach Modulmontage nicht mehr zugänglich sind. Weitere Materialien und Werkzeuge werden in den Modulen mitangeliefert.
Hoch (20 Punkte)
Ausbauarbeiten sind nahezu vollständig abgeschlossen. Oberflächen, insbesondere im Bereich der Modulstöße, sind noch nicht fertiggestellt (Trockenestrich). Material- und Werkzeuganlieferungen sind aufgrund des Vorfertigungsgrads nur noch bedingt möglich.
Sehr hoch (25 Punkte)
Raummodule entsprechen einer Nutzungseinheit. Innerhalb der geschlossenen Einheiten sind alle Einbauteile, Installationsführungen, fertige Oberflächen und Fußbodenaufbauten sowie die Inneneinrichtung und Möblierung enthalten. Module müssen nur noch positioniert und an die TGA angeschlossen werden.