Die "das Stadtwerk Regensburg GmbH" plant die Errichtung einer Quartiersparkierungsanlage mit rund 486 Stellplätzen auf dem Baufeld SO2 im Bebauungsplangebiet Nr. 277 "Ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne / Teilfläche Pionierkaserne". Das Baufeld befindet sich im Osten der Stadt Regensburg im neu entstehenden Innovationsquartier mit urbaner, gemischter Nutzung.Das geplante Parkhaus wird als Mobility Hub realisiert und bietet neben Stell-plätzen für Bewohner, Besucher und Beschäftigte auch alternative Mobilitätsangebote sowie Paketstationen.Gegenstand der zu vergebenden Leistungen ist die Planung und Ausführung der neuen Parkierungsanlage einschließlich der Herstellung der Freianlagen, der Erschließung von der öffentlichen Straße bis zur Zufahrt sowie der Erstellung des Entwässerungssystems. Der Auftragnehmer hat sämtliche erforderlichen Planungs- und Bauleistungen, die Herrichtung bzw. Freimachung des Baufeldes sowie Leistungen zur Bauzwischenfinanzierung unter Berücksichtigung von Ab-schlagszahlungen zu erbringen. Die Errichtung der Parkierungsanlage ist schlüsselfertig und betriebsbereit zu realisieren.
Das Angebot mit dem geringsten Netto-Gesamtpreis inklusive GU-Zuschlag für die ausgeschriebene Leistung erhält 80 Punkte. Für die preislich nachfolgenden Angebote wird die Punktzahl wie folgt bestimmt:
Punktzahl Bieter XY: (Niedrigster Preis x 80) / Preis Bieter XY
Bei der so errechneten Punktzahl findet nur die erste Nachkommastelle Berücksichtigung. Alle weiteren Nachkommastellen fallen ohne Auf- oder Abrundung weg.Der zu bewertende Preis setzt sich aus den in der Leistungsbeschreibung aufgeführten Angaben zusammen. Gewertet wird der im Preisblatt (A12) aufgeführte Netto-Gesamtpreis.
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein technisches Konzept einreichen. Dieses Konzept darf einen Umfang von maximal fünf DIN A4 Seiten (inklusive Abbildungen) nicht überschreiten. Im Rahmen des Konzepts muss insbesondere auf folgende Themen eingegangen werden: - Konstruktion:Es ist zu erläuterten welche Art der Baukonstruktion vorgesehenen ist. Dabei ist mindestens auf folgende Punkte einzugehen:o Benennung und Begründung der vorgesehenen Gründungsmethode und vorgesehenen Tragkonstruktion (Stahlbeton-, Stahltragwerk, etc.) - Chlorideintrag:Es ist aufzuzeigen, wie Chlorideintrag und Korrosion an der Baukonstruktion verhindert werden soll. Dabei ist mindestens auf folgende Punkte einzugehen:o Ausführung zum Schutz der Tragkonstruktion (inklusive Stahlbauteile), Fundamente und Deckenplatten (in Anlehnung an die Ausführungsvarianten "DBV-Merkblatt Parkhäuser Tiefgaragen 2018") z.B. durch Rissvermeidung oder Oberflächenschutzsystemeo Neigung der Deckenplatten, Umsetzung Anforderungen an Ebenheit (Vermeidung von Pfützenbildung)- Fugenausbildung:Es ist (ggf. unter Zuhilfenahme von Abbildungen wie z.B. Musterdetail) zu erklären, wie mit Fugen in der Planung und Ausführung umgegangen wird. Dabei ist mindestens auf folgende Punkte einzugehen:o Umgang mit Fugen (Dehnungsfugen, Anschlussfugen, etc.) im Hinblick auf Einhal-tung von Toleranzen, Befahrbarkeit, Verfüllungen und Chlorideintrago Konzeptionierung von ggf. notwendigen Fugenprofilen- Entwässerung:Es ist kurz darzulegen, wie die Grundkonzeptionierung der Wasser- und Abwasseranlagen vorgesehen ist. Dabei ist mindestens auf folgende Punkte einzugehen:o Umsetzung Niederschlagsentwässerung für den Witterungsschutz des Parkhauses sowie den Treppenhäusern, vorgesehene Abdichtung der Dachebene (inklusive Durchdringungen); Art der Notenwässerung o Ablauf des Schmutz- und Schleppwassers (innenliegende bzw. außenliegende Entwässerung, Übergang Rinnen, Anschluss an Fallleitungen, Vermeidung von Pfützenbildung durch geeignete Ablaufsysteme) - Systembedingte Anpassungen:Es ist kurz darzulegen, ob und wenn ja welche systembedingten Anpassungen in Abweichung zum Planungsvorschlag des AG vorgenommen werden sollen.
Bewertung Technisches Konzept:Das Konzept ist mit Abgabe des Angebotes einzureichen. Die Angaben im Konzept werden Bestandteil der Leistungsbeschreibung und damit Teil der vom Bieter und späteren Auftragnehmer geschuldeten Leistung. Das Konzept wird wie folgt bewertet:9 - 10 Punkte: Der Bieter erfüllt das jeweilige Merkmal vollständig und uneingeschränkt7 - 8 Punkte: Punktabzug wegen vereinzelter bzw. geringfügiger Defizite und Schwächen5 - 6 Punkte: Punktabzug wegen mehrerer bzw. nicht lediglich geringfügiger Defizite und Schwächen 3 - 4 Punkte: Punktabzug wegen weitreichender bzw. gewichtiger Defizite und Schwächen oder weil das Angebot nur wenige wertungsfähige Aussagen enthält1 - 2 Punkte: Punktabzug wegen insgesamt bzw. schwerwiegende Defizite und Schwächen oder weil das Angebot fast keine wertungsfähigen Aussagen enthält0 Punkte: Punktabzug wegen in allen Belangen ungenügender bzw. unzureichender Angaben oder weil das Angebot keine wertungsfähigen Aussagen enthält oder kein Konzept eingereicht wurde
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Projektorganisationskonzept einreichen. Dieses Konzept darf einen Umfang von maximal fünf DIN A4 Seiten (inklusive Abbildungen) nicht überschreiten. Es muss insbesondere auf die folgenden Themen in den Ausführungen eingegangen werden: Es ist aufzuzeigen, wie die Projektorganisation, -bearbeitung und das Personalkonzept umgesetzt werden soll:- Darstellung der Projektorganisation bzw. des vorgesehenen Projektteams- Darstellung der vorgesehenen Mitarbeiter (inklusive deren Ausbildung und Qualifikation, für Mitarbeiter in der Planung und Steuerung)- Darstellung der personellen Vertretungsregelung (für Mitarbeiter in der Planung und Steuerung)- Zeitliche Verfügbarkeit des Personals vor Ort in Planungs- und Ausführungsphase (für Mitarbeiter in der Planung und Steuerung)- Umsetzung Qualitätskontrolle, Objektüberwachung bzw. AusführungEs ist aufzuzeigen, wie Terminsicherung und Qualitätssicherung umgesetzt werden.- Darstellung des zeitlichen Ablaufs mittels eines Terminplans- Darstellung der vorgesehenen Ablaufstruktur (Planung, Produktion, Lieferung, Einbau, Inbetriebnahme)- Darstellung eines Konzepts zum Änderungsmanagement- Personelle Erfahrung Sowohl der Projektleiter als auch sein Stellvertreter sind unter Angabe der Berufserfah-rung namentlich zu benennen (für Planung und Ausführung getrennt). Es ist aufzuzeigen, welche beruflichen Erfahrungen durch den genannten Projektleiter sowie seinen Stellvertreter in der Vergangenheit in leitender Funktion bei ähnlichen Referenzprojekten gesammelt werden konnten. Es ist zu beachten, dass ein Unterkriterium nur als erfüllt gilt, wenn sowohl die jeweiligen Projektleiter als auch deren Stellvertreter die jeweiligen Anforderungen erfüllen. Dabei ist mindestens auf folgende Punkte einzugehen:o Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung des Projektleiters / stellvertretenden Projekt-leiters in der Planungs- und/oder Bauleitungo Mindestens ein Referenzprojekt als Neubaumaßnahme eines Parkhauses als Projekt-leiter / stellvertretender Projektleitero Mindestens ein Referenzprojekt mit mindestens 250 Stellplätzen innerhalb eines Parkhauses als Projektleiter / stellvertretender Projektleiter (kann auch durch Referenzprojekt "Neubaumaßnahme" abgedeckt sein)o Derzeitiger Projektstand von mindestens einem Referenzprojekt als Projektleiter / stellvertretender Projektleiter: mindestens Leistungsphase 8 oder abgeschlossen
Bewertung Projektorganisationskonzept:Das Konzept ist mit Abgabe des Angebotes einzureichen. Die Angaben im Konzept werden Bestandteil der Leistungsbeschreibung und damit Teil der vom Bieter und späteren Auftragnehmer geschuldeten Leistung. Das Konzept wird wie folgt bewertet:9 - 10 Punkte: Der Bieter erfüllt das jeweilige Merkmal vollständig und uneingeschränkt7 - 8 Punkte: Punktabzug wegen vereinzelter bzw. geringfügiger Defizite und Schwächen5 - 6 Punkte: Punktabzug wegen mehrerer bzw. nicht lediglich geringfügiger Defizite und Schwächen 3 - 4 Punkte: Punktabzug wegen weitreichender bzw. gewichtiger Defizite und Schwächen oder weil das Angebot nur wenige wertungsfähige Aussagen enthält1 - 2 Punkte: Punktabzug wegen insgesamt bzw. schwerwiegende Defizite und Schwächen oder weil das Angebot fast keine wertungsfähigen Aussagen enthält0 Punkte: Punktabzug wegen in allen Belangen ungenügender bzw. unzureichender An-gaben oder weil das Angebot keine wertungsfähigen Aussagen enthält oder kein Konzept eingereicht wurde
Verbindliche Vertragstermine:Beginn der Planungsleistung 30.01.2026Baubeginn 08.04.2026Inbetriebnahme Parkhaus 17.08.2027
Ein Nachprüfungsverfahren zur Vergabekammer ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).Erkennt der Bewerber Verstöße gegen Vergabevorschriften, so hat er diese innerhalb von 10 Tagen nach Kenntniserlangung gegenüber dem Auftraggeber zu rügen (§134 und 160 Abs. 3 GWB bleiben unberührt).