Objektplanung Gebäude und Innenräume für Umbauarbeiten im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR am Schloßplatz 1 in Berlin gem. Leistungsphase 5-8 HOAI.
Es handelt sich um eine Zuwendungsmaßnahme nach RZBau.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise nach Leistungsphasen HOAI.
Ausbauziel: räumliche und technische Anpassung der Ausstattung an die Bedürfnisse einer modernen Hochschule zur Nutzung durch die Wirtschaftsuniversität ESMT. Die Ausbaureserveflächen im denkmalgeschützten Gebäude werden umfassend saniert und umgebaut.
Leistungsbilder:
Objektplanung Gebäude und Innenräume Leistungsphase 5-8 HOAI:Die Architektenleistungen der Leistungsphasen 1-4 HOAI wurden bereits erbracht. Leistungen der Leistungsphase 5 HOAI wurden teilweise erbracht, eine Baugenehmigung liegt vor. Inhalt der Ausschreibung sind die weiteren Planungsleistungen gem. Leistungsphase 5-8 HOAI, aufbauend auf der vorliegenden Planung.
Honorar: In der Unterlage "Leistungsbeschreibung und Preisblatt" sind Pauschalpreise anzugeben. Die Pauschalpreise für die OZ 01,02 und 03 sind zu einer LV-Summe (netto) zu addieren. Ebenfalls anzugeben ist die LV-Summe (brutto).
Stundensätze: In der Unterlage "Leistungsbeschreibung und Preisblatt" sind unter OZ 4.01 ebenfalls Netto-Stundensätze als Einheitspreis für Personengruppen anzugeben, wenn weitere über den vertraglich vereinbarten Rahmen hinausgehende Leistungen des Auftragnehmers beauftragt werden, die auf Stundenbasis abzurechnen sind.
Vorzulegen ist eine Darstellung über die Herangehensweise an das Projekt und ein Personalkonzept auf max. 5 Seiten DIN A4. Dabei ist insbesondere darzustellen: Herangehensweise an die Erfassung und Analyse der mit dem Planungsauftrag verbundenen Aufgabenstellung und der Methoden zur Ermittlung von Optimierungsvorschlägen zum vorliegenden Konzept der Umbaumaßnahmen. Außerdem die Darstellung der Herangehensweise zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs, die Herangehensweise zur Ermittlung der projektspezifischen Rahmenbedingungen und Risiken und die Herangehensweise an die Aufstellung einer plausiblen und machbaren Termin- und Kostenplanung. Darzustellen ist ebenso die Organisation des Projektteams sowie interne Aufgabenverteilung und Schnittstellen.
Vorzulegen ist eine Darstellung der persönlichen Kompetenzen des Projektleiters auf max. 3 Seiten DIN A4 in Form eines technischen Lebenslaufs sowie von Referenzdarstellungen auf eigener Unterlage auf max. 2 Seiten DIN A4 je Referenz (max. 5 Referenzen insgesamt)
Vorzulegen ist eine Darstellung der persönlichen Kompetenzen des vorgesehenen stellvertretenden Projektleiters auf max. 3 Seiten DIN A4 in form eines technischen Lebenslaufs sowie von Referenzdarstellungen auf eigener Unterlage auf max. 2 Seiten DIN A4 (max. 5 Referenzen insgesamt).
Im Rahmen der Verhandlungsgespräche werden das Projektverständnis und die Umsetzungskompetenz des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters anhand der Vorstellung des Angebots und der Beantwortung fachlicher Rückfragen durch den Auftraggeber und dessen Berater bewertet. Es folgt eine gemeinsame und einheitliche Bewertung der Präsentierenden. Die Angebotspräsentation dient der Erläuterung und Vertiefung der bereits schriftlich angebotenen Leistungen. Bewertet werden Struktur und Klarheit, die fachliche Qualität und Reaktionsfähigkeit auf Rückfragen.
Das vorliegende Verfahren wird unter Beachtung der vergaberechtlichen Vorschriften als zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV durchgeführt. Maximal 5 Bieter, die ein fristgerechtes und formal ordnungsgemäßes Angebot abgegeben haben, werden zu Verhandlungsgesprächen eingeladen, sofern solche stattfinden. Der Auftraggeber behält sich ausdrücklich die Zuschlagserteilung auf Grundlage der Erstangebote vor. Im Rahmen der Verhandlungsgespräche wird die Präsentation des Angebotes durch den Projektleiter und den stellvertretenden Projektleiter in den Räumen des Auftraggebers erwartet.
Der Auftraggeber behält sich vor, den betreffenden Bewerber unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen.
Mindestkriterium: Es besteht ein Versicherungsschutz für Personenschäden in Höhe von 5.000.000,00 EUR sowie Sach- und Vermögensschäden in Höhe von mind. 3.000.000,00 EUR je Schadensfall (mind. zweifach maximiert im Jahr) und mit dem Teilnahmeantrag wird ein aktueller (nicht älter als 6 Monate gerechnet ab der Frist der Einreichung der Teilnahmeanträge) Versicherungsnachweis eines Versicherers (nicht Maklers, Kopie ausreichend) über das Bestehen einer gültigen Berufshaftpflichtversicherung mit den o.g. Mindestanforderungen oder eine unwiderrufliche Deckungszusage eines Versicherers (nicht Maklers, Kopie ausreichend), dass im Auftragsfall eine Versicherung, die die o.g. Mindestanforderung erfüllt, abgeschlossen wird, eingereicht.
Mindestkriterium: Nachweis eines durchschnittlichen Unternehmensumsatzes im Geschäftsbereich Objektplanung Gebäude und Innenräume / Technische Gebäudeausrüstung gem. §§ 33 ff. HOAI der letzten 3 Geschäftsjahre in Höhe von mindestens 500.000,00 EUR netto (gerundet, kumuliert).
Mindestkriterium: Die Durchschnittliche Anzahl der festangestellten oder betriebszugehörigen Mitarbeiter bezogen auf Vollzeitäquivalente der letzten 3 Geschäftsjahre (2023, 2024 und 2025) im Bereich Objektplanung beträgt 5.
Objektives Kriterium für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern: Die Anzahl festangestellter oder betriebszugehöriger Mitarbeiter bezogen auf Vollzeitäquivalente im Durchschnitt der letzten 3 Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) im Bereich Objektplanung wird wie folgt gewertet: 6-9 Mitarbeiter erhalten 5 Punkte. 10 Mitarbeiter oder mehr erhalten 10 Punkte.
Mindestkriterium: Mindestens eine Referenz über Objektplanungsleistungen für Hochbaumaßnahmen im Bereich Denkmalschutz (mind. LPH 8 abgeschlossen seit dem 01.01.2016) und Bauwerkskosten von mind. 5 Mio. EUR netto (DIN 276 KG 300-400) erbracht für einen öffentlichen Auftraggeber oder Zuwendungsempfänger.
Objektives Kriterium für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern: Für jede weitere (neben der Erfüllung der Mindestanforderung) wertbare Referenz erhält der Bewerber 10 Punkte (gewertet wird ab der 2. Referenz). Es ist zu beachten, dass Referenzen verifizierbar sein müssen. Sofern Referenzen nicht öffentlich zugänglich sind, ist ggf. die Zustimmung des jeweiligen Arbeitgebers einzuholen. Je Bewerber werden max. 3 Referenzen gewertet. Zusatzpunkte: Bei den o.g., weiteren Referenzen können je Referenz jeweils folgende Zusatzpunkte erreicht werden: 1. Gegenstand der der Referenzleistung im Rahmen eines Förderprojekts war die Mitwirkung bei der für den Mittelfluss erforderlichen Prozesse wie Bearbeitung der Anträge und Erstellung der Dokumentationsunterlagen = 5 Punkte; 2. Gegenstand der Referenzleistung war die vollständige Erbringung der Leistungsphase 5-8 = 5 Punkte; 3. Es erfolgte das Bauen im Bestand bei laufendem Betrieb = 5 Punkte; 4. Bei dem Referenzobjekt wurde die Barrierefreiheit in allen Funktionsbereichen erreicht = 5 Punkte.
Insgesamt können für sämtliche wertbaren Referenzen max. 80 Punkte erzielt werden.