Das bestehende Feuerwehrhaus am bisherigen Standort entspricht in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Funktionalität und Einsatzabläufen. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und bietet nur eingeschränkte Möglichkeiten für einen zeitgemäßen Feuerwehrbetrieb sowie zukünftige Entwicklungen. Vor diesem Hintergrund plant die Stadt die Errichtung eines modernen Feuerwehrstandorts in zentraler Lage innerhalb des Stadtgebiets. Ziel ist es, ein modernes, zukunftsfähiges sowie funktionales Feuerwehrhaus zu schaffen, das den Anforderungen des Einsatzdienstes ebenso gerecht wird wie ihrer Bedeutung als wichtiger Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur.
Für die Baukosten werden ca. 330.000,00 Euro netto (Kostengruppen 440+450) veranschlagt. Für dieKostengruppe 460 werden ca. 7.000,00 Euro netto angenommen. Da das Verfahren zur Hochbauleistungparallel durchgeführt wird, ist derzeit noch unklar, ob die Anlagengruppe 460 beauftragt wird. Bis zur Erstangebotsphase wird dies vsl. geklärt sein.
Für das Leistungsbild Elektrotechnik des Vorhabens "Neubau Feuerwehrhaus" sucht die Stadt Geislingen nun im Rahmen eines VgV-Verfahrens ein geeignetes Büro.
1. Verfahrensablauf
a) Teilnahmewettbewerb In einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren bekunden Unternehmen ihr Interesse an einer Teilnahme an dem Verfahren und erbringen u.a. die gefordertenReferenzen. Die Ausschluss-, Auswahl- und Eignungskriterien sind über den beigefügten Teilnahmeantrag zu erbringen. Alle erforderlichen / geforderten Nachweise und Eigenerklärungen sind der Bewerbung beizufügen. Kann ein Bewerber nur eine/n einzige/n Erklärung/Nachweis der Ausschlusskriterien nicht erbringen, wird er vom Verfahren ausgeschlossen. Eine Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweise gem. § 56 Abs. 2 VgV sieht der Auftraggeber nur in dem Falle vor, wenn weniger als 5 Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Aufgabe entsprechen, und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Bei einer Bewerbergemeinschaft müssen alle Teilnehmenden die Ausschlusskriterien separat erfüllen. Die Abgabe eines gemeinsamen Teilnahmeantrags ist jedoch ausreichend. Gem. § 51 VgV wird die Anzahl der Bewerber für die zweite Phase begrenzt. Hierzu wird eine Rangfolge anhand der objektiv und nichtdiskriminierenden Eignungskriterien des Teilnahmeantrags in Form von erreichten Punkten gebildet. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen werden die max. fünf Bewerber mit den höchsten Punktzahlen zur Angebotsphase eingeladen. Bei punktgleichen Bewerbungenentscheidet gemäß § 75 Abs. 6 VgV das Los.
b) Erstangebotsphase: Die max. fünf geeigneten Bewerber erhalten entsprechende Unterlagen zur Erstellung je eines Erstangebots.
c) Bietergespräch Im Bietergespräch stellen die Bewerber ihr Büro sowie am Verfahren beteiligte Personen (Büroinhaber, Projektleiter) persönlich vor und geben Auskunft über ihre Arbeitsweise. Im Bietergespräch werden Referenzen vorgestellt. Der Bieter, welcher nach Wertung der Zuschlagskriterien die höchste Punktzahl erreicht, soll mit der Planung und Bauüberwachung nach HOAI 2021 Teil 4 Abschnitt 2, § 55 Technische Ausrüstung Elektrotechnik (Anlagengruppen: Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, ggfs. Förderanlagen), Leistungsphasen 1-9 beauftragt werden. Die Beauftragung erfolgt in Abhängigkeit von der Projektgenehmigung durch den Gemeinderat der Stadt Geislingen im Rahmen von Abrufverträgen. Der Auftragnehmer ist verpflichtet alle Leistungen vollumfänglich zu übernehmen, wenn das Vorhaben zur Realisierung kommt. Die Auftraggeberin beabsichtigt, die Leistungen stufenweise zu beauftragen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsphasen besteht nicht.
Stellen Sie das vorgesehene Projektteam und die Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams vor.- Anhand des Organigramms des gesamten Teams sind die koordinierende Stelle sowie die Schnittstellen und Kommunikation untereinander darzustellen.- Wie ist das Projektteam innerhalb des Unternehmens verankert?- Sitzt das Projektteam an einem Ort zusammen? Wenn nicht, wie wird die Kommunikation innerhalb des Teams sichergestellt?- Wie sieht die langfristige Verfügbarkeit (Personaleinsatzplan/ Kapazitätsplan) der einzelnen Personen aus dem Team aus? - Erläutern Sie die Organisation der Vertretung (Urlaub, Krankheit, etc.)- Die Erfahrungen und Qualifikationen der Bearbeitenden sind anhand der Ausbildung, des beruflichen Werdegangs, Weiterbildungen und anhand von ausgewählten Referenzprojekten aufzuzeigen. Kernkompetenzen sind herauszustellen.- Wie stellen Sie angemessene Reaktionszeiten (auf Mails/Telefonate oder notwendige Vor-Ort-Termine) während des Projekts sicher?
Weitere Informationen sind dem Dokument "Zuschlagskriterien" zu entnehmen.
- Welche Parallelen (Schwierigkeitsgrad, Planungsinhalte, Auftraggeberstruktur etc.) bestehen zwischen dem Referenzprojekt und dem anstehenden Projekt?- Anhand des Referenzprojekts sind die Abläufe bei der Projektabwicklung darzustellen. Welche Methodik wenden Sie zur Kosteneinhaltung, Termineinhaltung und Qualitätssicherung an?- Gab es innovative Ansätze bei dem Referenzprojekt? Wurden neue Wege beschritten?- Welche Erfahrungen haben Sie aus dem Referenzprojekt gewonnen und was würden Sie heute anders machen (Lessons Learned)?- Haben Sie Erfahrung in der gewerkübergreifenden Trassenkoordination? Wenn ja, dann beschreiben Sie diese Erfahrung.
Bitte geben Sie, anhand der ihnen vorliegenden Unterlagen eine kurze Einschätzung zum Projekt ab.- Wo erwarten Sie Schwierigkeiten? Wo sehen Sie die Herausforderung im Projekt? Erläutern Sie hierzu mögliche Lösungsansätze.- Erläutern Sie anhand von ihnen bekannten Schwierigkeiten bei vorherigen Projekten, wie diese vorausschauend beim anstehenden Projekt vermieden werden können.
Es werden max. 3 allgemeine Fachfragen mit Bezug auf das anstehende Projekt gestellt. Objekt- und/oder Ortskenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Bindefrist endet am 04. Mai 2027.-Es werden keine Vertragstermine vereinbart. Der Vertrag endet mit der Fertigstellung der vertraglich geschuldeten Leistung.
Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, wenn der Bieter erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen beim Auftraggeber gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB), aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbare Verstöße gegen Vergabevorschriften nicht bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung bzw. zur Angebotsabgabe beim Auftraggeber gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 3 GWB) oder soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem nach Zuschlagserteilung unzulässig (§ 168 Abs. 2 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach elektronischer Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post, unabhängig davon, ob die Fristen gem. § 160 Abs. 3 GWB abgelaufen sind (§ 134 Abs. 2 GWB).
Der Auftraggeber stellt den Teilnahmeantrag in Form einer Excel-Datei zur Verfügung. Die Bewerbungsunterlagen stehen bis zum Ablauf der Teilnahmefrist zum Herunterladen bereit und sind nur auf diesen Weg erhältlich. Für die Abgabe des Teilnahmeantrags sind zwingend die von der Vergabestelle vorgegebenen Bewerbungsunterlagen zu verwenden und ausgefüllt abzugeben. Die vollständig ausgefüllten Bewerbungsunterlagen mit Angabe der erreichten Gesamtpunktzahl sind auf der von der Einreichungsstelle zur Verfügung gestellten Vergabeplattform hochzuladen. Die jeweiligen Angaben sind mit prüfbaren Unterlagen zu belegen und als Anlagen beizulegen. Ansprechpartner (Bauherrenvertreter) für Auskünfte zu den angegebenen Referenzprojekten sind zu benennen. Zusätzliche Unterlagen, über die geforderten hinaus, werden nicht gewertet. Bitte melden Sie sich vor Abgabe des Teilnahmeantrags über die Plattform (https://dtvp.de/bieter/registrierung) kostenfrei an.
RückfragenBitte beachten Sie die Frist zur Einreichung von Rückfragen.
Weiterer Zeitplanvsl. KW 04 2027 Start Erstangebotsphasevsl. KW 08 2027 Ende Erstangebotsphasevsl. KW 09 2027 Verhandlungsgespräche
Eine Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweise gem. § 56 Abs. 2 VgV sieht der Auftraggeber nur in dem Falle vor, wenn weniger als 5 Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
Es gelten die Ausschlussgründe gemäß § 42 VgV und §§ 123 bis 126 GWB.
- G_ELT_I.1 EU Deckblatt Teilnahmeantrag als Anlagen beigefügt- Auftragsausführung ist bestimmtem Berufstand vorbehalten (Nachweis über berufliche Qualifikation)- § 123 und § 124 GWB: Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 und § 124 GWB bestehen (Ausschlusskriterium, bei den Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB entscheidet die Vergabestelle über den Ausschluss),- § 73 Abs. 3 VgV: Erklärung, dass die Durchführung der Leistungen unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt (Ausschlusskriterium)- § 43 VgV: Erklärung über wirtschaftliche Verknüpfung mit anderen Unternehmen- § 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV: Erklärung, dass eine Berufshaftpflichtversicherung mit den im Teilnahmeantrag genannten Summen vorliegt / abgeschlossen wird. (Ausschlusskriterium)- Ggfs. Erklärung über eine Bewerbergemeinschaft nach § 43 Abs. 2 VgV (Formblatt 234)- Ggfs. Erklärung über eine Eignungsleihe gem. § 47 VgV (Formblatt 235 und 236)- Erklärung des Bewerbers zum Nichtvorliegen eines Bezugs zu Russland im Sinne der Russland-Sanktionen (Ausschlusskriterium).- Erklärungen gemäß Tariftreuegesetz sind abzugeben. (Ausschlusskriterium - Erklärung erfolgt mit Vertragsabschluss)
Berufliche Qualifikation (Elektrotechnik) (Ausschlusskriterium)Nachweis mindestens von einem Inhaber oder Führungskraft des Unternehmens über die Eintragung in ein Berufsregister oder Nachweis eines Abschlusses (Diplom-/Bachelor-/Masterurkunde) oder im Ausland gleichwertige Qualifikation.Der/Die Nachweis(e) ist/sind als Anlage beigefügt.
Beschäftigte gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgVDas jährliche Mittel der in den letzten drei Jahren (2023 - 2025) beschäftigten fest angestellten Ingenieure des Fachbereichs Elektrotechnik (Dipl.-Ing, Dipl.-Ing. (FH), Bachelor, Master) (Teilzeitbeschäftigte können entsprechend ihrer Teilzeit angerechnet werden) inkl. der Führungskräfte betrug:
- weniger als 2 Vollzeitbeschäftigte 10 Punkte- ab 2 Vollzeitbeschäftigte 40 Punkte
Referenzobjekt des Bewerbers: Neubau, Technische Anlage (mindestens KG 440 + 450) mindestens Honorarzone II HOAI
1. Bauwerkskosten KG 440 + 450 (in EUR netto)- unter 80.000 EUR 5 Punkte- von 80.000 bis 160.000 EUR 15 Punkte- über 160.000 EUR 30 Punkte
2. Realisierte und vollständig abgeschlossene Leistungsphasen Technische Ausrüstung (Elektrotechnik) nach HOAI durchden Bewerber- Leistungsphase 2: 4,5 Punkte- Leistungsphase 3: 8,5 Punkte- Leistungsphase 4: 1 Punkt- Leistungsphase 5: 11 Punkte- Leistungsphase 6: 4 Punkte- Leistungsphase 7: 3 Punkte- Leistungsphase 8: 18 Punkte
3. Jahr der Inbetriebnahme- vor 01.01.2015 bzw. nicht in Betrieb genommen 0 Punkte- ab 01.01.2015 bis 31.12.2019 5 Punkte- ab 01.01.2020 15 Punkte
Die beigefügten Unterlagen (max. 1 Seite DIN A3) müssen prüfbare Angaben zu allen Inhalten der Ziffern 1. bis 3. sowie den Ansprechpartner des Auftraggebers inklusive Kontaktdaten enthalten.
Auftragsausführung ist bestimmtem Berufstand vorbehalten (siehe Kapitel 5.1.9)