Gegenstand des Verfahrens ist die Entwicklung und Konstruktion sowie Fertigung und Inbetriebnahme eines Prüfstandes für Schweißrauchabscheider inkl. Schweißraucherzeugungseinheit zur Durchführung von Abscheidegradmessungen gemäß der Norm DIN EN ISO 21904-2:2020-06: Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Schweißen und bei verwandten Verfahren - Einrichtungen zum Erfassen und Abscheiden von Schweißrauch - Teil 2: Anforderungen an Prüfung und Kennzeichnung des Abscheidegrades (ISO 21904-2:2020); Deutsche Fassung EN ISO 21904-2:2020. Dabei sind alle Projektphasen von der Konzeptionierung über die Fertigung bis hin zur Inbetriebnahme /Endabnahme zu erbringen. Die Beauftragung der Leistungen erfolgt stufenweise in den folgenden Stufen:- 1. Stufe: Entwicklung und Konstruktion einer Schweißraucherzeugungseinheit- 2. Stufe: Fertigung und Inbetriebnahme der Schweißraucherzeugungseinheit (Option)- 3. Stufe: Entwicklung und Konstruktion des Schweißrauchabscheider-Prüfstands mit Integration der Schweißraucherzeugungseinheit (Option)- 4. Stufe: Fertigung und Inbetriebnahme des Prüfstandes (Option)- 5. Stufe: Optimierungs- und Anpassungsleistungen inkl. Support und Wartung (Option)
Siehe "Kurze Beschreibung" und Übersicht B1
(1) Der Vertrag kommt mit Zuschlagserteilung zustande. Der Vertrag wird mit vollständiger Leistungserbringung erfüllt.(2) Die Beauftragung der Optimierungs- und Anpassungsleistungen inkl. Support und Wartung (Stufe 5) ist optional. Für den Fall, dass diese Option in Anspruch genommen wird, beginnt die Leistungszeit mit Beauftragung der Stufe 5 und dauert 24 Monate. Der Vertrag verlängert sich automatisch bis zu zweimal um jeweils ein weiteres Jahr bis spätestens 48 Monate nach Beauftragung der Stufe 5, wenn der AG jeweils nicht spätestens sechs Monate vor Ende der jeweiligen Laufzeit den Vertrag kündigt. Die Laufzeit des Vertrages endet in jedem Fall spätestens 48 Monate nach Beauftragung der Stufe 5, ohne dass es hierfür einer gesonderten Kündigung bedarf.
Angebotspreis gemäß Preisblatt (Euro netto)
Erfahrung des eingesetzten PersonalsDie Bieter haben mit ihrem Angebot Angaben in den folgenden drei Profilen zu machen:- Profil 1 (Entwickler 1)- Profil 2 (Entwickler 2)- Profil 3 (Technisch Beauftragter)Für das Erfüllen der Mindestanforderung muss in jedem der drei Profile Berufserfahrung in mindestens einer der abgefragten Kategorien nachgewiesen werden (= Mindestanforderung "1 - 3 Jahre"). Das Erfüllen dieser Mindestanforderung wird mit "0" Punkten gewertet. Darüberhinausgehende Erfahrung in dieser Kategorie wird mit den im Dokument A Allgemeine Hinweise unter Punkt 3. d) angegebenen Punkten bewertet. Wird innerhalb eines Profils Erfahrung in weiteren Kategorien nachgewiesen, so erfolgt deren Bepunktung mit der im Dokument A Allgemeine Hinweise unter Punkt 3. d) angegebenen Wertung.
Die Einlegung von Rechtsbehelfen gegen dieses Vergabeverfahren richtet sich nach den Vorschriften der §§ 155 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Auf die Frist des § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB wird explizit hingewiesen. Danach ist ein Nachprüfungsantrag vor der Vergabekammer nur zulässig, soweit nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
1) Die Vergabeunterlagen stehen ausschließlich zum kostenlosen Download auf dem Deutschen Vergabeportal unter www.dtvp.de zur Verfügung. Das Projekt kann über die Suchfunktion gefunden und die Vergabeunterlagen können heruntergeladen werden. Auch alle weiteren verfahrensbedeutsamen Informationen (Bewerber- / Bieterfragenkatalog, Fristverlängerungen etc.) werden ausschließlich über die Vergabeplattform DTVP bereitgestellt. Ebenso wird die Kommunikation hierüber abgewickelt. Es ist deshalb für alle Interessenten entscheidend, dass Zugang zum Projektraum auf dem DTVP besteht und sie sich selbstständig über den aktuellen Stand informieren. 2) Die zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen sind durch die Interessenten umgehend auf Vollständigkeit, Widerspruchsfreiheit und eventuelle Unklarheiten zu prüfen. Fragen und Anmerkungen sind unverzüglich, spätestens jedoch bis zu dem im Zeitplan im Dokument A. genannten Zeitpunkt und ausschließlich über den Kommunikationsbereich des DTVP zu stellen (durch Hinterlassen von Nachrichten im Projektraum). Die Vergabestelle wird die Fragen und die Antworten darauf in anonymisierter Form allen Interessenten zur Verfügung stellen, ebenfalls über den Kommunikationsbereich des DTVP. 3) Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen, dem von allen Mitgliedern, insbesondere hinsichtlich der rechtsverbindlichen Abgabe und dem Empfang von Erklärungen, der Entgegennahme von Zahlungen mit uneingeschränkter Wirkung für jedes Mitglied sowie zur Vornahme von Verfahrenshandlungen auch im Rahmen dieses Vergabeverfahrens, Vertretungsmacht eingeräumt wird. Ferner ist eine Erklärung abzugeben, dass alle Mitglieder der Bietergemeinschaft für die Vertragserfüllung und etwaige Schadensersatzansprüche gegenüber dem Auftraggeber gesamtschuldnerisch haften. Das gesonderte Formular Bietergemeinschaftserklärung ist einmal durch die gesamte Bietergemeinschaft auszufüllen. 4) Beruft sich der Bieter oder die Bietergemeinschaft zum Nachweis seiner/ihrer wirtschaftlichen und finanziellen oder technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit gemäß § 47 Abs. 1 S. 1 VgV auf die Kapazitäten anderer Unternehmen (z. B. eines Unterauftragnehmers oder der Muttergesellschaft) oder eines einzelnen Mitglieds der Bietergemeinschaft (sog. Eignungsleihe), so muss der Bieter/die Bietergemeinschaft das Unternehmen benennen und für dieses Unternehmen die Unterlagen in dem Umfang vorlegen, indem er sich auf die Fähigkeiten des Dritten zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit beruft. Zudem muss der Bieter/die Bietergemeinschaft mit dem Angebot eine Verpflichtungserklärung (gesondertes Formular Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer) dieses Unternehmens vorlegen, mit der dieses/dieser bestätigt, dass es/er dem Bieter/der Bietergemeinschaft im Auftragsfall die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt. Es wird darauf hingewiesen, dass ein anderes Unternehmen i.S.v. § 47 Abs. 1 S. 1 VgV nicht nur ein selbständiges, von dem Bieter/der Bietergemeinschaft rechtlich verschiedenes Unternehmen sein kann, sondern hierunter auch ein(konzern-) verbundenes Unternehmen (Mutter-/Tochter-/Schwestergesellschaft) zu verstehen ist. Beabsichtigt der Bieter/die Bietergemeinschaft, Teile der zu vergebenden Leistung durch Unterauftragnehmer ausführen zu lassen, ohne sich zugleich auf deren Leistungsfähigkeit und/oder Fachkunde zu berufen, muss er die zum Einsatz geplanten Unterauftragnehmer angeben und deren Einsatzbereiche aufzählen (Formular Eignungsbogen). Auf Verlangen der Vergabestelle muss der Bieter Unterlagen zum Nachweis der Eignung des Unterauftragnehmers vorlegen.
Der Auftraggeber behält sich im Fall von fehlenden, unvollständigen oder fehlerhaften unternehmensbezogenen und fehlenden oder unvollständigen leistungsbezogenen Unterlagen vor gemäß § 56 Abs. 2 VgV vorzugehen.
Allgemeiner Hinweis zu den Ausschlussgründen: Die Bieter bzw. Mitglieder der Bietergemeinschaft und / oder etwaige Unterauftragnehmer müssen in Ziffer 2 des Eignungsbogens eine Erklärung zu den Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sowie eine Erklärung zu § 128 GWB abgeben.
Erklärung Handelsregistereintragung (Ziff. 3 des Eignungsbogens): Eigenerklärung, dass der Bieter aktuell und gültig im Berufs- oder Handelsregister (außerhalb von Deutschland in vergleichbaren Registern), eingetragen ist bzw. ein Antrag auf Eintragung gestellt wurde oder Eigenerklärung, dass der Bieter hierzu nicht verpflichtet bzw. nicht eintragungsfähig ist.
Erklärung Unterauftragnehmer (Ziff. 4 des Eignungsbogens) : Eine etwaige Unterauftragsvergabe ist in Ziff. 4 des Eignungsbogens anzugeben.
Erklärung Betriebshaftpflichtversicherung (Ziff. 5 des Eignungsbogens) Gefordert ist die Erklärung, dass spätestens zum Zeitpunkt der Auftragserteilung eine Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens folgenden Deckungssummen3.000.000,00 EUR je Schadensfall für Personen- und Sachschäden (jeweils pro Jahr 2-fach maximiert) abgeschlossen und während der gesamten Vertragslaufzeit aufrechterhalten wird. Auf gesonderte Aufforderung des AG ist eine entsprechende Bescheinigung unverzüglich, in der Regel innerhalb von max. 6 Kalendertagen, einzureichen.
Eigenerklärung Gesamtumsatz (in Euro netto) der letzten dreiabgeschlossenen Geschäftsjahre (Ziff. 6 des Eignungsbogens): Es wird ein Umsatz in Höhe von mindestens 200.000,00 EUR im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre gefordert (= Mindestanforderung).
Angaben zu Referenzprojekten des Bieters / der Bietergemeinschaft (Ziff. 7 des Eignungsbogens):Die Referenz muss folgende Kriterien erfüllen (= Mindestanforderung):- Anzahl einzureichender Referenzen: 2- Leistungsart:o Leistungsart I: Entwicklung eines Prüfstandeso Leistungsart II: Konstruktion und Fertigung eines PrüfstandesHinweis: Es genügt hinsichtlich der Leistungsart, wenn pro Referenz jeweils nur eine Leistungsart, also entweder Leistungsart I ODER Leistungsart II erfüllt ist. Pro Referenz dürfen auch beide Leistungsarten erfüllt sein. Auch in diesem Fall sind jedoch 2 Referenzen einzureichen.- Leistungsumfang: mindestens 100 Arbeitsstunden- Leistungszeitraum: Das Vertragsende darf nicht mehr als 7 Jahre zurückliegen (Bezugspunkt ist die Angebotsfrist) und das Referenzprojektmuss vor Ablauf der Angebotsfrist abgeschlossen worden sein.
Eigenerklärung zu Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022: Der Bieter gibt eine Erklärung zu Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 ab. Die Eigenerklärung ist jeweils vom Bieter bzw. dem Mitglied der Bietergemeinschaft und von allen Unterauftragnehmern abzugeben.