Direkt zum Inhalt

Vergabelexikon - beginnend mit G

A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | W | Z | Ö

Klicken Sie auf einen Buchstaben, um Informationen abzurufen.

G

GEHEIMHALTUNG

Öffentliche Auftraggeber haben grundsätzlich die Pflicht den Geheimwettbewerb im Rahmen der Auftragsvergabe zu wahren, um einen echten Bieterwettbewerb zu gewährleisten. Dies ist nur möglich, wenn jeder Bieter die ausgeschriebene Leistung in Unkenntnis der Angebote, Angebotsgrundlagen und Angebotskalkulationen seiner Mitbewerber anbietet. Kennt ein Bieter auch nur in Teilen das Angebot eines anderen Bieters, so ist der Wettbewerb bereits in unzulässiger Weise verfälscht. Die Angebote müssen daher verschlüsselt bzw. - bei nicht elektronischen Angeboten - in einem verschlossenen Umschlag bzw. bei elektronischen Angeboten verschlüsselt eingereicht werden. Die Auftraggeber müssen die Angebote vertraulich behandeln.

GENERALUNTERNEHMER

Der Generalunternehmer erbringt lediglich einen Teil der ausgeschriebenen Leistung selbst, einen Teil seiner Leistungen vergibt er an Nach- bzw. Subunternehmer. Vertragspartner bleibt jedoch der Generalunternehmer, der einzig zur Erbringung der Leistung gegenüber der Vergabestelle verpflichtet ist. Zwischen der Vergabestelle und dem Nach- bzw. Subunternehmen kommt kein Vertrag zu Stande.

GENERALÜBERNEHMER

Der Generalübernehmer ist vertraglich zur Erbringung der gesamten ausgeschriebenen Leistung verpflichtet; erbringt diese jedoch nicht selbst, sondern vergibt sie vollständig an Sub- bzw. Nachunternehmer. In tatsächlicher Hinsicht beschränkt er seine Leistung in der Regel auf das Projektmanagement.

GEWERK

Die Gesamtheit aller einzelnen Arbeitsbereiche im Handwerk bzw. Bauwesen wird als Gewerk bezeichnet. Die verschiedenen Gewerke eines Auftrags werden oftmals einzeln ausgeschrieben und separat vergeben.

GLEICHBEHANDLUNGSGEBOT

Der Gleichbehandlungsgrundsatz ist eines der tragenden Prinzipien des Vergaberechts. Die Teilnehmer an einem Vergabeverfahren sind gleich zu behandeln, es sei denn eine Benachteiligung ist gesetzlich ausdrücklich geboten oder gestattet (§ 97 Abs. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, GWB). Im Hinblick auf das Unionsrecht verbietet die Norm grundsätzlich jede unmittelbare und mittelbare Benachteiligung von Unternehmen aus dem EU-Ausland. Europarechtlich wird der Gleichbehandlungsgrundsatz auch als Diskriminierungsverbot bezeichnet. Die Pflicht zur Gleichbehandlung durchzieht alle Phasen des Vergabeverfahrens und verlangt, dass allen Bewerbern und Bietern gleiche Chancen beim Zugang zum Wettbewerb und der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, eingeräumt werden. In der Praxis bedeutet das dies vor allem, dass alle Bieter über den gleichen Informationsstand verfügen müssen, für alle Bieter einheitliche Fristen und Eignungs- bzw. Zuschlagskriterien gelten und diese auch auf alle Bieter gleichmäßig angewendet werden.https://www.bundesregierung.de/breg-de

GG (GRUNDGESETZ)

Das Grundgesetz (GG) für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 ist die Verfassung Deutschlands.

GRUNDPOSITION

Grundpositionen sind die Standardleistungen, die ein Auftragnehmer zu erbringen hat. Sie werden im Leistungsverzeichnis einer Ausschreibung aufgeführt, wo grundsätzlich auch Alternativpositionen und Bedarfspositionen vom jeweiligen Auftraggeber definiert werden können.