Zum Jahreswechsel 2017/2018 werden die Schwellenwerte für die Anwendung des EU-Vergaberechts nach oben angepasst und treten zum 1.1.2018 in Kraft.
Das EU-Vergaberecht ist in Deutschland im Vierten Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sowie in verschiedenen Vergabeverordnungen (u.aFlags. VgV, SektVO, KonzVgV) umgesetzt. Eine Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber ist nicht erforderlich, da die EU-Vorschriften durch Verweisung in den Vergabeverordnungen unmittelbar gelten.

Durch das Erreichen oder das Überschreiten der sogenannten EU-Schwellenwerte wird grundsätzlich von einer Binnenmarktrelevanz (grenzüberschreitende Bedeutung) ausgegangen.
Die Schwellenwerde sind abhängig von den jeweiligen Wechselkursentwicklungen und beruhen auf dem Government Procurement Agreement (GPA). Sie werden alle zwei Jahre angepasst.



Die Schwellenwerte werden sich wie folgt ändern:

Auftragsart

Neu

Alt

Bauaufträge

5.548.000 €

5.225.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge

221.000 €

209.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge
(obere und oberste Bundesbehörden)

144.000 €

135.000 €

Liefer- und Dienstleistungsaufträge
(Sektorenbereich, Verteidigung/Sicherheit)

443.000 €

418.000 €

Die für die Schwellenwerte der klassischen Vergaberichtlinie 2014/24/EU
maßgebliche Verordnung finden Sie auf EUR-Lex unter diesem Link.

Die für die Schwellenwerte der Sektorenverordnung 2014/25/EU
maßgebliche Verordnung finden Sie auf EUR-Lex hier.

Die für die Schwellenwerte der Konzessionsverordnung 2014/23/EU
maßgebliche Verordnung finden Sie auf EUR-Lex unter diesem Link.

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Date: Freitag, Dezember 22, 2017