GLOSSAR ZUM VERGABERECHT
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UMWELTFREUNDLICHE PRODUKTE search for term
Der öffentliche Auftraggeber kann Aspekte des Umweltschutzes auf verschiedenen Ebenen im Vergabeverfahren berücksichtigen. Aspekte des Umweltschutzes können innerhalb der Leistungsbeschreibung, bei den Eignungskriterien, als Zuschlagskriterien und als zusätzliche Anforderungen an die Ausführung des Auftrags berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür ist allgemein, dass sie in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen und sich hinreichend transparent aus der Bekanntmachung bzw. den Vergabeunterlagen ergeben.Der öffentliche Auftraggeber ist auch berechtigt, Erzeugnisse mit entsprechenden Gütesiegeln und Umweltschutzzeichen gezielt nachzufragen. Sollen die Voraussetzungen eines bestimmten Umweltzeichens zu Leistungs- oder Funktionsanforderungen im Vergabeverfahren gemacht werden, sind diese explizit zu nennen. Dabei kann darauf hingewiesen werden, dass der Nachweis dieser Anforderungen durch das Umweltzeichen erbracht werden kann.
UNGEWÖHNLICH NIEDRIGE ANGEBOTE search for term
Auf der dritten Stufe der Angebotswertung prüft der Auftraggeber die Angemessenheit der Angebotspreise. Dabei prüft die Vergabestelle, ob ein Angebot im Verhältnis zu der zu erbringenden Leistung ungewöhnlich niedrig erscheint oder ob sogar ein offenbares Missverhältnis zwischen Preis und Leistung vorliegt. Gegenstand der Prüfung ist grundsätzlich der Gesamtpreis des Angebots. Ob ein ungewöhnlich niedriges Angebot vorliegt, kann beispielsweise durch den Vergleich mit den anderen eingegangenen Angeboten festgestellt werden. Ungewöhnlich niedrig ist ein Angebot, wenn der Preis von den Erfahrungswerten einer wettbewerblichen Preisbildung erheblich abweicht. Bevor ein Angebot mit außergewöhnlich niedrigen Preisen vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden darf, muss die Vergabestelle auf den Bieter zugehen und eine nähere Aufklärung über die Preisbildung verlangen. Der betroffene Bieter muss dann darlegen, dass sein Angebot auskömmlich ist, bzw. warum er den Auftrag – bei Vorliegen eines Unterkostenangebots – dennoch vertragsgerecht erbringen kann. Kommt der Bieter der Aufforderung, sein Angebot aufzuklären, nicht oder nicht fristgerecht nach, kann sein Angebot ausgeschlossen werden
UNGEWÖHNLICHES WAGNIS search for term
Bei der Erarbeitung der Leistungsbeschreibung muss der Auftraggeber beachten, dass dem Auftragnehmer kein ungewöhnliches Wagnis aufgebürdet werden darf für Umstände und Ereignisse, auf die er keinen Einfluss hat und deren Einwirkung auf Preise und Fristen er im Vorfeld nicht einschätzen kann. Dies ist für Bauvergaben ausdrücklich in § 7 Abs. 1 Nr. 3 und § 7 EG Abs. 1 Nr. 3 VOB/A geregelt. Im Bereich der VOL/A ergibt sich das Verbot ungewöhnlicher Wagnisse aus allgemeinen vergaberechtlichen Prinzipien.
UNTERAUFTRAG search for term
Kann oder will ein Auftragnehmer nicht sämtliche Teile des ausgeschriebenen Auftrags selbst erbringen, ist es grundsätzlich zulässig, dass er einen Unterauftragnehmer (bzw. Sub- oder Nachunternehmer) für die Durchführung dieser Auftragsteile vorsieht. Der Auftraggeber kann verlangen, dass mit der Abgabe des Angebots zumindest Art und Umfang der Leistungen anzugeben sind, die durch Sub- oder Nachunternehmer erbracht werden sollen. Zumindest bis zum Vertragsschluss müssen die vorgesehenen Nachunternehmer auch namentlich dem Auftraggeber bekannt gegeben werden. Soweit sich der Auftragnehmer der Nachunternehmer bedient, um seine eigene Eignung nachzuweisen, müssen entsprechende Eignungsnachweise der Nachunternehmer bereits bei Angebotsabgabe vorliegen. Fehlen geforderte Erklärungen und Nachweise zur Eignung des Nachunternehmers im Angebot, müssen diese im Bereich der VOB/A bzw. können sie im Bereich der VOL/A nachgefordert werden.
UNTERLAGE FÜR AUSSCHREIBUNG UND BEWERTUNG VON IT-LEISTUNGEN (UFAB) search for term
Die UfAB richtet sich an die Einkäufer von IT-Leistungen. Sie ist ein Leitfaden auf der Grundlage der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A), der Besonderheiten im Bereich von IT-Vergaben berücksichtigt. Die UfAB unterstützt die öffentlichen Einkäufer bei der IT-Beschaffung. Software, Hardware oder sonstige Leistungen – Angebote im IT-Bereich sollen mit Hilfe der UfAB objektiv, transparent und nachvollziehbar beurteilt werden.

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