GLOSSAR ZUM VERGABERECHT
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LEISTUNGSBESCHREIBUNG search for term
Die Leistungsbeschreibung ist das Herzstück der Vergabeunterlagen. Sie legt Inhalt und Umfang des ausgeschriebenen Auftrags fest und bildet damit die sachliche Grundlage der Angebote und des abzuschließenden Vertrages. Die Leistungsbeschreibung ist Voraussetzung für die zuverlässige Erarbeitung des Angebotes durch den Bieter, für vergleichbare Angebote der Bieter untereinander und damit für die Angebotswertung und die richtige Vergabeentscheidung sowie für eine reibungslose und technisch einwandfreie Ausführung des Auftrags und schließlich für die vertragsgemäße und regelgerechte Abrechnung. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die nachgefragte Leistung eindeutige und erschöpfend zu beschreiben, um eine exakte Preisermittlung sowie die Vergleichbarkeit der Angebote zu erzielen. Bieter haben die Pflicht, den Auftraggeber auf Unklarheiten, Fehler und Auslassungen in der Leistungsbeschreibung hinzuweisen.
LEISTUNGSVERZEICHNIS search for term
Die Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis ist eine sehr detaillierte Form der Leistungsbeschreibung, in der die Bieter zu den im Einzelnen aufgeführten Positionen ihre Angebotspreise eintragen.
LIEFERAUFTRÄGE search for term
Öffentliche Lieferaufträge umfassen nach § 99 Abs. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) Verträge zur Beschaffung von Waren, die insbesondere Kauf oder Ratenkauf oder Leasing, Miet- oder Pachtverhältnisse mit oder ohne Kaufoption betreffen. Die Verträge können auch Nebenleistungen umfassen.
LIEFERFRIST search for term
Gibt den Zeitraum an, in dem ein Lieferant seine Leistung erbringen muss.
LIEFERUNG search for term
Als Lieferung bezeichnet man den Vorgang des Überbringens einer Ware an einen Empfänger durch einen Lieferanten oder durch den eigentlichen Verkäufer selbst. Lieferungen im geschäftlichen Sinn werden durch einen Lieferschein, möglicherweise in Verbindung mit einer Rechnung, dokumentiert. Diese Dokumentation ist sehr wichtig, da es sich hierbei umsatzsteuerrechtlich um die „Verschaffung der Verfügungsmacht" handelt.
LOSE, LOSVERFAHREN search for term
Lose nennt man kleinere Auftragseinheiten, in die umfangreiche Bau-, Liefer- oder Dienstleistungsaufträge für die Vergabe aufgeteilt werden. Auf diese Weise wird der Wettbewerb auch für einzelne Lose eröffnet. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten so die Chance, am Wettbewerb um den Auftrag teilzunehmen. Mittelständische Interessen sind bei der Vergabe öffentlicher Aufträge gemäß § 97 Abs. 3 GWB vornehmlich zu berücksichtigen. Hierzu sind Leistungen in der Menge aufgeteilt (Teillose) und getrennt nach Art oder Fachgebiet (Fachlose) zu vergeben. Mehrere oder alle Teil- oder Fachlose dürfen nur dann zusammen vergeben werden (Gesamtvergabe), wenn wirtschaftliche oder technische Gründe dies erfordern (§ 97 Abs. 3 GWB). Wird eine Vergabe in Lose aufgeteilt, muss das im Bekanntmachungstext angegeben sein. In der Leistungsbeschreibung sollte eine Aufteilung in Lose für die Bieter deutlich erkennbar sein und darf im laufenden Vergabeverfahren nicht verändert werden. Ebenso wenig statthaft ist das nachträgliche Zusammenfassen einzelner Positionen zu Losen.

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