Der Begriff „Öffentlicher Auftrag“ ist in § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) geregelt. Der öffentliche Auftrag ist ein entgeltlicher Vertrag zwischen einer staatlichen Institution als Auftraggeber (Bund, Länder und Gemeinden, Behörde, Anstalt o. ä.) und einem Unternehmen zur Beschaffung von Liefer-, Bau- oder Dienstleistungen. Daneben zählen auch Auslobungsverfahren (Auslobung), die zu Dienstleistungsaufträgen führen sollen sowie Baukonzessionen zu den öffentlichen Aufträgen, Dienstleistungskonzessionen bislang dagegen nicht; deren Vergabe unterfällt zukünftig der Richtlinie zur Vergabe von Konzessionen (2014/23/EU), die in Deutschland jedoch erst Mitte April 2016 umgesetzt sein muss.