Art der Leistung
Es soll eine "Evidence Map" zu Unterstützungsfaktoren und betrieblichen Maßnahmen für den Verbleib von Beschäftigten mit chronischen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen im Erwerbsleben ("Stay at Work") erstellt werden. Das Ziel besteht darin, den wissenschaftlichen Forschungsstand systematisch zu kartieren, um bestehende Evidenzlücken und Forschungsschwerpunkte sichtbar zu machen. In der "Stay at Work"-Evidence Map werden die verschiedenen Arbeitsebenen (Organisation, Team, Individuum, Arbeitsplatz) sowie die ausgewählten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die dazu identifizierten Fachveröffentlichungen zu Unterstützungsfaktoren und betrieblichen Maßnahmen in Form einer Matrix dargestellt.
Umfang der Leistung
Der Leistungsumfang erstreckt sich über zwölf Monate und umfasst zunächst ein Auftakttreffen zur Abstimmung sowie zwei Zwischen- und eine Abschlussberatung. Inhaltlich ist ein methodisches Konzept zu entwickeln, das die Forschungsfrage, die Ein- und Ausschlusskriterien sowie die Suchstrategie festlegt und in einem a priori Studienprotokoll dokumentiert. Im Anschluss erfolgt eine systematische Literaturrecherche mit Datenbankrecherche, Titel-/Abstract-Screening, Volltextprüfung, Datenextraktion und Risk-of-Bias-Bewertung. Abschließend ist eine digitale, interaktive "Evidence Map" zu erstellen und zu veröffentlichen.
Zur Ergebnisdarstellung gehört die Veröffentlichung des Studienprotokolls spätestens bis zum dritten Projektmonat, die Bereitstellung der finalen Evidence Map samt zugrunde liegender Datenstruktur sowie die Erstellung eines publikationsfähigen Manuskripts. Zudem sind die Projektergebnisse im Rahmen einer internen Veranstaltung vorzustellen. Als Auftragnehmer kommen Wissenschaftler:innen mit einschlägigem Hochschulabschluss, etwa in Gesundheitswissenschaften oder Public Health, sowie nachweisbarer methodischer Expertise in systematischen Literaturrecherchen und fachlicher Erfahrung im Themenfeld "Stay at Work" infrage. Der Zugang zu relevanten Fachliteraturdatenbanken sowie zu Programmen für die Erstellung von Evidence Maps (z. B. EPPI-Mapper) wird vorausgesetzt. Erfahrung mit Evidence (Gap) Maps ist von Vorteil.