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Dolmetscher- und Übersetzungsdienstleistungen (Deutsch-Polnisch / Polnisch-Deutsch...
VO: Sonstige Vergabeart:   Öffentliche Ausschreibung Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) - Hauptverwaltung Hamburg
Massaquoipassage 1
22305
Hamburg
Deutschland
811346554
Stabsstelle Beschaffung - Vergabestelle
Frau Maike von Oppenkowski
+49 405146-1585
+49 405146-2395
vergabestelle@vbg.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXSUYYDYTGC6PXEC

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXSUYYDYTGC6PXEC/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Art der Leistung
Die VBG ist eine Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung und damit Teil der Sozialversicherung in Deutschland. Bundesweit betreut die VBG über eine Million Unternehmen mit mehr als 37 Millionen Versicherungsverhältnissen. Eine wesentliche Aufgabe der VBG ist die im Sozialgesetzbuch VII festgeschriebene Unterstützung von Versicherten nach dem Eintritt von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Dazu gehört u.a. schnelles und kompetentes Handeln im Schadensfall, um die Heilverfahren optimal zu steuern und Geldleistungen zeitnah zu erbringen. Die häufig bestehende Sprachbarriere im Kontakt zu polnischen Versicherten erfordert den Einsatz einer/eines vereidigten Dolmetschenden, um diese Ziele zu erreichen. Die VBG hat eine Servicehotline eingerichtet, die zweimal wöchentlich zu festgelegten Servicezeiten zu bedienen ist. Nach einer Einarbeitungszeit von zwei Wochen am Standort der Bezirksverwaltung Hamburg wird die Leistung ortsunabhängig erbracht. Sofern zeitliche Ressourcen während der Servicezeiten vorhanden sind, werden Schriftstücke von höchstens 50 Zeilen und 55 Anschlägen/Zeile in die jeweilige Zielsprache übersetzt.
Weitere Informationen sind den Vergabeunterlagen - vor allem der Leistungsbeschreibung - zu entnehmen.

Umfang der Leistung
Die Kommunikation mit polnischen Versicherten erfordert den Einsatz einer/eines allgemein beeidigten Dolmetschenden, um häufig bestehenden Sprachbarrieren entgegenzuwirken.

Die VBG hat seit 2015 eine Servicehotline eingerichtet, die zweimal wöchentlich zu festgelegten Servicezeiten zu bedienen ist.

Nach einer Einarbeitungszeit von zwei Wochen am Standort der Bezirksverwaltung Hamburg wird die Leistung ortsunabhängig erbracht.

Die/der Dolmetschende muss in der Lage sein, die Anliegen der polnisch sprechenden Anrufenden zu erfassen und schriftlich bzw. telefonisch an die zuständige Sachbearbeitung weiterzuleiten. Bei den Anrufenden handelt es sich überwiegend um Versicherte mit Wohnsitz in Polen, die im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses in Deutschland Arbeitsunfälle erlitten haben. Dabei werden u. a. Fragen zu den Themen Lohnersatzleistungen, Heilverfahrenssteuerung und Begutachtungen vorgebracht.

Daneben muss die/der Dolmetschende in der Lage sein, im Rahmen gemeinsamer Telefonate mit der zuständigen Sachbearbeitung und polnischen Versicherten in unterschiedlichen Zusammenhängen der gesetzlichen Unfallversicherung konsekutiv zu dolmetschen. Dabei geht es überwiegend um Telefonate mit Versicherten, die bei Arbeitsunfällen schwere Verletzungen erlitten haben. In den Gesprächen stehen u. a. das Erstellen eines Reha-Planes, Unterstützungsangebote im häuslichen Bereich und die berufliche Wiedereingliederung im Vordergrund.

Die/der Dolmetschende spricht eine Ansage in polnischer Sprache auf den Anrufbeantworter des Servicetelefons für Anrufe außerhalb der Servicezeiten.

Sofern zeitliche Ressourcen während der Servicezeiten vorhanden sind, werden Schriftstücke von höchstens 50 Zeilen und 55 Anschlägen/Zeile von der polnischen in die deutsche Sprache und in geringem Umfang von der deutschen in die polnische Sprache übersetzt. Bei den Texten handelt es sich vorwiegend um einfache Schreiben von Versicherten, z. B. Schilderungen von Unfallhergängen, Sachstandsmitteilungen oder Polizeiberichte.
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Die/der Dolmetschende ist beeidigt und bereitet sich auf den Einsatz vor, indem sie/er das erforderliche Fachvokabular aus dem Bereich Sozialversicherung, insbesondere dem Fachbereich der gesetzlichen Unfallversicherung, erarbeitet.

Daneben verfügt die/der Dolmetschende über medizinische/anatomische Grundkenntnisse und kann diese in beiden Sprachen (deutsch und polnisch) zielgerichtet anwenden.

Die Qualifikation ist durch eine Urkunde über die allgemeine Beeidigung als Dolmetscherin/Dolmetscher und entsprechende Referenzen/Berufserfahrung nachzuweisen.

Kenntnisse in weiteren Sprachen, mindestens der Stufe B, wären von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Wünschenswert sind die Sprachen: Französisch, Tschechisch, Ungarisch, Rumänisch, Kroatisch, Bulgarisch, Türkisch und Slowakisch. Sofern die/der Dolmetschende weitere Sprachen als Qualifikation angegeben hat, ist sie/er in der Lage, im Rahmen gemeinsamer Telefonate, mit der zuständigen Sachbearbeitung konsekutiv zu dolmetschen.

Aufgrund der zeitaufwändigen Einarbeitung in die Arbeitsabläufe und die Materie müssen Unternehmen, die ein Angebot abgeben, eine feste Ansprechperson benennen, die für die Leistungserbringung zuständig ist. Der Auftragnehmer stellt sicher, dass diese Person - soweit möglich - über die gesamte Vertragslaufzeit eingesetzt wird. Sollte ein Wechsel erforderlich werden, ist eine Person mit gleichwertiger Qualifikation zu benennen und eine geordnete Übergabe sicherzustellen.

Für eingehende Anrufe erfolgt die Leistungserbringung montags und donnerstags, jeweils 9.00 - 11.00 Uhr. Darüber hinaus beinhaltet der Auftrag wöchentlich sechs weitere Stunden, in denen ausschließlich ausgehende Telefonate geführt werden. Diese Dienstleistung erfolgt idealerweise montags und/oder donnerstags im Anschluss an die Zeiten der Servicehotline und wird nach Absprache vereinbart. Der Auftrag umfasst folglich insgesamt 10 Stun-den/Woche, wobei keine Mindestabnahmemenge garantiert wird und sich die Anzahl der Stunden im Laufe der Vertragslaufzeit ändern kann. Der Leistungsumfang ist abhängig von der Entwicklung der Unfallzahlen mit Beteiligung polnischer Versicherter und kann während der Vertragslaufzeit angepasst werden.

Die/der Auftragnehmer/in kann nach Rücksprache und schriftlicher Bestätigung durch die Auftraggeberin im Falle einer Verhinderung, z. B. wegen Krankheit oder Urlaub andere Dienstleistende in Ersatzstellung einsetzen. In diesem Fall sind die vertretenden Dolmetschende beeidigt und fachlich entsprechend der in der Ausschreibung aufgestellten Eignungskriterien qualifiziert. Entsprechende Nachweise und die unter § 8 des Vertrags aufgeführte "Verpflichtung auf das Daten- und Sozialgeheimnis" sind vor dessen/deren Einsatz der VBG vorzulegen. In diesen Fällen wird die Leistung ohne Einsatz des ausgehändigten Laptops unter Nutzung einer Rufumleitung erbracht.

Am 24. und 31.12. eines Kalenderjahres sowie an gesetzlichen Feiertagen entfällt die Leistungserbringung ohne Anspruch auf Vergütung.

In einer zweiwöchigen Einarbeitungszeit (ab Vertragsbeginn) erbringt die/der Dolmetschende die Leistung im Verwaltungsgebäude der Bezirksverwaltung Hamburg der VBG, Sachsenstraße 18, 20097 Hamburg. Die VBG stellt für diesen Zeitraum einen Arbeitsplatz innerhalb ihrer Räumlichkeiten zur Verfügung.

Der Arbeitsplatz ist eingerichtet mit einem Schreibtisch, Laptop, Monitor und Headset. Das Bereitstellen weiterer Hilfsmittel kann vereinbart werden.

Nach der zweiwöchigen Einarbeitungszeit wird die Leistung ortsunabhängig erbracht. Ein Lap-top mit VPN-Zugang, ein Monitor und ein Headset werden zur Verfügung gestellt.

Haupterfüllungsort

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) - Bezirksverwaltung Hamburg
Sachsenstraße 18
20097
Hamburg

Der AN verpflichtet sich, die Leistung zu den in der Leistungsbeschreibung genannten Zeiten zu erbringen.

In einer zweiwöchigen Einarbeitungszeit wird die Leistung im Verwaltungsgebäude der Bezirksverwaltung Hamburg der AG, Sachsenstraße 18, 20097 Hamburg, anschließend ortsunabhängig erbracht.

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

-

Laufzeit bzw. Dauer

01.07.2026
30.06.2030

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein
Beschreibung

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Laufzeit bzw. Dauer

01.07.2026
30.06.2030

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung


Vorzulegende Nachweise:
Nachweis der allgemeinen Beeidigung als Dolmetschende/r; Der/die bietende Freelancer/in reicht mit seinem/ihrem Angebot den Nachweis einer gültigen allgemeinen Beeidigung als Dolmetscher/in ein.

ODER

Das bietende Unternehmen/das geschäftsführende Mitglied der Bietergemeinschaft reicht mit seinem/ihrem Angebot den Nachweis einer gültigen allgemeinen Beeidigung als Dolmetscher/in der für diesen Auftrag vorgesehenen Person ein.; Mit dem Angebot; Mittels Dritterklärung

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit


Vorzulegende Nachweise:
Anlage zur wirtschaftlichen Verknüpfung; Falls zutreffend; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Sonstige


Vorzulegende Nachweise:
Erklärung Unterauftragnehmer; Mit dem Angebot
Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer; Mit dem Angebot
Erklärung Eignungsleihe; Mit dem Angebot
Verpflichtungserklärung Eignungsleihe; Mit dem Angebot
Bietergemeinschaftserklärung; Mit dem Angebot

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

Vertrag, ZVB der VBG, VOL/B

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

-

Verfahren

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote

05.05.2026 10:00 Uhr

Bindefrist des Angebots

10.06.2026

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

Das Vergabeverfahren (VV) wird elektronisch in der vollständig webbasierten E-Vergabeplattform (Deutsches Vergabeportal) durchgeführt und ist unter folgendem URL erreichbar: www.dtvp.de.

Die elektronische Teilnahme am VV sowie die Registrierung für die E-Vergabeplattform ist für Bieter vollständig kostenfrei. Die von der Vergabestelle übermittelten Informationen werden entweder direkt in der bzw. über die Oberfläche der E-Vergabeplattform bzw. dem virtuellen Projektraum zum VV (z. B. Bekanntmachungen, Kommunikationsnachrichten) oder innerhalb der Plattform bzw. virtuellen Projekträume als Datei-Downloads bereitgestellt (Vergabeunterlagen oder Anhänge zu Kommunikationsnachrichten).

Zur Nutzung der E-Vergabeplattform bis zur Abgabe elektronischer Angebote sind ein aktueller Internet-Browser sowie ein Internetzugang erforderlich. Hierbei werden ausschließlich HTML- und Javascript-konforme Standardtechnologien und keine Add-Ons/Plugins oder sonstige ggf. (sicherheits-)kritische Technologien verwendet. Aktuell sind folgende Internet-Browser zur Nutzung freigegeben: Microsoft Internet Explorer/Microsoft Edge in der jeweils aktuellen Version; Mozilla Firefox in der jeweils aktuellen Version; Google Chrome in der jeweils aktuellen Version; Apple Safari ab Version 5.

Für die Abgabe elektronischer Angebote, Teilnahmeanträge, Interessenbekundungen und Interessenbestätigungen wird innerhalb der E-Vergabeplattform a) ein kostenfreies Bietertool bereitgestellt b) die Abgabe webbasiert über den Projektraum des Vergabeportals möglich.
Das Bietertool ist eine Desktop-Anwendung, welche auf Ihrem Computer installiert werden muss. Die Dateien zur Installation des Bietertools werden im entsprechenden Projektraum des VV für das entsprechende Betriebssystem zum Download angeboten. Installationsroutinen stehen für Linux-, Mac-OS- und Windows-Betriebssysteme (64 und 32 Bit) zur Verfügung. I. d. R. sind für die Installation keine administrativen Rechte erforderlich. Das Bietertool ist zudem ein "Multi-Plattform-Bieter-Client", sodass mit einer Installation des Bietertools an VV auf allen E-Vergabeplattformen auf Basis der cosinex Technologie Vergabemarktplatz teilgenommen werden kann. Die Informationen über die eigentlichen VV werden über so genannte Projektdateien in das Bietertool transportiert. Sie laden die Projektdateien (Dateiendung: cbx) aus dem entsprechenden Projektraum herunter und führen diese aus, wodurch das Bietertool gestartet wird und die entsprechenden Informationen zum VV von der Vergabeplattform heruntergeladen werden. Die lokale Installation des Bietertools stellt eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung der elektronischen Angebote/Teilnahmeanträge zwischen dem Computer des Bieters und der Öffnung der Angebote auf Seiten der Vergabestelle sicher.

Für die elektronische Angebotsabgabe sind unterschiedliche Signaturniveaus technisch möglich. Die zugelassene Form der Angebotsabgabe/das zulässige Signaturniveau: qualifizierte elektronische/fortgeschrittene elektronische Signatur/Textform nach § 126b BGB). Im Fall der elektronischen Textform genügt die Angabe Ihres Vor- und Nachnamens und die Benennung Ihres Unternehmens, für das Sie den Teilnahmeantrag/das Angebot abgeben. Der vollständige Eingang übermittelter elektronischer Angebote, Teilnahmeanträge, Interessenbekundungen und Interessenbestätigungen wird mit einem qualifizierten oder einem einfachen elektronischen Zeit Stempel dokumentiert.

Die Kommunikation zwischen der AG und den Bietern ist ausschließlich über den Projektraum des VV auf der Vergabeplattform möglich.

Wir weisen darauf hin, dass nur zuverlässige Unternehmen den Zuschlag erhalten können (etwa keine Ausschlussgründe nach § 123, § 124 GWB vorliegen).

Weitere Informationen sowie Support zum Vergabemarktplatz und dem Bietertool erhalten Sie unter folgendem Link: https://support.cosinex.de/unternehmen/.

Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.

Weitere Informationen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

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