Um die Trinkwasserversorgung Heidelbergs angesichts von Bevölkerungswachstum, Klimawandel und steigenden Qualitätsanforderungen zukunftssicher zu machen, muss das Wasserwerk Rauschen grundlegend erweitert und modernisiert werden. Die Infrastruktur stammt aus den 1960er Jahren und ist veraltet:
Bisher erfolgt keine Aufbereitung des Grundwassers (hauptsächlich Neckar-Uferfiltrat).
Qualitätsschwankungen in der Vergangenheit machten bereits temporäre Maßnahmen nötig.
Der aktuelle Standort ist zu beengt für moderne Aufbereitungsstufen.
Das geplante Konzept:
Ausbau des Wasserwerks Rauschen auf einem benachbarten Grundstück.
Erhöhung der Bezugsmengen vom Wasserwerk Schwetzinger Hardt.
Integration einer permanenten Aktivkohlefiltration (mit Option auf spätere Umkehrosmose).
Bau eines neuen Trinkwasserspeichers samt Pumpstation.
Es wurden zwei Standortvarianten technisch und wirtschaftlich geprüft. Der fertige Konzeptentwurf inklusive Kostenplanung dient als Basis für die weitere Objektplanung.
Kernpunkte der Wasserwerkserweiterung:
Infrastruktur & Speicherung: Es ist der Neubau eines 24.000 m3 fassenden Trinkwasserspeichers direkt am Standort geplant, um die Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen.
Technik & Aufbereitung: Das Werk erhält eine zusätzliche Aufbereitungsstufe sowie eine neue Druckerhöhungsanlage, die eine maximale Fördermenge von 3.000 m3/h ins Netz ermöglicht.
Brunnenanbindung: Die bestehenden 13 Brunnen werden erneuert sowie technisch an das neue Konzept angebunden.
Vernetzung: Das modernisierte System wird sowohl an das lokale Ortsnetz als auch an die externe Fremdwasserversorgung (WW Schwetzinger Hardt) angeschlossen.