Die Rheinland Klinikum Neuss GmbH beabsichtigt am Standort Lukaskrankenhaus in Neuss einen viergeschossigen Erweiterungsbau (Untergeschoss zzgl. drei Obergeschosse) zu errichten. Geplant ist die Einrichtung eines "Zentrums für Operative Medizin und Intensivmedizin" sowie eines "Zentrums für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie" zur strukturellen und funktionalen Stärkung des Standorts als Maximalversorger. Das mit öffentlichen Fördermitteln finanzierte Bauvorhaben mit geschätzten Brutto-Baukosten von ca. 107 Mio. EUR (KG 200-500 nach DIN 276) soll bis spätestens Anfang Oktober 2031 fertiggestellt sein. Gegenstand des zu vergebenden Auftrags sind Projektsteuerungsleistungen gemäß Leistungsbild Heft 9 der AHO-Schriftenreihe "Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft", Stand Mai 2025. Der Auftrag umfasst grds. alle Projektstufen und Handlungsbereiche nach dem Leistungsbild AHO. Die Leistungen der Projektstufen 1 und 2 - Projektvorbereitung und Planung - werden mit Auftragsvergabe fest beauftragt. Die Anschlussbeauftragung mit Leistungen der weiteren Projektstufen erfolgt auf gesonderten Abruf, auf den kein Anspruch besteht (optional).
Gegenstand des zu vergebenden Auftrags sind Projektsteuerungsleistungen für den mit öffentlichen Fördermitteln finanzierten Neubau eines "Zentrums für Operative Medizin und Intensivmedizin" sowie eines "Zentrums für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie" auf dem Gelände des Lukaskrankenhauses in Neuss. Die Realisierung muss spätestens Anfang Oktober 2031 abgeschlossen sein. Die Planung des Neubaus soll durch einen Generalplaner erfolgen.
Bewertet werden die Berufserfahrung sowie einschlägige Referenzprojekte der im Auftragsfall vorgesehenen Leitung des Projektsteuerungsteams und deren Stellvertretung.
Bewertet werden die Einschätzung der Steuerungsaufgabe und vorgesehenen Zusammenarbeit (20%), die vorgesehene Organisation (10%), die Erläuterungen zur Terminplanung und -steuerung (10%) sowie die Erläuterungen zur Kostenplanung und -steuerung (10%).
Bewertet wird das voraussichtliche Gesamthonorar für alle ausgeschriebenen Leistungen der Projektsteuerung.
Die Auftragsvergabe erfolgt im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach den Bestimmungen der Vergabeverordnung (VgV). Am Auftrag interessierte Unternehmen haben sich anhand eines im elektronischen Projektraum bereitgestellten Bewerbungsbogens um Teilnahme am Verhandlungsverfahren zu bewerben. Bei einer hinreichenden Anzahl geeigneter Bewerber werden mind. 3 und höchstens 8 Bewerber/ Bewerbergemeinschaften mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe am Verhandlungsverfahren beteiligt. Maßgebliches Auswahlkriterium ist die anhand entsprechender Referenzprojekte belegte Erfahrung mit Projektsteuerungsaufgaben möglichst vergleichbarer Art. Nähere Angaben zur Methodik der Bewerberauswahl enthält eine im elektronischen Projektraum bereitgestellte Projekt- und Verfahrensbeschreibung.
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Westfalen eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/ Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
Bezüglich der Nachforderung von im Teilnahmeantrag oder im (endgültigen) Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 56 Abs. 2 und Abs. 3 VgV.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
Bewerber/Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft haben mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung über den in den letzten drei Geschäftsjahren erzielten Gesamtumsatz einzureichen.
Bewerber/Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft haben mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung über das Bestehen oder die Bereitschaft zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen in Höhe von mind. 5 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden einzureichen.
Bewerber/Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft haben mit dem Teilnahmeantrag Angaben zu in den letzten zehn Jahren (ab 01/2016) erbrachten Leistungen vergleichbarer Art (Projektsteuerungsleistungen für Hochbauten gem. Leistungsbild AHO Heft 9 oder vergleichbar) einzureichen, mit möglichst konkreten Angaben insbesondere zu a) den im Einzelnen erbrachten Leistungen, b) Art der Baumaßnahme und Baukosten KG 200-700 netto nach DIN 276, c) dem Leistungszeitraum und d) dem Auftraggeber nebst Ansprechpartner und Kontaktdaten. Mindestanforderungen: Bewerber/ die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft in der Summe müssen zwingend folgende Referenzanforderungen entweder selbst erfüllen oder entsprechende Erfahrung von Unternehmen nachweisen können, die im Auftragsfall die entsprechenden Leistungen als Nachunternehmer erbringen würden: Mindestens 2 Referenzaufträge in den letzten 10 Jahren (seit 01/2016), welche jeweils sämtliche folgende Mindestanforderungen erfüllen: a) Es wurden Projektsteuerungsleistungen der Projektstufen 2-4 in den Handlungsbereichen A-D gem. Leistungsbild AHO Heft 9 vollständig ab 01/2016 erbracht; b) Referenzauftrag betrifft fertiggestelltes/ an den Nutzer übergebendes Hochbauprojekt mit Baukosten KG 200-700 nach DIN 276 von mind. 50 Mio. EUR netto; c) Referenzauftrag eines zumindest projektbezogen zur Beachtung des Vergaberechts verpflichteten Bauherrn.
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Besondere Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabesetz NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878.