"Mühlenkreiskliniken", so heißt der Zusammenschluss des Johannes Wesling Klinikums Minden, des Krankenhauses Rahden, des Krankenhauses Lübbecke und des Krankenhauses Bad Oeynhausen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaften gehören die Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen GmbH zum Verbund. Innerhalb ihrer Strukturen betreiben die Mühlenkreiskliniken das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und die Akademie für Gesundheitsberufe. Rechtsform der Mühlenkreiskliniken ist die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR), Träger ist der Kreis Minden-Lübbecke. Über 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen jährlich etwa 250.000 Patient*innen, ambulant und stationär.
Der Auftrag der Mühlenkreiskliniken ist es, die stationäre medizinische Versorgung der Menschen im Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus sicherzustellen und auszubauen. Das Leistungsspektrum reicht von der Notfallmedizin über die Geburtshilfe und die teleradiologische Diagnostik bis hin zur spitzenmedizinischen Betreuung von Schwerstkranken.
Darüber hinaus sind die Mühlenkreiskliniken mit ihren Standorten in Minden als Universitätsklinikum, in Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden als Akademische Lehrkrankenhäuser seit Oktober 2016 Partner der Ruhr-Universität Bochum im Bereich der Medizinerausbildung.
Die bauliche Erweiterung der Auguste-Viktoria-Klinik wird in zwei funktional unterschiedlichen Bausteinen organisiert, die beidseitig des historischen Altbaus positioniert werden. Im Osten entsteht der Neubau des Bettenhauses mit dem Haupteingang und einer einladenden Cafeteria. Im Westen ergänzt ein u-förmiger Neubau den Bestand zu einem kompakten Untersuchungs- und Behandlungstrakt und nimmt den Liegendkrankeneingang auf.
Die Umsetzung erfordert sowohl Neubauten und Teilneubauten als auch Umbauten und Umnutzungen im Bestand - unter maximaler Ausnutzung vorhandener Synergien mit bestehenden Strukturen.
Der Gebäudebestand der Auguste- Viktoria-Klinik geht auf eine im Jahr 1913 errichtete Kurklinik für Kinder und Jugendliche zurück. Davon ist das Hauptgebäude erhalten geblieben und stellt das zentrale, identitätsstiftende Merkzeichen der Klinik dar. Um den historischen Altbau, der für die Unterbringung von Verwaltung und Diensträumen und für eine private Röntgenpraxis genutzt wird, gruppieren sich unterschiedlichste Gebäudevolumen.
Alle Neubauten werden in als fugenlose Massivbauten hergestellt. Als Tragkonstruktion kommt eine Stahlbetonskelettbauweise mit unterzugsfreien, punktförmig gestützten Stahlbetonflachdecken auf Stützen und einzelnen Wänden zum Einsatz. Im Bereich der Fassade ist ein umlaufender Fassadenüber-/ Unterzug geplant. Die Aussteifung der Gebäude erfolgt durch gleichmäßig über den Grundriss verteilte Treppenhauskerne, die monolithisch mit den Geschossdecken verbunden sind und bis zur Grün-dung geführt werden. Die Bodenplatte wird aufgrund des hohen Grundwasserstandes als bewehrte Stahlbetonplatte in WU-Bauweise hergestellt, wie auch anderen alle erdberührten Bauteile des Untergeschosses.
Die Fassaden sind aus Kostengründen als Wärmedämmverbundsystem geplant. Die Dachflächen werden extensiv begrünt und mit Photovoltaik-Elementen bestückt.