Das Gebäudemanagement der Stadt Mönchengladbach (gmmg) errichtet auf einem unbebauten Grundstück südlich der Stadtmitte von Mönchengladbach, in unmittelbarer Nähe zum Hochschulcampus und zum Grenzlandstadion, nördlich der Breite Straße, einen Neubau für eine Gesamtschule für eine 6-zügige Sekundarstufe I und eine 3-zügige Sekundarstufe II. Das Projekt umfasst ein Schulgebäude, welches in zwei Bauabschnitten realisiert wird. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Planungs- und Bauleistungen für die schlüsselfertige Herstellung der Schulgebäude einschließlich Freianlagen für den 1. und 2. Bauabschnitt wie auch die Tiefgründung des 2. Bauabschnitts auf Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Die Bauleistungen sind im Zeitraum vom 30.06.2027 bis zum 26.08.2031 auszuführen.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Planungs- und Bauleistungen für die schlüsselfertige Herstellung des Neubaus der 7. Gesamtschule Mönchengladbach auf Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Die Leistungen umfassen insbesondere die Ausführungsplanung gemäß Leistungsphase 5 HOAI, die Koordination sämtlicher Planungs- und Bauleistungen sowie die schlüsselfertige Errichtung der Schulgebäude einschließlich Sporthalle, Tiefgarage, Technischer Gebäudeausrüstung, Gründung und Außenanlagen. Das Projekt wird unter Anwendung der BIM-Methode realisiert. Die Gesamtmaßnahme umfasst eine Bruttogrundfläche von ca. 24.265 m² und wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Die Baugruben-, Verbau- und Tiefgründungsleistungen des 1. Bauabschnitts sind Gegenstand einer separaten Vergabe. Die Tiefgründung des 2. Bauabschnitts ist Bestandteil der ausgeschriebenen Leistungen. Ziel der ausgeschriebenen Leistungen ist die vollständige und termingerechte Fertigstellung des 1. Bauabschnitts zum Schuljahresbeginn 2029/30 sowie die Gesamtfertigstellung der Maßnahme zum Schuljahresbeginn 2031/32. Während der Bauausführung ist die Sicherheit des Schulbetriebs sowohl in der angrenzenden Interimsschule während der Errichtung des 1. Bauabschnitts als auch im fertiggestellten 1. Bauabschnitt während der Errichtung des 2. Bauabschnitts jederzeit sicherzustellen. Weitere Angaben enthält eine im elektronischen Projektraum bereitgestellte Aufgaben- und Projektbeschreibung nebst Planunterlagen. Weitere, erst für die Abgabe eines Angebots erforderliche Unterlagen, werden erst den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Unternehmen zur Verfügung gestellt.
Bewertet wird der Pauschalfestpreis für die ausgeschriebenen Planungs- und Bauleistungen.
Bewertet wird de Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals (Gesamtprojektleitung, Projektleitung Bauüberwachung Architektur, Projektleitung Bauüberwachung Technische Gebäudeausrüstung ).
Bewertet wird die Qualität des angebotenen Terminplans für Planung, Bauausführung und Inbetriebnahme als verknüpfter Balkenplan.
Bewertet wird die Qualität der Planung der Baustelleneinrichtung und der Baustellenlogistik.
Bewertet wird die Qualität des Konzepts des Inbetriebnahme-Managements (IBM) des Generalunternehmers.
Bewertet wird die Qualität des Konzepts zur Integration von BIM.
Die Auftragsvergabe erfolgt im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Am Auftrag interessierte Unternehmen haben sich anhand eines im elektronischen Projektraum bereitgestellten Bewerbungsbogens um Teilnahme am Verhandlungsverfahren zu bewerben. Bei einer hinreichenden Anzahl geeigneter Bewerber werden 5 Bewerber/ Bewerbergemeinschaften zur Angebotsabgabe aufgefordert. Maßgebliches Auswahlkriterium ist die anhand entsprechender Referenzprojekte belegte Erfahrung mit Planungs- und Bauaufgaben vergleichbarer Art. Nähere Angaben zur Bewerberauswahl im Wege einer Bepunktung der Referenzen hinsichtlich ihrer Vergleichbarkeit mit dem zu vergebenden Auftrag enthält die im elektronischen Projektraum bereitgestellte Unterlage "Kriterien Bewerberauswahl Teilnahmewettbewerb".
Die Kommunikation im Verfahren erfolgt grundsätzlich über den für die Auftragsvergabe eingerichteten elektronischen Projektraum auf der Vergabeplattform DTVP.
Am Auftrag interessierte Unternehmen/ Bieter, welche sich in ihrem Recht auf Einhaltung der Vergabebestimmungen verletzt sehen, können bei der zuständigen Vergabekammer Westfalen eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens i.S.d. §§ 160 ff. GWB beantragen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Bewerber/Bieter einen von ihm erkannten/erkennbaren Vergabeverstoß nicht ordnungsgemäß gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (vgl. zur Rüge- und Antragsfrist im Einzelnen § 160 Abs. 3 GWB).
Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 16a EU VOB/A.
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB
vgl. § 123 Abs. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB
Mit dem Teilnahmeantrag einzureichen sind Angaben zum Netto-Gesamtumsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen, außerdem Angaben zu den in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Leistungen (schlüsselfertige Planung und Ausführung Hochbau) erzielten Netto-Umsätze, jeweils getrennt nach Jahren. Mindestanforderung: In den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren muss ein Netto-Gesamtumsatz in Höhe von durchschnittlich mind. 30 Mio. EUR erzielt worden sein. Mitglieder einer Bietergemeinschaft müssen diese Anforderung in der Summe erfüllen.
Mit dem Teilnahmeantrag einzureichen ist eine Eigenerklärung über die Bereitschaft zum Abschluss einer projektbezogenen Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen für Personen- und Sachschäden in Höhe von jeweils mind. 10 Mio. EUR, zweifach maximiert.
Mit dem Teilnahmeantrag einzureichen sind Angaben über die Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023 - 2025) jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal; Mindestanforderung: In den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren muss die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten jeweils mindestens 30 Personen betragen haben. Die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft müssen diese Anforderung in der Summe erfüllen.
Mit dem Teilnahmreantrag einzureichen sind Angaben zu seit 2015 erbrachten Leistungen vergleichbarer Art mit Benennung des Auftraggebers nebst Ansprechpartner, des Leistungszeitraums, der Kosten sowie näherer Beschreibung. Mindestanforderungen: Es sind drei Referenzaufträge über vollständig im eigenen Betrieb oder mit Nachunternehmern erbrachte Leistungen nachzuweisen, die mit der zu vergebenden Leistung nach Art und Umfang vergleichbar sind. Dies ist jeweils dann der Fall, wenn im eigenen Betrieb und/oder unter Einsatz von Nachunternehmern Generalunternehmerleistungen mit Baukosten (KG 300 und KG 400 nach DIN 276) in Höhe von jeweils mindestens 30.000.000,00 EUR netto erbracht wurden. Die Referenzen müssen im Zeitraum 01.01.2019 bis spätestens zum Ablauf der Bewerbungsfrist fertiggestellt und abgenommen worden sein. Die nachfolgenden Anforderungen sind in mindestens einer dieser drei Referenzen nachzuweisen (die Anforderungen müssen hierbei nicht alle gleichzeitig in einer Referenz erfüllt sein):- Baukosten (KGR 300 und 400 nach DIN 276) mind. 45.000.000 EUR netto, nachgewiesen in mindestens einer der angegebenen Referenzen, - BGF (DIN 277) mind. 15.000 m², nachgewiesen in mindestens einer der angegebenen Referenzen,- mindestens ein GU-Projekt Neubau einer Bildungseinrichtung,- mindestens eine Referenz umfasste neben dem Hochbau auch Tiefgründung,- mindestens eine Referenz umfasste auch die Ausführungsplanung, - mindestens eine Referenz wurde mit der Methode BIM realisiert.
gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Besondere Bedingungen folgen aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW sowie aus Art. 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, in der Fassung der Verordnung (EU) 2023/2878.