Für den Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland können Flexible Connection Agreements (FCA) einen Beitrag leisten Netzanschlüsse flexibler auszugestalten und vorhandene Netzkapazitäten effizienter zu nutzen.
Der Begriff FCA umfasst dabei unterschiedliche vertragliche, organisatorische und technische Ausgestaltungen, die die Netzanschlussnutzung oder den Betrieb elektrischer Lasten flexibel gestalten. Im Bereich der Ladeinfrastruktur existieren bereits verschiedene Ansätze oder vergleichbare Modelle, deren Ausgestaltung in Form von Eigenschaften, Voraussetzungen, Dauer und Gegenleistung sowie deren Eignung bislang jedoch nicht systematisch aufbereitet wurden.
Vor diesem Hintergrund soll ein externer Auftragnehmer die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur bei der Identifikation, Strukturierung und Bewertung möglicher FCA für die Lastseite unterstützen. Ziel ist die Erstellung einer praxisnahen Orientierungshilfe, die insbesondere Charge Point Operator (CPO), Logistiker und Depotbetreiber bei der Einordnung und Bewertung von FCA unterstützt und den fachlichen Austausch mit Verteilnetzbetreibern erleichtert. Hierzu sollen unter anderem die verschiedenen Ausgestaltungsdimensionen von FCA strukturiert aufbereitet werden.
Ziel des Projekts ist die Erstellung eines strukturierten Überblicks über Flexible Connection Agreements für die Lastseite im Kontext der Ladeinfrastruktur in Deutschland.
Die verschiedenen FCA sollen identifiziert, beschrieben, voneinander abgegrenzt und hinsichtlich ihrer Eignung aus Sicht unterschiedlicher Akteure bewertet werden. Die Ergebnisse sollen insbesondere CPO dabei unterstützen,
- vorgeschlagene FCA besser zu verstehen,
- deren Chancen und Einschränkungen einzuordnen,
- unterschiedliche FCA-Modelle miteinander zu vergleichen und
- fundierte Gespräche mit Verteilnetzbetreibern über mögliche Ausgestaltungen von Netzanschlussvereinbarungen zu führen.