Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber möglichst folgende Unterlagen vorlegen (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied):
a) Detaillierte Darstellung von vergleichbaren Referenzen der letzten zehn Jahre (gerechnet vom Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung) (Referenzprojekte), möglichst unter Angabe des genauen Auftrags, der Auftragssumme, des Auftraggebers, eines Ansprechpartners beim Auftraggeber, der Leistungszeiträume, der Art des Bauwerks (Nutzungsart), der konkret vom Bewerber erbrachten Leistungen, der Größe des Bauwerks (BGF) und des derzeitigen Projektstandes.
Der Auftraggeber wird insbesondere die 5 aus seiner Sicht am besten geeigneten Referenzen berücksichtigen. In Summe sollten die Referenzprojekte die folgenden Merkmale/Besonderheiten aufweisen:
- Errichtung von drei Hochbauten mit hohem architektonischem Anspruch, z.B. Kulturstätten (Los 1, Los 2, Los 3 und Los 5) bzw. mit Leistungen gemäß Losbeschreibung (Los 4)
- Errichtung von drei Versammlungsstätten mit einer BGF von mindestens 20.000 m² (Los 1, Los 2, Los 3 und Los 5)
- Errichtung eines Gebäudes mit einem Bauvolumen von mindestens EUR 150 Mio. (Los 1, Los 2, Los 3 und Los 5)
- Nachweis von Merkmalen partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Projektbeteiligten, z.B. Frühzeitige Einbindung in die Planung, Erfahrungen in Zusammenarbeit mit ein- oder mehreren weiteren ausführenden Unternehmen, Open-Book, Cost Plus Fee, gemeinsame Nachunternehmerauswahl, preconstruction Phase, Building Information Modelling, Lean Construction etc. (Los 1, Los 2, Los 3, Los 4 und Los 5)
Sofern erforderlich, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen, wird der Auftraggeber auch einschlägige Bauleistungen berücksichtigen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen.
b) der Auftraggeber erwartet in allen Losen eine Darstellung (max. 15 Seiten), aus der hervorgeht, ob und in welchem Umfang sich der Bewerber als lernendes Unternehmen mit Modellen der partnerschaftlichen Projektabwicklung auseinandergesetzt hat und ob sowie welche konkreten Maßnahmen eingeleitet wurden, um entsprechende Projektabwicklungsmodelle in Zukunft praktisch umsetzen zu können.
c) Ergänzende Darstellung für alle Lose zu den unter a) eingereichten Referenzen oder anderen Referenzprojekten, in der der Bewerber seine praktischen Erfahrungen mit Modellen der partnerschaftlichen Projektabwicklung darstellt. Die Darstellung soll beschreiben, welche Elemente der partnerschaftlichen Projektabwicklung im konkreten Projekt umgesetzt wurden, wie die Kooperation und Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sowie zwischen den Auftragnehmern gestaltet war und wie mit Konflikten umgegangen wurde. Die Darstellung soll pro Referenz max. 5 Seiten umfassen.
Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Unterlagen gemäß § 16a EU Abs. 3 VOB/A nachzufordern. Auf die Nachforderung besteht abweichend von § 16a EU Abs. 1 VOB/A kein Rechtsanspruch. Für den Fall, dass ein Bewerber einzelne Unternehmen als Nachunternehmer einsetzen möchte, wird auf die Möglichkeit der Eignungsleihe und die in § 6d EU VOB/A genannten Voraussetzungen hingewiesen. Wenn und soweit sich der Bewerber auf die Eignung des Nachunternehmers beruft, sind mit dem Teilnahmeantrag insbesondere eine Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers, dass dieser seine Ressourcen und Kapazitäten dem Bewerber im Auftragsfall zur Verfügung stellt, sowie die erforderlichen Referenzen und/oder Nachweise des Nachunternehmers einzureichen.
Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden. Bewerbergemeinschaften werden bei der Eignungsprüfung als Ganzes betrachtet.
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag aufgrund der ursprünglichen Angebote ohne weitere Verhandlungen zu vergeben.