Die Städtisches Klinikum Solingen gGmbH (SKS / AG) ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit gegenwärtig 658 Planbetten in 18 Kliniken und Instituten. Im Arztdienst des Klinikums sind zurzeit rd. 400 Ärzte und im Pflegedienst rd. 980 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Das Klinikum Solingen plant, im Westen der Liegenschaft ein neues Bettenhaus zu errichten. Um den Neubau funktionsgerecht an den Bestand Haus E und Haus F anzubinden, soll das vorhandene Haus G abgebrochen werden. Das Gelände weist ein deutliches Gefälle von Nord-Osten Richtung Süd-Westen auf und wird vor Baubeginn geräumt und hergerichtet. Verfahrensgegenstand dieser Ausschreibung sind die Leistungen des erweiterten Rohbaus.
Der Neubau des Bettenhauses ist als winkelförmiges orthogonales Gebäude mit 5 Obergeschossen (E0-E04) und zwei Untergeschossen (U01, U02) geplant. Es bildet mit seinem Nord- und Westflügel den baulichen Abschluss des Klinikums im Westen. Das als Sockel ausgebildete U01 mit der Intensivstation schiebt sich unter dem Westflügel in den Grünraum hinaus. Der Neubau wird im Norden mit den Ebenen U02, U01 und der Eingangsebene E0 an das Haus E und im Süden mit U03, U02, U01 und E0 an das Haus F an die vorhandene Bausubstanz angeschlossen. Aufgrund des nach Süden stark abfallenden Geländes bleibt der entstehende Innenhof von Südwesten her über die Ebene U02 befahrbar. Der Neubau ist im Wesentlichen als Massivkonstruktion geplant und soll - horizontal liniert - abwechselnd als Verblendfassade sowie (bauseits) mit einer vorgehängten hinter-lüfteten Glasfaserbetonfassade ausgestattet werden. Es ist von folgenden Kenndaten für die geplante bauliche Anlage auszugehen: - Grundfläche: ca. 7.100 m²; - Gebäudehöhe über Gelände: ca. 32,0 m (stark geneigtes Gelände); - Bruttogeschossfläche: ca. 32.100 m²; - Außenwandflächen: ca. 17.400 m²; - Dach- und Deckenflächen: ca. 32.000 m²;- Anzahl der Geschosse: 11 (Ebene U3 bis Ebene O7). Neben den Rohbauarbeiten sind auch die Verblendarbeiten sowie die Rohrleitungsarbeiten unterhalb des Bauwerks sowie das Anfüllen der Baugrube in diesem Gewerk auszuführen. Voraussichtlich Start Rohbau: ca. Februar 2027, voraussichtlich Ausführungsdauer einschließlich aller nachlaufenden Arbeiten (wie Schächte schließen) bis August 2028. Verblendmauerwerk: voraussichtlich Anfang 2028 bis Ende 2028. Weitere Details sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen bzw. werden nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs zur Verfügung gestellt.
Die Beschreibung der Einzelheiten zur Bewertung des Preises erfolgt im Rahmen der Aufforderung zur Angebotsabgabe.
Die Beschreibung der Einzelheiten zur Bewertung des Alternatives Ausführungskonzepts (Optimierungsvorschläge) erfolgt im Rahmen der Aufforderung zur Angebotsabgabe.
Die Beschreibung der Einzelheiten zur Bewertung der Erfahrung und Qualifikation des für die Auftragsausführung vorgesehenen Personals erfolgt im Rahmen der Aufforderung zur Angebotsabgabe.
Nach Abschluss der Auswahlphase (Teilnahmewettbewerb) fordert der AG höchstens die 5 bestgeeigneten Bewerber zur Abgabe von Erstangeboten auf. Sofern im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs mehr als 5 Bewerber die Mindestanforderungen erfüllen, führt der AG eine Auswahl der bestgeeigneten Bewerber auf Grundlage der Unternehmensreferenzen durch. Bewertet werden bis zu 5 Unternehmensreferenzen. Sofern der Bieter mehr als 5 Referenzen einreicht, hat er kenntlich zu machen, welche Referenzen in die Wertung einbezogen werden sollen.
Die Bewertung der Referenzen erfolgt nach dem in Ziff. 5.2 Verfahrensleitfaden dargestellten Maßstab. Insgesamt können maximal 80 Punkte pro Referenz erreicht werden. Damit können maximal 400 Punkte mit allen bis zu 5 Referenzen erreicht werden.
Bei Punktegleichheit erhöht sich die maximale Bewerberzahl entsprechend um den/die Bewerberanzahl, die die gleiche Punktzahl haben. In diesem Fall erhöht sich die Anzahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, entsprechend.
Vorschriften über die Einlegung von Rechtsbehelfen finden sich in §§ 155 ff. GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen).
Auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsantrags zur Vergabekammer gemäß §§ 160 ff. GWB wird hingewiesen, namentlich auf die Regelung des § 160 Abs.3 GWB, die folgenden Wortlaut hat:
"Der Antrag ist unzulässig, soweit: 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkennt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt; 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden; 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Der AG wird fehlenden Unterlagen unter Beachtung der Grenzen von § 16a EU VOB/A nachfordern. Abs. 1 lautet: "Der öffentliche Auftraggeber muss Bieter, die für den Zuschlag in Betracht kommen, unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen - insbesondere Erklärungen, Angaben oder Nachweise - nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen - insbesondere Erklärungen, Produkt- und sonstige Angaben oder Nachweise - nachzureichen oder zu vervollständigen (Nachforderung). Es sind nur Unterlagen nachzufordern, die bereits mit dem Angebot vorzulegen waren."
Eigenerklärung über den jahresdurchschnittlichen Gesamtumsatz mit vergleichbaren Leistungen (Rohbau) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023, 2024 und 2025) [Nachweis: Vordruck des AG / Bewerberbogen]. Mindestanforderung: Umsatz von min. 30 Mio. EUR mit vergleichbaren Leistungen im Durchschnitt der letzten 3 Geschäftsjahren (2023, 2024 und 2025)
Eigenerklärung zu jahresdurchschnittlich fest angestellten Beschäftigten differenziert nach Funktionen in den letzten 3 Kalenderjahren (2023, 2024 und 2025) [Nachweis: Vordruck des AG / Bewerberbogen].
Unternehmensreferenzen mit vergleichbaren Leistungen [Nachweis: Vordruck des AG / Bewerberbogen]. Mindestanforderung: Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Rohbauleistungen, bei denen die Abnahme zwischen 01/2020 und 12/2026 erfolgt (ist), mit jeweils > 10 Mio. EUR brutto Auftragsvolumen (unternehmenseigene Leistungen), welches in max. 20 Monaten umgesetzt worden sein muss: - von diesen Referenzen muss mindestens 1 Referenz ein Auftragsvolumen von mehr als 15 Mio. EUR brutto (unternehmenseigene Leistungen) umfassen, welches in max. 20 Monaten umgesetzt worden sein muss: - von diesen Referenzen muss mindestens 1 Referenz Hochhausanforderungen bzw. vergleichbare technische und organisatorische Komplexität beinhalten - von diesen Referenzen muss mindestens 1 Referenz mit unmittelbar angrenzender Bebauung im laufenden Betrieb und Anschluss an Bestand ausgeführt worden sein