Die Verbandsgemeinde Vallendar beabsichtigt durch den Umbau einer bestehenden Gewerbehalle die Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses und möchte die dazugehörigen Planungsleistungen extern vergeben. Das Bestandsgebäude wurde ursprünglich als Gewerbehalle genutzt und soll unter weitgehender Nutzung der vorhandenen Bausubstanz funktional, technisch und gestalterisch zu einem zeitgemäßen Feuerwehrstandort umgebaut werden. Ziel ist die bedarfsgerechte Unterbringung der Feuerwehr mit Fahrzeughalle, Waschhalle, Werkstätten, Lagerflächen, Schulungsraum sowie Sozial-, Umkleide- und Sanitärräumen unter Berücksichtigung der einschlägigen Planungs- und Förderrichtlinien für Feuerwehrhäuser.
Die Verbandsgemeinde Vallendar schreibt vorliegend insofern Architektenleistungen i.S.v. § 73 VgV zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses aus. Gegenstand der Ausschreibung sind die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 6 gemäß § 51 HOAI. Es ist eine stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen vorgesehen. Parallel zum hier vorliegenden Verfahren werden in gesonderten Verfahren Leistungen der Technischen Gebäudeausrüstung sowie der Objektplanung ausgeschrieben.
Maßgeblich für die Bewertung des Preises ist das "Gesamthonorar Bearbeitungsstufen I und II inkl. Nebenkosten" gemäß Honorarangebotsblatt. Dabei erhält der Bieter mit dem günstigsten Gesamthonorar die volle Punktezahl, die anderen Bieter Punkte linear im umgekehrt proportionalen Verhältnis. Beispielsweise erhält der Bieter, dessen Angebot das für die Stadt günstigste Gesamthonorar bietet, insoweit die volle Punktzahl, während ein um 10 % schlechteres Angebot 90 % der gemäß Bewertungsmatrix insoweit erreichbaren Punkte erhält.
Die Bieter müssen ein Konzept zur personellen Organisation vorlegen, das Aussagen zumindest zu folgenden Aspekten beinhaltet:(i) Darstellung eines Organigramms mit Nennung der für das Projekt vorgesehenen Personen und deren Zuständigkeiten.(ii) Darstellung der Koordinierungsmechanismen im Team einschließlich der Vertretungsregelungen bei Personalausfällen (auch bei Krankheit oder Urlaub).-Die Bieter müssen ein Konzept mit Maßnahmen zur Terminsicherheit vorlegen, das Aussagen zumindest zu folgenden Aspekten beinhaltet:(i) Darstellung von Maßnahmen zur Überwachung des aufzustellenden Terminplans, z.B. durch Vor-Ort-Präsenz und Kurzfristigkeit von Reaktionszeiten bei Anfragen der Auftraggeberin.(ii) Darstellung von Maßnahmen zur Beschleunigung, um drohende oder eingetretene Überschreitungen des Terminplans begegnen.-Die Bieter müssen ein Konzept mit Maßnahmen zur Kostensicherheit vorlegen, das Aussagen zumindest zu folgenden Aspekten beinhaltet:(i) Darstellung von Maßnahmen zur Überwachung des Budgets.(ii) Darstellung von Maßnahmen bei drohenden oder eingetretenen Budgetüberschreitungen.
Die Bieter müssen ein Konzept zum Planungs- und Genehmigungsablauf vorlegen, das Aussagen zumindest zu folgenden Aspekten beinhaltet:(i) Darstellung der vorgesehenen Schritte und Abläufe im Planungsprozess, insbesondere auch im Hinblick auf die Abstimmung mit der Auftraggeberin und dem Objektplaner sowie weiteren Fachplanern.(ii) Darstellung der vorgesehenen Schritte und Abläufe im Genehmigungsprozess, insb. auch im Hinblick auf die Abstimmung mit der Auftraggeberin und den zuständigen Behörden.(iii) Darstellung von Qualitätssicherungsmechanismen, z.B. durch Zertifizierungen, Checklisten oder sonstiger Maßnahmen zur Sicherstellung des Informationsflusses zwischen allen Beteiligten.Anlage 2 zum Projektexposé
Die Bieter müssen die Herangehensweise an die Aufgabenstellung anhand eines vom Bieter bereits abgewickelten Projektes vorlegen, dass zumindest Aussagen zu folgenden Aspekten beinhaltet:(i) Darstellung des Erfassens der Schwierigkeiten der vorliegenden Aufgabenstellung.(ii) Darstellung wie den Schwierigkeiten Rechnung getragen wird.
Es wird auf § 56 VgV verwiesen
1. Nachweis - zunächst nur Eigenerklärung gemäß Formblatt "Referenzleistung des Bewer-bers" - zu in den letzten 5 Jahren abgeschlossenen oder noch laufenden Referenzleistun-gen im Bereich Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HOAI.
Nachweis - zunächst nur Eigenerklärung gemäß Formblatt "Projektleiter" - über die Eig-nung des zur Leistungserbringung vorgesehenen Projektleiters.
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung durch Vorlage einer aktuellen Versiche-rungsbescheinigung - oder Erklärung des Versicherers im Auftragsfall entsprechend zu erhöhen - mit zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehenden Mindest-Deckungssummen von EUR 2.000.000,00 für Personenschäden sowie EUR 2.000.000,00 für Sach-, Vermögens- und sonstige Schäden. Die Versicherungspolice hat eine Nachhaf-tung von mindestens 5 Jahren vorzusehen.
Der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit den genannten Versicherungsbedin-gungen ist von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft zu erbringen mit der Maßgabe, dass es allerdings genügt, wenn die Addition der nachgewiesenen Mindest-Deckungssummen der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft die geforderten Mindest-Deckungssummen von EUR 2.000.000,00 für Personenschäden sowie EUR 2.000.000,00 für Sach-, Vermögens- und sonstige Schäden erreichen.
Nachweis, dass der Bewerber zur Führung der Bezeichnung "Ingenieurin / Ingenieur" berech-tigt ist durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung.
Ist der Bewerber eine juristische Person, ist er nur teilnahmeberechtigt, wenn er für die Durch-führung der Aufgabe einen verantwortlichen Angehörigen des Berufes "Ingenieurin / Ingeni-eur" benennt und dessen Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung durch Vorlage ei-ner entsprechenden Bescheinigung nachweist.
Nachweis - zunächst nur Eigenerklärung gemäß Formblatt "Bewerbererklärung" - dass dem Bewerber keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB be-kannt sind. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von allen Mitgliedern der Bewerber-gemeinschaft zu erbringen.