KRITERIUM QUALITÄT (Gewichtungsfaktor 30%) - Ermittlung der Leistungspunkte (L):
Die Leistungspunkte (L) ergeben sich aus der Bewertung der oben genannten und nachstehend weiter erläuterten vier Zuschlagskriterien für die Qualität. Bei jedem der vier Zuschlagskriterien für die Qualität werden Bewertungspunkte von 0 bis 5 vergeben, wobei 5 Bewertungspunkte die bestmögliche Bewertung darstellt. Die beschriebenen Maßgaben sind Zielvorstellungen der Auftraggeberin. Die Auftraggeberin wird die Erreichung ihrer Zielvorstellungen auf Grundlage der durch die Bieter eingereichten Unterlagen gemäß der angegebenen Bewertungsformel bewerten. Die finalen Angebote werden anhand der Zuschlagskriterien für die Qualität wie folgt gewertet:
QUALITÄTSKRITERIUM 1
Konzeption und Optimierung der Anlagengruppen sowie Umgang mit S+D-Planung
Die Auftraggeberin erwartet eine konzeptionelle Betrachtung, inwieweit die zu beauftragenden Anlagengruppen in wirtschaftlicher Hinsicht, sowohl im Invest, als auch im Betrieb, noch optimiert werden können. Der Bieter erläutert, wie er die Anlagengruppen KG 410, 420, 430, 440, 450 und 480 untereinander und im Verhältnis zur Baukonstruktion optimieren kann.
Dabei ist insbesondere darzustellen, wie die S+D-Planung aufgebaut, geprüft und freigegeben wird und wie fixe Schnittstellen zum Teil-GU I Gebäudehülle sowie zu weiteren Projektbeteiligten organisatorisch und technisch abgesichert werden.
QUALITÄTSKRITERIUM 2
Konzeption und Optimierung der Installationsebene Haus 2, Ebene 02
In Ebene 02 der Häuser 2.1 und 2.3 besteht im Mittelteil ein überhöhter Zwischendeckenbereich mit einer Höhe von OK Abhangdecke von ca. 3 m bis UK Brettsperrholzdach. Der Bieter
hat eine konzeptionelle Lösung vorzulegen, wie hier eine wirtschaftliche Optimierung der Installationsebene unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung der technischen Gewerke in die Abhangdecke erfolgen kann.
QUALITÄTSKRITERIUM 3
Konzeption und Optimierung der Bauabläufe und der Materiallogistik
Die terminlichen Ziele der Auftraggeberin für den Neubau der Erwachsenenpsychiatrie Wunstorf erfordern eine straffe Organisation der Bauzeiten zwischen den drei beteiligten Teil-GU.
Über die Häuser 2.1, 2.2, 2.3 und Haus 1 ist eine enge terminliche Taktung über insgesamt 10 Ausbauabschnitte vorgesehen, deren jeweilige Übergaben von bzw. an den Innenausbau Hoch-bau, insbesondere z.B. an der Schnittstelle Fußbodenheizung oder Wände schließen bis hin zu den sukzessiven Fertigstellungen und Inbetriebnahmen zwingend einzuhalten sind, um die Terminziele der Auftraggeberin zu gewährleisten.
Der Bieter hat ausgehend vom Zeitpunkt des beabsichtigten Zuschlags sein Ablaufkonzept zu erstellen und mit dem Angebot vorzulegen.
QUALITÄTSKRITERIUM 4
Konzeptionelles Herangehen an Holzbauweise im Krankenhausbau
Der Bieter hat seine Herangehensweise an Bauvorhaben in Holzbau- oder Holzhybridbauweise in Verbindung mit den Anforderungen im Krankenhausbau / Psychiatrie darzustellen. Der
Schwerpunkt liegt dabei auf der Herstellung der technischen Ausrüstung und die TGA-relevanten Schnittstellen zum Holzbau, insbesondere hinsichtlich der Vorgaben an den Brandschutz aus NBauO und HolzBauRL, sowie der Montage mit Abhängungen und Befestigungen von TGA-Trassen und -Steigleitungen sowie der Leerrohrführung und dergleichen.
Diese Ausführungen sind beispielhaft, die Bieter sind aufgefordert, ihre Fachkenntnis hinsichtlich Punkten mit besonderer Komplexität und Fehleranfälligkeit aufzuzeigen, sowie z.B. ihre Maßnahmen zur Qualitätssicherung.