Das fünfgeschossige Verwaltungsgebäude der Stadt Solingen an der Bonner Straße 100 mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 15.000 m² soll bei laufendem Betrieb umfassend saniert werden.
Die Sanierung umfasst sowohl die Gebäudehülle als auch den Innenausbau und die technische Gebäudeausrüstung, unter Berücksichtigung der bestehenden Bausubstanz.
1. Gebäudehülle
Sanierung der Fassade
Dachsanierung
Austausch der Fenster
Installation von Sonnenschutzsystemen
Gerüstarbeiten für die Außenmaßnahmen
2. Technische Gebäudeausrüstung
Erneuerung der Elektroinstallationen
Umrüstung auf LED-Deckenbeleuchtung
Modernisierung der Heizungs- und Sanitäranlagen
Erneuerung der WC-Anlagen
Erneuerung der Lüftungsanlagen/-zentralgeräte
Erneuerung der Steuerungstechnik (MSR-Technik)
Erneuerung der Luftkanalinstallation
Erneuerung der Luftauslässe
3. Innenausbau
Erneuerung der Bodenbeläge
Malerarbeiten
Einbau von Unterdecken
Einrichtung und Modernisierung von Teeküchen
Aufwertung der Besprechungsräume
Neugestaltung des Foyers mit neuer Empfangstheke
4. Gemeinschafts- und Sonderbereiche
Aufwertung der Kantine (Mehrfachnutzung)
Anpassung der Aufzugsvorräume
Ergänzende Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
Im Innenbereich sollen die Büro- und Verkehrsflächen überarbeitet werden. Dies umfasst Bodenbeläge, Beleuchtung, Wand- und Türflächen sowie die Verlegung von Elektroleitungen innerhalb der Geschosse, um eine moder-ne und funktionale Raumstruktur zu gewährleisten.
Die Sanitärräume sollen einer Modernisierung unterzogen werden, während die Teeküchen zu erweiterten Aufenthaltsbereichen umgestaltet werden. Die Kantine wird mit einem neuen Belag und zeitgemäßer Beleuchtung ausgestattet; optional soll eine flexible Raumtrennung durch Faltwand realisierbar sein. Die Lüftungstechnik muss erneuert werden.
Die Lüftungsanlagen im Gebäudeteil Kantine (in alten Unterlagen auch "Casino" genannt) stammen zum größten Teil aus der Ursprungs-Bausubstanz von 1974. Daher ist eine Erneuerung der Lüftungszentralgeräte im Rahmen einer generellen und umfassenden Sanierung angeraten, da die Geräte ihre Lebenserwartung weit hinter sich gelassen haben, und nicht mehr dem hygienischen und energetischen Stand unserer Zeit entsprechen.
Der Aufstellraum in der Lüftungszentrale im Untergeschoss ist auch für heutige Lüftungsgeräte passend, wobei als Wärmerückgewinnung platz-bedingt Kreislaufverbundsysteme in Frage kommen.
Die MSR-Technik stammt aus dem Jahr 2002 und ist am Ende der Lebenszeit angelangt und würde im Rahmen des Geräteaustausches eben-falls erneuert.
Die Brandschutzklappen können weiterverwendet werden, allerdings fehlen im Bestand motorische Antriebe. Derzeit hat der Prüf-Sachverständige hier keinen Mangel formuliert, aus anderen Objekten
mit anderen Prüfern ist aber die Forderung nach Verhinderung von Kaltrauchverschleppung bei Anlagenstillstand bekannt.
Die Luftkanäle in der Lüftungszentrale würden erneuert werden, während die Kanäle im Gebäude zum größten Teil nach Reinigung weiterverwendet werden können.
Hier besteht das Risiko, dass sich im Bauverlauf herausstellt, dass z.B. die Flanschdichtungen an Kanälen nicht mehr dicht sind, dann wäre der technische und bauliche Aufwand allerdings deutlich höher.
Die bisherigen Zuluftauslässe hatten oberhalb der Paneldecke nur eine eingeschränkte Wirkung. Mit Änderung der Decke müssen die Auslässe ebenfalls erneuert werden.
In den Kellerräumen und der Küche ist keine Änderung an Luftauslässen vorgesehen.